Ministerium für Staatssicherheit



Alles zur Organisation "Ministerium für Staatssicherheit"


  • Geschichte

    Mo., 14.10.2013

    Zahl der Anträge auf Einsicht in Stasiakten gesunken

    Berlin (dpa) - In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben weniger Menschen Einsicht in ihre Stasiakten beantragt. Bis Ende September gingen 48 365 Anträge ein. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr ist das ein Rückgang um knapp 25 Prozent. Das berichtet die «Berliner Zeitung» unter Berufung auf Behörden. Anders die Situation in Sachsen: Hier sei der Beratungsbedarf keinesfalls gesunken, sagte der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow. Viele Menschen trauten sich aber noch immer nicht, einen Antrag zu stellen - aus Angst vor unangenehmen Überraschungen.

  • Medien

    Mo., 16.09.2013

    Weissensee

    Anna Loos (in der Rolle der Vera Kupfer) und Jörg Hartmann als Falk Kupfer bei Dreharbeiten. Foto: Bernd Settnik

    Die DDR-Serie «Weissensee» geht am Dienstag in die zweite Staffel. Wie auch die gesellschaftliche Situation im Jahr 1987 verschärfen sich auch für die Familien Kupfer und Hausmann die Konflikte. Berlin/Hamburg (dpa) - «Viele Lichtjahre von der Wirklichkeit entfernt, dringt die DDR in Galaxien vor, die noch nie ein Mensch gesehen hat», dröhnt und höhnt eine Punkband im Gemeindehaus-Keller einer Kirche in Ost-Berlin. Oppositionelle und Umweltaktivisten feiern und machen dabei ihrem immer stärker werdenden Unmut Luft. Tatsächlich verschärfen sich in der zweiten Staffel der ARD-Serie «Weissensee» von diesem Dienstag (20.15 Uhr) an die Verhältnisse im real existierenden DDR-Sozialismus. Nach den Ereignissen in den ersten, im Herbst 2010 ausgestrahlten sechs Folgen geht es nun um buchstäblich todernste, keinesfalls rein private Konflikte anno 1987 - zwei Jahre vor dem Mauerfall. Wieder stehen sich die ungleichen Familien Kupfer und Hausmann nach Ideen von Annette Hess unter der Regie von Friedemann Fromm (50, «Nacht über Berlin») gegenüber. Ungemein überzeugende Darsteller wie Uwe Kockisch («Brunetti»), Florian Lukas, Jörg Hartmann, Anna Loos und Ruth Reinecke als privilegierte Kupfers mit zwei hochrangigen Stasi-Offizieren auf der einen Seite. Katrin Sass («Good-Bye, Lenin!») und Hannah Herzsprung als Liedermacherin Hausmann mit Tochter Julia auf der anderen. Wegen Landesverrat hat Julia fünf Jahre im Frauengefängnis Hoheneck verbracht. Das gemeinsame Kind mit dem früheren Volkspolizisten Martin Kupfer hat sie nach der Geburt verloren. Nach ihrer Freilassung fällt es der traumatisierten jungen Frau schwer, wieder Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Um ihre Tochter zu schützen, hatte sich Dunja Hausmann bereit erklärt, als IM zu arbeiten und nur noch harmlose Schlager zu singen. Dabei verfällt sie dem Alkohol. Zugleich steht die Ehe von Martins Hardliner-Stasi-Bruder Falk (Hartmann) auf der Kippe - seine labile Frau Vera (Loos) verliebt sich in einen Pastor (Ronald Zehrfeld) und entdeckt dessen regimekritisches Umfeld. Die linientreue Mutter Kupfer (Reinecke) versucht, die Familie zusammen zu halten, doch ihr Mann, der zusehends menschlicher werdende Stasi-Hochschullehrer Hans (Kockisch), spürt immer noch Empfindungen für seine Jugendliebe Dunja. Während draußen in der totalitären Republik versteinerte alte Männer das Sagen haben, braut sich - ausgehend von Gorbatschows Glasnost und Perestroika - der politische Widerstand zusammen. All diese Probleme setzen die Beteiligten der Produktion von Ziegler Film für die ARD wohltuend klischeefrei und menschlich differenziert um. Akribischen Wert wurde wieder auf die Ausstattung (Frank Godt, Monika Hinz) gelegt. Vom Kakaogetränk «Trinkfix» bis zu den Original-Mielke-Möbeln an der Normannenstraße ist alles dabei. Allerdings fällt auf, dass die untergehende DDR ästhetisch gut wegkommt: Weder marode Straßenzüge noch heute unmodern anmutende Krissel-Dauerwellen sind zu entdecken. Dennoch wirkt die Atmosphäre echt. Es seien schon sehr besondere Dreharbeiten gewesen im Herbst 2011, sagte Ziegler-Film-Produzent Marc Müller-Kaldenberg der dpa bei einem Promotionstermin in Hamburg. Bewusst habe man sich für Schauspieler aus der DDR entschieden. «Das hat sich in der Tat als positiv herausgestellt, weil es die Authentizität der Geschichte und der Figuren verstärkt hat», erklärte Müller-Kaldenberg, «immer wieder haben Darsteller Ideen eingebracht.» So war «Trinkfix», wie Regisseur Fromm hinzufügte, einst der Lieblingsdrink von Florian Lukas (40), und Kockisch (69) steuerte politische Witze bei. Fromm betonte: «Es war für viele Kollegen eine schöne Erfahrung, dass sie sich austauschen konnten und über ihre persönlichen Geschichten wirklich geredet haben. Das war sehr spannend - auch, weil so ein Austausch in der DDR kaum möglich war und nach der Wende kaum stattfand.» Die Wende selbst wird in «Weissensee» auch noch zu erleben sein: Im nächsten Jahr beginnen die Dreharbeiten für die dritte Staffel, die nicht vor 2015 auf den Bildschirm kommt. Ausgangspunkt ist dann der Tag des Mauerfalls.

  • Fußball

    Do., 07.03.2013

    Eigendorfs Tod auch nach 30 Jahren ein Rätsel

    Fußball : Eigendorfs Tod auch nach 30 Jahren ein Rätsel

    Berlin (dpa) - In der DDR wurde er als «Vaterlandsverräter» gebrandmarkt. 1979 flüchtete Lutz Eigendorf vom BFC Dynamo in den Westen und blamierte Stasi-Minister Erich Mielke bis auf die Knochen. Vor 30 Jahren starb der Profi unter mysteriösen Umständen, die Stasi war beteiligt.

  • Politik

    So., 17.02.2013

    «Spiegel»: Stasi-Auszeichnung für IM «Notar» 1985

    Politik : «Spiegel»: Stasi-Auszeichnung für IM «Notar» 1985

    Berlin (dpa) - In der Stasi-Unterlagen-Behörde sind laut «Spiegel» bislang unbekannte Dokumente aufgetaucht, die Linksfraktionschef Gregor Gysi weiter unter Druck setzen könnten.

  • Politik

    Mo., 11.02.2013

    Linke beklagt «Hexenjagd» auf Gysi - Koalition erhöht Druck

    Politik : Linke beklagt «Hexenjagd» auf Gysi - Koalition erhöht Druck

    Berlin (dpa) - Die Parteispitze der Linken hat ihren Fraktionschef Gregor Gysi gegen neue Stasi-Vorwürfe in Schutz genommen. Führende Politiker der Partei werteten das Ermittlungsverfahren gegen den 65-Jährigen am Montag als «Hexenjagd» und Wahlkampfmanöver.

  • Politik

    So., 10.02.2013

    Gysi wehrt sich gegen Vorwurf der Falschaussage

    Berlin (dpa) - Linksfraktionschef Gregor Gysi hat sich strikt gegen neue Vorwürfe verwahrt, wegen angeblicher Stasi-Kontakte gelogen zu haben.

  • Vermischtes

    Sa., 02.02.2013

    Film über Rauswurf der DDR-Oppositionellen Bärbel Bohley

    Vermischtes : Film über Rauswurf der DDR-Oppositionellen Bärbel Bohley

    Berlin (dpa) - Ein Dokumentarfilm über Bärbel Bohley zeigt neue Facetten der DDR-Bürgerrechtlerin. Der Film sei wichtig und berührend, sagte die frühere Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, bei der Premiere des Streifens in Berlin.

  • Politik

    Mo., 31.12.2012

    Mehr Anträge auf Einsicht in Stasi-Akten als im Vorjahr

    Politik : Mehr Anträge auf Einsicht in Stasi-Akten als im Vorjahr

    Berlin (dpa) - Die Zahl der Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten war 2012 nach einem Zeitungsbericht größer als im Vorjahr. Bereits bis Ende November hätten 84 743 Bürger Anträge gestellt.

  • Serie (Teil 3): Pfarrer Niermann macht einen Fehler

    Do., 08.11.2012

    Die Stasi fährt hinterher

    Serie (Teil 3): Pfarrer Niermann macht einen Fehler: Die Stasi fährt hinterher

    Am 24. März 1977 fuhr Klemens Niermann nach Berlin. Abends überquerte er mit einem Tagesvisum den Mauer-Checkpoint zu Ostberlin und besuchte Gabriele Gerecke in der Wohnung ihrer Eltern. Schleef hatte ihn angekündigt, telefonisch. Ein Fehler, die Staatssicherheit (Stasi) lauschte mit.

  • Fußball

    Mi., 17.10.2012

    BFC-Fans werben mit Stasi-Chef Mielke für Spiel

    Berlin (dpa) - Fans des Berliner Fußball-Fünftligisten BFC Dynamo Berlin haben mit Stasi-Chef Erich Mielke für das Heimspiel gegen den SV Lichtenberg 47 am Samstag geworben und damit für Empörung gesorgt.