Verbrauchertipps

Privatkredite
Interesse an privaten Krediten nimmt zu

Eine Studie der Schufa zeigt, dass die Nachfrage nach Verbraucherkrediten in den letzten Jahren  zunahm und die überwiegende Mehrheit an Krediten ordnungsgemäß zurückgezahlt wurde.  Diesem Artikel wirft einen Blick auf Verbraucherkredite sowie Verbraucherkreditrichtlinien für Bankkunden.

Privatkredite : Interesse an privaten Krediten nimmt zu
Privatkredite in Deutschland 2013 Foto: Colourbox

Die Anzahl aufgenommener Verbraucherkredite steigt

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland rund 7,7 Mio. neue Kredite aufgenommen, heißt es in dem aktuellen Kredit Kompass 2013 der Schufa . Dies ist im Vergleich zum Jahr 2010 eine Steigerung von knapp 7% und lässt ableiten, dass das Interesse der deutschen Verbraucher an Krediten steigt.  Bis Ende 2012 ist die Zahl laufender Verbraucherkredite in Deutschland auf 17,4 Mio. gestiegen.

Betrachtet man die Anzahl an Kreditangeboten, für die von Kreditgebern bei der Schufa Informationen zur Bonität eingeholt wurden, erkennt man, dass eine Steigerung der Kreditanfragen in Höhe von 5,6% (2011 zu 2010) auf 19,4 Mio. Kreditanfragen  stattgefunden hat. Die Bereitschaft Kreditangebote zu vergleichen , hat somit zugenommen. Im Schnitt vergleichen Verbraucher zwei Kreditangebote vor einem Kreditabschluss.

Die  durchschnittliche Kredithöhe ist über die letzten drei Jahre gleichbleibend und betrug 2012 7.708 Euro. Die durchschnittliche Kreditlaufzeit verringerte sich jedoch über die letzten Jahre von 45 Monaten im Jahr 2002 auf 43,1 Monate im Jahr 2012. 

Positiv anzumerken ist, dass zu 91,2% aller Verbraucher bei der Schufa ausschließlich positive Informationen vorliegen. Ebenfalls die gleichbleibend hohe Quote von 97,5% an Konsumentenkrediten, die ordnungsgemäß zurückgezahlt wurden, ist positiv zu bewerten.

Überlegen Sie aktuell eine Kreditfinanzierung abzuschließen? Falls ja, sollten Sie die Kreditangebote im Vorfeld online vergleichen und mithilfe der europäischen Verbraucherkreditrichtlinien überprüfen.

Welche Verbraucherkreditrichtlinien sind durch die Banken einzuhalten?

Das europäische Parlament und  der Rat haben 2008 Richtlinien über Verbraucherkreditverträge veröffentlicht. Diese Richtlinien sollen auf der einen Seite die Transparenz der Vertragsbedingungen und des Verbraucherschutzniveaus verbessern sowie auf der anderen Seite die Rechts- und Verwaltungsvorschriften der EU-Mitgliedsstaaten über Verbraucherkriterien harmonisieren  und grenzübergreifende Dienstleistungen erleichtern.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die wichtigsten Vorteile der Verbraucherkreditrichtlinien wie folgt zusammengefasst:

Weniger irreführende Werbung

Früher warben Kreditinstitute häufig mit besonders niedrigen Zinssätzen für ihre Darlehen. Kamen Kunden daraufhin zur Bank, um den Kredit zu dem günstigen Zinssatz abzuschließen, zeigte sich: Nur die allerwenigsten erhielten tatsächlich auch die Zinssätze, mit denen geworben wurde. Für die große Mehrzahl der Verbraucher wurde der Kredit deutlich teurer.

Dank der Richtlinie dürfen Banken nur noch mit einem effektiven Zinssatz werben, von dem sie erwarten dürfen, dass sie mindestens zwei Drittel der auf Grund der Werbung zustande kommenden Verträge zu dem angegebenen oder einem günstigeren Zins abschließen.

Bessere Information vor Vertragsschluss

Kreditinstitute müssen Verbraucher schon vor dem Abschluss eines Darlehensvertrages über die wesentlichen Bestandteile des Kredits informieren. Dadurch soll Verbrauchern der Vergleich verschiedener Angebote erleichtert werden. Welche Informationen Verbraucher erhalten müssen, ist gesetzlich genau geregelt. Dazu zählen beispielsweise:

  • • der Name und die Anschrift des des Kreditinstituts,
  • • die Art des Darlehens,
  • • der effektive Jahreszins,
  • • der Nettodarlehensbetrag,
  • • der Sollzinssatz,
  • • die Vertragslaufzeit,
  • • Betrag, Zahl und Fälligkeit der einzelnen Raten, die zu zahlen sind,
  • • der Gesamtbetrag, also die Summe aus Nettodarlehensbetrag und Kosten für den Kredit,
  • • die Auszahlungsbedingungen,
  • • alle sonstigen Kosten,
  • • das Widerrufsrecht des Verbrauchers und
  • • die Möglichkeiten zur vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens.

Ausführliche Information bei Vertragsschluss:

Auch für die Informationen, die im endgültigen Darlehensvertrag stehen müssen, gibt es genaue Vorschriften. Neben allen oben genannten Informationen müssen auch folgende Punkte enthalten sein:

  • • Name und Anschrift des Darlehensnehmers,
  • • die für das Kreditinstitut zuständige Aufsichtsbehörde,
  • • ein Hinweis auf den Anspruch des Darlehensnehmers auf einen Tilgungsplan und
  • • Angaben zum Verfahren bei einer Kündigung des Kreditvertrages.

Günstigere Kündigungsfristen:

Ist für den Kreditvertrag eine bestimmte Vertragslaufzeit vereinbart (zum Beispiel Ratenkredite), kann der Darlehensgeber den Vertrag nicht regulär vor Vertragsablauf kündigen. Ist hingegen keine Vertragslaufzeit bestimmt (etwa Dispokredite), ist ein vertraglich vereinbartes Kündigungsrecht für die Bank unwirksam, wenn die vereinbarte Frist nicht mindestens 2 Monate beträgt.

Verbraucher können Verträge ohne bestimmte Vertragslaufzeit dagegen jederzeit kündigen, wobei die Bank maximal eine Kündigungsfrist von einem Monat vereinbaren kann. Verbraucher können auch Kredite mit fester Vertragslaufzeit jederzeit ganz oder teilweise zurückzahlen. Allerdings darf die Bank bei Krediten mit festem Zinssatz für solche Fälle eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen - jedoch nur, wenn im Vertrag hinreichende Angaben über die Laufzeit, die Kündigungsrechte des Kreditnehmers und die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung enthalten sind.

Die Entschädigung muss konkret berechnet werden, ist aber auf höchstens 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrages begrenzt; ist die Restlaufzeit des Darlehens kürzer als ein Jahr, sind maximal 0,5 Prozent zulässig.

Entscheidungskriterium: Effektiver Jahreszins

In die Berechnung des effektiven Jahreszinses fließen neben dem Nominal-Zinssatz, der für das Darlehen fällig wird, und der Form der Tilgungsverrechnung auch die Nebenkosten ein. Das kann zum Beispiel eine Bearbeitungsgebühr für den Abschluss eines Vertrages sein. Auch die Prämie für eine Restschuldversicherung muss in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden - es sei denn, der Abschluss einer solchen Versicherung ist keine Voraussetzung für die Gewährung des Kredites.

Weil all diese Posten einbezogen werden, liegt der effektive Jahreszins in der Regel über dem Nominalzins. Weil alle Nebenkosten enthalten sind, ist der effektive Jahreszins für einen Vergleich der relevante Preismaßstab des Kredits. Vor allem darauf sollten Sie schauen, wenn Sie einen Kredit aufnehmen und verschiedene Angebote vergleichen wollen - vorausgesetzt, Kreditsumme und Rate der Angebote sind gleich.

Entscheidungsstütze durch Online-Kreditvergleiche

Eine gute Form sich über aktuell preisgünstige Verbraucherkredite zu informieren, bieten Online-Kreditvergleichsrechner. Diese Vergleichen einen Großteil an verfügbaren Kreditangeboten und bieten die Möglichkeit günstige, gesonderte Online-Angebote auch direkt abschließen zu können.

Der unten stehende Vergleichsrechner gibt Ihnen einen guten Überblick

 

Ratenkredite

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Zum Vergleich

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