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Unfallversicherung
Unfälle zwischen Auto- und Radfahrern ist zweithäufigste Unfallsituation

Etwa 27% aller im innerörtlichen Verkehr Verunglückten waren im Jahr 2011 Radfahrer. Damit stellen Unfälle mit Radfahrerbeteiligung, nach denen mit Pkw-Insassen, die zweithäufigste Unfallsituation in Deutschland dar. Sehr häufig haben diese Unfälle Personenschäden zur Folge.

Unfälle zwischen Radfahrern und Autofahrern
Foto: Colourbox

Studie zu Abbiegeunfällen zwischen Autofahrern und Radfahrern

In einer Untersuchung zu innerörtlichen Abbiegeunfällen zwischen Autofahrern und Radfahrern des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), die im Rahmen des Forschungsprojektes “Abbiegeunfälle Pkw/Lkw und Fahrrad“ der Unfallforschung der Versicherer (UDV) stattgefunden hat, wurden von 6.300 Abbiegeunfälle in vier deutschen Großstädten (mit Münster) zwischen 2007 und 2009, insgesamt 873 Radfahrunfälle makroskopisch ausgewertet.

Die Studie zeigt, dass 43% aller Unfälle mit Personenschaden Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung waren. Die häufigsten Unfälle waren Einbiegen-/Kreuzen-Unfälle, die am zweithäufigsten Unfälle entstanden durch geradeausfahrende Radfahrer und rechts- oder linksabbiegende Autofahrer.  

Durch die Studie wird auch verdeutlicht, dass das Risiko eines Personenschadens bei Abbiegeunfällen mit Radfahrerbeteiligung sechsmal höher, als im gesamten Unfallgeschehen ist. Betrachtet man in der Analyse nur Abbiegeunfälle, ist etwa jeder Dritte Abbiegeunfall eines Radfahrers ein Unfall mit Personenschaden. Dabei kommt es in 29% der Fälle zu mehr als leichten Verletzungen.

Ursachen für Unfälle zwischen Autofahrern und Radfahrern

Als Hauptursache für Unfälle zwischen Autofahrern und Radfahrern sind mit 91 % die KFZ-Fahrer zu nennen. In 77%  der Fälle sind sie sogar der Alleinverursacher des Unfalls. Viele Autofahrer (33%) verursachen einen Radfahrunfall durch einen fehlenden Schulterblick.

Dabei ist der häufigste Unfallgegner des Radfahrers oder der Radfahrerin mit 86% der Pkw und mit rund  11% der Lkw oder ein Lieferwagen, wobei bei letzterem Unfallgegner die Unfälle schwerer ausfallen.

Laut der Studie der UDV ist die häufigste Unfallursache auf Seiten der Radfahrer das Fahren auf der falschen Straßenseite mit 17%, gefolgt von mangelnder Beleuchtung. Die Unfallursache „Fahren unter Drogen und Alkoholeinfluss“ ist mit 7% in der Studie angegeben. Sehr selten waren Rotlichtverstöße an Ampeln der Unfallgrund. Die Fahrweise von Radfahrern zeigte ein klares Defensivverhalten, obwohl sie in den überwiegenden Fällen ein Vorfahrtsrecht zum Überqueren der Straße besaßen.

Wann passieren Unfälle zwischen Autofahrern und Radfahrern?

Das Forschungsprojekt des GDV verdeutlicht in seiner Studie, dass 2/3 der Unfälle Rechtsabbiegeunfälle sind. Linksabbiegeunfälle entstehen „nur“ zu einem 1/3 der Unfälle. Bei letztgenanntem sind die Unfälle aufgrund einer höheren Abbiegegeschwindigkeit jedoch schwerer.

Unfälle aufgrund der Fahrweise von Radfahrern lassen in Bezug auf Männern und Frauen keine signifikanten Unterschiede erkennen. Bezüglich des Alters von Radfahrern ist das Unfallrisiko in den Altersgruppen zwischen 25 und 34 Jahren sowie zwischen 21 und 24 Jahren am höchsten.

Unfälle aufgrund der Fahrweise von Autofahrern lassen bei Frauen ein etwas höheres Unfallrisiko, als bei Männern erkennen. Auf Seiten der Autofahrer ist ein besonders hohes Unfallrisiko in der Altersgruppe bei 18- bis 20-jährige Autofahrern sowie bei Autofahrern ab 65 Jahren erkennbar.

Unfälle zwischen Radfahrern und Autofahrern ereignen sich überwiegende zu den Hauptverkehrszeiten.

Die Zahlen des GDV zeigen, wie gefährlich das Radfahren, gerade in unserer Fahrrad-Hauptstadt Münster, sein kann. Positiv ist die defensive Haltung der Radfahrer im Straßenverkehr, ohne die die Unfallsituation sicherlich weit schlechter ausfallen würde. Bleibt zu hoffen, dass immer mehr Autofahrer auch Radfahrer im Blick haben und die Unfallzahlen sinken.

Eine Maßnahme, die unteranderem das Verkehrsbewusstsein von Autofahrern zu Radfahrern und umgekehrt schärfen soll, ist der Blitzmarathon am Donnerstag, den 10.10.2013 ab 6:00 Uhr. An diesem Tag werden an 8.600 Stellen in ganz Deutschland Geschwindigkeitskontrollen von der Polizei durchgeführt.

Schutz vor Unfallschäden: Eine Unfallversicherung ist für Radfahrer wichtig

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur für Unfallschäden, die auf dem Weg zur und von der Arbeit /Schule entstehen. Wichtig ist diesen Schutz um einen privaten Unfallversicherungsschutz zu ergänzen, durch den auch Unfälle in der Freizeit abgedeckt sind.

Dabei kann man sich und seine Familie bereits mit geringen monatlichen Beiträgen gut absichern. Ein Online-Vergleich von privaten Unfallversicherungen auf wn.de gibt einen guten Überblick über die Versicherer und bietet die Möglichkeit eine Unfallversicherung bequem online abzuschließen. Autofahrer sollten auch über eine ausreichende KFZ-Versicherung verfügen.

In Kooperation mit finanzen.de .

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