Katastrophe von 1978 im Film
Blindgänger explodiert in der Innenstadt von Rheine

Rheine -

Der 26. April 1978 wird als schwarzer Tag auf ewig in das Gedächtnis vieler Rheinenser eingebrannt bleiben. Damals explodierte bei Bauarbeiten eine 500-Kilo-Bombe.

Freitag, 24.04.2015, 06:04 Uhr

Bei Spundwandbohrungen für den Bau des City-Hauses in der Nähe des Bahnhofs stoßen zwei Maschinenführer plötzlich auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg . Die 500 Kilo schwere Bombe detoniert mit einem gewaltigen, dumpfen Grollen. Eisenträger wirbeln durch die Luft, Dächer werden abgedeckt, Baggerteile fliegen bis in Höhe des dritten Stocks des Rheiner Rathauses. Vor dem Gebäude entsteht ein Krater von mehr als zehn Metern Durchmesser. Die beiden Maschinenführer und ein weiterer Bauarbeiter sind sofort tot. 16 Menschen werden zum Teil schwer verletzt, der Sachschaden beträgt fünf Millionen D-Mark nach damaliger Währung.

37 Jahre sind seit dem Unglück vergangen. Doch es gibt noch viele Zeitzeugen, die sich an das Bombenunglück erinnern. Einige davon hat der Rheiner Filmemacher Detlef Muckel für sein neuestes Filmvorhaben „Projekt 78“ interviewt und so ein vielschichtiges Bild von jenem Unglück gewonnen. „Jeder hat seine eigenen Erinnerungen an diesen Tag: das Mädchen, das auf dem Weg zum Reitunterricht war, der junge Mann, der eine Hochzeitsannonce aufgeben wollte, usw ... “ weiß der Dokumentarfilmer.

Die Arbeiten am Filmprojekt schreiten gut voran: Für die „Hauptrollen“ wurden kürzlich professionelle Schauspieler verpflichtet, für Nebenrollen Komparsen. Die Dreharbeiten sollen am Tag des Bombenunglücks, am 26. April, beginnen und etwa drei Monate dauern. Die Uraufführung soll im Herbst stattfinden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3212549?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F1604524%2F3017998%2F4839871%2F4839873%2F
Nachrichten-Ticker