Entlassfeier in der Waldorfschule
Ein besonderer Moment für alle

Everswinkel -

Elf Jahre lang haben die 24 jungen Waldorfschüler gemeinsam die Schulbank gedrückt. Am Freitag ist es nun das letzte Mal, dass sie zusammen in den Räumen der „Heiligen Hallen“ wandeln.

Sonntag, 02.07.2017, 18:07 Uhr

Endlich geschafft: Die Entlassschüler freuen sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt.
Endlich geschafft: Die Entlassschüler freuen sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt. Foto: Marion Bulla

Das wird ihnen aber wohl erst so richtig klar, als die Elternvertretung im Rahmen der Schulentlassung auf die vergangenen Jahre zurückblickt. Es werden viele Erinnerungen wach, an eine Zeit, in der aus Kindern Persönlichkeiten wurden.

„Das ist ein wehmütiger und besonderer Moment für uns alle“, bemerkt Lothar Schültken-Schnock , in seiner Begrüßung. Ein neuer Lebensabschnitt beginne nun für sie alle, fügt der Pädagoge vom Schulvorstand noch an, bevor zum Auftakt der Entlassfeier Henrik Schupelius und Friederike Schulz die Gäste mit einem musikalischen Auftritt unterhalten. Anschließend lassen die Elternvertreter die Schuljahre Revue passieren. Zunächst die Einschulung und damit die Frage: Warum fiel die Wahl auf die Waldorfschule? Wegen des tollen Geländes, oder ob der Tatsache, dass es in der Unterstufe keine Noten gibt oder vielleicht, weil alle Kinder von der 1. bis zur 11. Klasse den Weg gemeinsam gehen und es kein „Sitzen bleiben“ gibt? Es gibt viele Gründe.

Ein Ballon ist auf einer Leinwand im Hintergrund der Bühne zu sehen. Die Reise beginnt. „Ihr seid hier gelandet“, umschreiben die Eltern die Einschulung und berichten dann von den vielen Aktionen der vergangenen Schuljahre. Von den Ausflügen, etwa nach Spiekerook, Oerlinghausen und zur Gehöft-Oase. Auch auf die spannenden Praktika gehen die Redner ein. Zu einigen haben sie sogar kleine Anekdoten im Gepäck. Wie das Forstpraktikum mit nächtlicher unfreiwilliger Wildschweinjagd, oder dem Landwirtschaftspraktikum, das dafür sorgte, dass einige Schüler am Ende zu Vegetariern wurden. „Wir wünschen euch eine von Neugierde, Lebensfreude, Mut und Liebe getragene Weiterreise“, sagen die Elternvertreter am Ende und der Heißluftballon, der eben noch gelandet war, hebt sich in die Lüfte, wirft etwas Ballast ab und fliegt davon.

Zum Andenken an ihre ziemlich ereignisreiche Schulzeit bekommen die Absolventen ein Fotobuch und ein Säckchen, das mit Sand gefüllt ist – als Symbol für die Reise, die sie nun alle in verschiedenen Richtungen bringen wird.

Die Klassensprecher finden nur lobende Worte für ihre nun bald „alte“ Schule. „Hier haben wir Dinge gelernt, die wir wohl auf einer anderen Schule nicht erlebt hätten“, zeigt Yannik Olmer sich begeistert von den zahlreichen Aktionen. Sie seien eine außergewöhnliche Klasse, die eine Einheit bilde, ergänzt Zoe Manzer. „Seid wild, frech und wunderbar“, ruft sie noch lachend in Richtung ihrer Schulkameraden, bevor die Zeugnisse verteilt werden.

Die Entlassschüler 2017: Björn Beilmann, Maximilian Bröker, Yola Brormann, Joa Druben, Jonah Düpjan, Juliane Fernkorn, Aaron Alexander Frank, Constantin Gruda, Gabriel Ireneus Werner Kurzawa, Filiz April Charlotte Liehr, Zoe Pascale Manzer, Carla Markmann, Justus Markmann, Jonah Ogaraku, Yannik Olmer, Annemarie Petsch, Luca Petsch, Sofie Philine Rengers, Josefine Rusak, Linda Sedlag, Leandra Struwe, Antonia Stumpe, Charlotte Tewes und Eske Thye.

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