Corona-Krise: Sportanlagen schließen
Stadtsportbund richtet Appell an Vereine

Münster -

Sport in Zeiten des Corona-Virus: Der Stadtsportbund hat seine 200 Mitgliedsvereine über die Auswirkungen informiert.

Montag, 16.03.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 11:20 Uhr
Der Stadtsportbund hat seine Mitgliedsvereine über die Corona-Auswirkungen informiert.
Der Stadtsportbund hat seine Mitgliedsvereine über die Corona-Auswirkungen informiert. Foto: Kleineidam

Der Stadtsportbund SSB Münster informiert tagesaktuell seine 200 Mitgliedsvereine über Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise. In einer Pressemitteilung macht der SSB auf die aktuellen Infos auf seiner Homepage unter https://ssb.ms/corona/ aufmerksam.

Sportangebote bereits Freitag eingestellt

Bereits seit Freitag haben viele Vereine in Münster damit begonnen, ihre Sportangebote einzustellen und die Sportstätten zu schließen, beispielsweise der TuS Hiltrup, die TG Münster, Borussia Münster (u. a. mit einem Corona-Ticker auf der Vereinshomepage) und jetzt auch der Ruderverein. Auch das Bildungswerk des SSB hat reagiert. Die Sportjugend hat Veranstaltungen wie Ausbildungen für die „Bewegten Kids“ und das Sporthelfer-Forum abgesagt.

„Wir halten dies für richtig und wichtig“, heißt es in der Mitteilung. Ab Montag werden die städtischen Sportanlagen geschlossen. „Wir appellieren daher an alle Vereine mit Sportstätten in eigener Trägerschaft, dringend diesem Beispiel zu folgen“, heißt es weiter.

Zudem sei die Ansteckungsgefahr in kommerziellen Fitnesstudios nicht geringer als in Sportkursen der Vereine. Solche Regelungen müssten daher nicht nur für Vereine gelten.

Wachsamkeit geboten

Dass sich der Bewegungsdrang vieler Kids nicht stoppen lasse, sei ein gutes Zeichen, könne aber für Probleme sorgen, ebenso wie über Tage unbewachte Sportstätten ein beliebtes Ziel für Einbrüche und Vandalismus darstellten. Hier sei daher erhöhte Wachsamkeit geboten.

Für Leistungssportler werde es ein Riesenproblem sein, von heute auf morgen das Training einzustellen. Es müsse also für Leistungssportler auch Lösungen mit Augenmaß geben, die ihnen ermöglichen, ihr Trainingspensum sukzessive herunterzufahren, betont der Stadtsportbund.

Man dürfe nicht den Amateursport und die Profiligen in den Sportarten aus dem Blick verlieren, in denen es nicht allein um das „Big Business“ gehe. Zehn Millionen für einen Fußball-Bundesligisten seien bitter. „Aber womöglich bedeuten 10 000 Euro oder 100 000 Euro Einnahmeausfall für einen Sportverein das Aus.

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