Beratung in der Corona-Krise
IHK erwartet Ansturm auf Soforthilfe

Münster. -

Die Nothilfeprogramme von Bund und Land beschäftigen auch die IHK Nord Westfalen intensiv. Hauptgeschäftsführer Fritz Jaeckel kündigte am Mittwoch umfangreiche Hilfestellungen für die Unternehmen an,

Mittwoch, 25.03.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 18:48 Uhr
Dr. Fritz Jaeckel
Dr. Fritz Jaeckel Foto: Gunnar A. Pier

Dr. Fritz Jaeckel freut sich, dass die staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige des Landes Nordrhein-Westfalen „so bürokratiearm und unkompliziert“ zu beantragen sind. Ab Freitag stünden die Anträge für betroffene Unternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region auf den Seiten der Bezirksregierung im Internet zur Verfügung, betonte der Haupt­geschäftsführer der Indus­trie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

Jaeckel erwartet einen Ansturm der betroffenen Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. „Von denen gibt es im IHK-Bezirk rund 164 000, davon allein 158.000 mit maximal neun Beschäftigten“, betonte der IHK-Geschäftsführer. Etwa jeder zweite Betrieb sei von der Corona-Krise betroffen, so Jaeckel. Damit rechnet er mit bis zu 80 000 Anträgen. „Das wird auch einen Run auf unsere Hotline geben“, ist sich Jaeckel sicher. Unter 0251/707-111 haben sich nach der Freischaltung am vergangenen Mittwoch bereits mehr als 1500 Betroffene informiert.

Videoclips zur Erläuterung auf der Homepage

Zehn bis 15 Prozent dieser anspruchsberechtigten Firmen hätten keinen Internetanschluss, zeigte sich Jaeckel überrascht. „Hier wollen wir als IHK helfen, die Anträge online auszufüllen“, so der Hauptgeschäftsführer. Unklar sei noch, wie man diese Menschen erreiche. Für die anderen Antragsteller will die IHK auf ihrer Homepage Videoclips zur Erläuterung des Verfahrens zur Verfügung stellen.

Besonders betroffen von der Corona-Krise sind im Münsterland offenbar vor allem Solo-Selbstständige und Mini-Unternehmen aus den Bereich Beratung, Agenturen, Gastronomie und Einzelhandel. Das hätten die bisherigen Beratungskontakte der Kammer ergeben, so Jaeckel.

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