Corona-Krise
Die Pandemielage lässt neue Veranstaltungskonzepte entstehen

"Spontanität und Offenheit bei der Planung": Vieles ist zu beachten um Veranstaltungen während der Corona-Krise umzusetzen. Doch mit guten Konzepten ist einiges machbar. 

Freitag, 02.10.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 09:05 Uhr
Corona-Krise: Die Pandemielage lässt neue Veranstaltungskonzepte entstehen
Unter dem „Einquartiert“ fand das B-Side-Festival in diesem Jahr im alten Hill-Speicher statt. Eine Verteilung der Veranstaltungen über das komplette Hansaviertel war mit Corona undenkbar. Foto: acf

Es ist ein ständiger Drahtseilakt – Veranstaltungen in der Coronapandemie müssen sich immer nach dem richten, was laut der geltenden Corona-Schutzverordnung gerade machbar ist.

„Spontanität und Offenheit bei der Planung sind derzeit die wichtigsten Faktoren“, bringt es Michael Thomas , Abteilungsleiter des münsterischen Ordnungsamtes , auf den Punkt. Derzeit sei für die Weihnachtsmärkte, die in reduziertem Umfang zur Stärkung der Einzelhändler und als Perspektive für die Beschicker in der Innenstadt realisiert werden sollen, vieles in der Planung, denn der Wunsch nach Normalität bleibe auch über den Sommer hinaus erhalten.

Ein gutes Konzept macht vieles möglich

Bei gutem Wetter und unter freiem Himmel war vom Gastronomiebesuch bis zum Picknick-Konzert – mit guten Konzepten zuletzt so einiges machbar. Auch die Veranstalter des B-Side-Festivals haben ihre Programmpunkte coronakompatibel gestaltet. „Rund 70 ehrenamtliche Helfer – also fast doppelt so viele wie sonst – waren nötig, um das Festival über die Bühne zu bringen“, sagt Ben-Paul Neßeler , einer der Hauptorganisatoren. „Schon ganz früh in der Pandemie haben wir uns entschieden, dass das Festival stattfinden soll, denn besonders die Kulturschaffenden, Künstler und Musiker haben in der Pandemie kaum Möglichkeiten, sich einem Publikum zu präsentieren“, sagt Neßeler.

Das Motto des diesjährigen Festivals lautete „Einquartiert“. Mit dem Hill-Speicher am Hafen haben die Veranstalter ihren langjährigen Ort unzähliger Treffen und der Festivalplanung nun zu einem dauerhaften B-Side-Quartier gemacht. Auch die Besucher hatten in diesem Jahr erst- und letztmalig vor dem Umbau des Gebäudes die Gelegenheit, den alten Speicher von innen zu betrachten. In den kommenden zwei Jahren wird das Gebäude nun einer Umgestaltung unterzogen.

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Eine abgespeckte Version des Herbst-Sends findet vom 10. bis zum 25. Oktober auf dem Schlossplatz statt. Foto: Oliver Werner

Mit Blick auf den Herbst hat die Stadt eine abgespeckte Version des Herbst-Sends, den „Freizeitpark-Münster – Kirmesspaß am Schloss“, geplant. Rund 70 Schaustellerbetriebe werden den Platz beschicken, knapp die Hälfte des üblichen Send-Umfangs, heißt es vom Schaustellerverband.

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