Finanzierungsfrage erschwert Suche
Standort für Impfzentrum im Kreis Warendorf weiter ungeklärt

Kreis Warendorf -

Bis zum 15. Dezember muss die Standortwahl getroffen sein. Aber bislang konnten sich die Bürgermeister im Kreis Warendorf nicht einigen, in welcher Stadt das Impfzentrum entstehen soll.

Dienstag, 24.11.2020, 07:10 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 07:21 Uhr
Impfstoffe gegen Corona stehen bald zur Verfügung
Impfstoffe gegen Corona stehen bald zur Verfügung Foto: Sean Elias/PA Media/dpa

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Bis zum 15. Dezember müssen die Standorte für die Corona-Impfzentren in NRW gemeldet sein. Per Videokonferenz versuchten die Bürgermeister im Kreis Warendorf zusammen mit dem Landrat am Montag eine Lösung zu finden. Ohne Ergebnis.

Der Kreis Warendorf hatte die Bürgermeister im Vorfeld gebeten, Vorschläge für geeignete Standorte zu machen. Schon früh hatte Ahlens Rathauschef Dr. Alexander Berger deutlich gemacht, dass Ahlen besonders prädestiniert sei, um Standort für ein Impfzentrum zu werden. Schließlich gebe es in der größten Stadt des Kreises die meisten Infizierten. „Wir sehen uns nach geeignet erscheinenden Örtlichkeiten um und hinterlegen diese auch mit einem durchdachten Konzept“, machte Berger im Vorfeld der Besprechung deutlich. Konkret soll ein leerstehendes Schulgebäude im Gespräch sein.

Leerer Möbeldiscounter in Beckum als Impfzentrum?

Aber auch die Beckumer CDU meint, einen guten Standort zu haben: das leerstehende Gebäude des Möbeldiscounter „Preisrebell“ an der Zufahrt zur A2. Mehr als 10 000 Quadratmeter sollen hier zur Verfügung stehen.

Schon vor der Videokonferenz hatte Landrat Dr. Olaf Gericke betont, dass es bei der Standortsuche auch um Service gehe – also um Fragen wie: Passt die Logistik? Reichen die Lagerkapazitäten? Aber auch Finanzierungsfragen – zum Beispiel die nach der Kostenträgerschaft – scheinen nicht geklärt zu sein. Dabei sollten die Kosten eigentlich von Bund und Land geschultert werden – ohne die Kommunen zu belasten.

Freie Wähler schlagen zweiten Standort vor

Die Freien Wähler im Kreistag schlagen vor, möglichst zwei Impfzentren im Kreis zu installieren. Denn Ahlen oder Beckum seien für Bürger aus Füchtorf oder Ostbevern schwer zu erreichen. Allerdings scheint die FWG-Fraktion selbst damit zu rechnen, dass es für diesen Plan kein grünes Licht vom Land geben wird. Deswegen will sie die Kreisverwaltung prüfen lassen, ob es überhaupt eine Genehmigung für zwei Impfzentren im Kreis geben kann. Andernfalls soll die Einrichtung eines mobilen Impfzentrums verfolgt werden.

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