Triathlon-Kolumne: Der rasende Reporter
Cedric Gebhardt ist: Angefixt

Ahlen -

Wie ist es, einmal selbst einen Triathlon zu absolvieren? Unser Redakteur Cedric Gebhardt wagt den Selbstversuch. Er hat null Erfahrung, ist aber extrem motiviert. Und er ahnt, welche Schwierigkeiten auf ihn zukommen könnten.

Donnerstag, 11.01.2018, 05:01 Uhr

Der Entschluss steht, nun muss unser Redakteur Cedric Gebhardt entsprechende Taten folgen lassen. Den größten Nachholbedarf sieht er vorab beim Schwimmen.
Der Entschluss steht, nun muss unser Redakteur Cedric Gebhardt entsprechende Taten folgen lassen. Den größten Nachholbedarf sieht er vorab beim Schwimmen. Foto: Daniele Ferraro

Eins vorweg: Dies ist kein guter Vorsatz für das neue Jahr – ich meine es ernst.

Jahrelang habe ich eindeutig mehr über Sport geschrieben als Sport getrieben. Heute ist dieses Verhältnis deutlich ausgeglichener. Seit mich eine Freundin im Dezember 2016 überredet hat, mal am Nikolauslauf in Hamm teilzunehmen, bin ich angefixt.

Seit einem Jahr gehe ich regelmäßig laufen und erziele permanent Fortschritte. Das macht Spaß und Lust auf mehr. Im August habe ich dann vom Sassenberger Triathlon gelesen – und in mir begann die Idee zu arbeiten, dort selbst einmal zu starten. Seit Oktober steht der Entschluss: Ich werde es einfach mal probieren.

Sieben Monate Zeit zur Vorbereitung

Warum ausgerechnet der Triathlon in Sassenberg? Er soll sich wegen der flachen Radstrecke gut für Einsteiger eignen. Und genau das bin ich ja – ein blutiger Anfänger. Null Erfahrung – jede Menge Motivation. Gleicht sich doch aus, oder?

Genau das macht es für mich auch so reizvoll. Ich möchte ausloten, inwieweit ich meine Grenzen verschieben kann. Seit Jahresbeginn bereite ich mich nun intensiv auf den Wettkampf vor. Mir bleiben insgesamt gut sieben Monate. Am 5. August findet der Triathlon rund um den Feldmarksee statt.

Im Rahmen seiner Kolumne „Der rasende Reporter“ wird Cedric Gebhardt in den nächsten Wochen immer wieder über seine Vorbereitung auf seinen ersten Triathlon berichten.

Im Rahmen seiner Kolumne „Der rasende Reporter“ wird Cedric Gebhardt in den nächsten Wochen immer wieder über seine Vorbereitung auf seinen ersten Triathlon berichten. Foto: Lisa Stetzkamp

Ich wage mich an die Volksdistanz – das ist die unterste Stufe beim Triathlon. Zu bewältigen sind 700 Meter Schwimmen, 23 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen in genau dieser Reihenfolge.

Das Laufen? Sollte ich hinkriegen. Meine persönliche Fünf-Kilometer-Bestzeit datiert vom Ahlener Wintercitylauf kurz vor Weihnachten und liegt bei 23:35 Minuten. Jetzt möchte ich bei Volksläufen verstärkt die doppelte Strecke unter die Hufe nehmen. Das sollte mir zusätzliche Wettkampfhärte geben.

Das Seepferdchen – bei mir ein Kandidat für den Friedhof

Das Radfahren? Müsste schon irgendwie zu schaffen sein. Ich meine, ein bisschen in die Pedale treten, das kriegt doch jeder hin. Vermutlich selbst ich. Oder?

Aber das Schwimmen? Oha. Ich ahne Schlimmes. Gäbe es nur Schwimmer mit meinen Fähigkeiten, das Seepferdchen wäre längst fester Bestandteil in einem Museum für ausgestorbene Meerestiere. Im Schwimmen war ich immer schon mies, auch wenn ich es gerne mache. Aber anders als beim Laufen habe ich hier bislang überhaupt keinen Ehrgeiz entwickelt.

Zum Autor

Cedric Gebhardt, Jahrgang 1985, ist Sportredakteur unserer Zeitung – und heiß auf seinen ersten Triathlon. In seiner Kolumne „Der rasende Reporter“ berichtet er künftig in loser Folge von seiner Vorbereitung auf den Wettkampf mit all seinen Herausforderungen.

...

Nun, da muss ich nun wohl oder übel hinkommen. In einem ersten Schritt habe ich also Kontakt zum ASC Ahlen geknüpft. Denn dessen Mitglieder beschäftigen sich in erster Linie mit dem Triathlon und bereiten sich entsprechend gewissenhaft vor. Von ihnen erhoffe ich mir beim Training im Becken wertvolle Tipps.

Die Schwimmflügel werde ich aber zu Hause lassen. So viel traue ich mir dann doch noch zu.

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