Vorsitzender der Bischofskonferenz
Reinhard Marx ist neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz

Münster -

Kardinal Reinhard Marx wird Nachfolger von Robert Zollitsch an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz. Das haben die stimmberechtigten Bischöfe heute in Münster entschieden. In einem ersten Statement sprach Marx von dem Bedarf nach einer "starken Stimme der Kirche".

Mittwoch, 12.03.2014, 11:03 Uhr

Marx und Zollitsch
Kardinal Reinhard Marx (r.) tritt die Nachfolge von Robert Zollitsch (l.) an. Foto: Jürgen Peperhowe

Die deutsche Bischofskonferenz hat einen neuen Vorsitzenden. Nachfolger des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch an der Spitze der deutschen Bischöfe wird der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx . Der 60 Jahre alte Kardinal wurde am Mittwoch während der Frühjahrsvollversammlung in Münster im fünften Wahlgang gewählt. Marx stammt gebürtig aus Geseke im Kreis Soest.

Der neue Vorsitzende warb in seinem ersten Statement dafür, "die sichtbare katholische Kirche " zu einer Stimme zu machen, die gehört werde. "Wir haben etwas Wichtiges zu sagen." Gerade in einer pluralen Gesellschaft sei "eine starke Stimme der Kirche" vonnöten.

Bischöfe wählen Reinhard Marx zu ihrem Vorsitzenden

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Marx, der das Amt des Vorsitzenden für sechs Jahre inne hat, dankte seinem Vorgänger Zollitsch für dessen "nüchterne Hoffnung, man könnt auch westfälisch sagen, dass er sich nicht hat unterkriegen lassen".

In seinem neuen Amt sei er nicht "der Papst von Deutschland", sondern der Sprecher der deutschen Bischöfe, und jemand, von dem Impulse ausgehen sollen. Dazu gehört für ihn auch, das Verhältnis von Ortskirche und Rom neu zu definieren. Die von Papst Franziskus angestoßene Initiative, die Bistümer in ihrer Entscheidungsbefugnis zu stärken, sei auch sein Wunsch, sagte Marx. 

Hintergrund zur Wahl:

Die Bischofskonferenz ist das Führungsgremium der katholischen Kirche in Deutschland. Sie ist unter anderem für übergreifende Fragen der Seelsorge und internationale Kontakte zuständig. Die Mitglieder treffen sich in der Regel zweimal im Jahr. Ihrem Vorsitzenden kommt eine herausgehobene Rolle zu.  

Er hat zwar gegenüber seinen Kollegen keine Weisungsbefugnis, agiert aber als eine Art Sprecher und äußert sich zu wichtigen kirchen- oder tagespolitischen Fragen. Er muss auch zwischen nicht selten widerstreitenden Interessen der Bischöfe vermitteln.

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