XP-Ende beschert Händlern Arbeit
Zeit ist reif für den Wechsel

Reckenfeld -

Keine Updates mehr, kein Support durch Microsoft. Das Ende des Betriebssystems XP beschert den örtlichen Computerhändlern viel Arbeit, wie eine Nachfrage in Reckenfeld ergab.

Mittwoch, 09.04.2014, 06:04 Uhr

Wer heute den PC oder das Laptop einschaltet, um seine Mails zu checken oder ein ausgelesenes Buch bei E-bay zu verticken, sollte kurz in sich gehen. Oder noch besser: sich das Innenleben seines Computer genauer anschauen. Sorgt da etwa noch ein Betriebssystem namens Windows XP für einen störungsfreien Ablauf ohne unerwartete Abstürze?

„Dann wird es höchste Zeit zu wechseln“, sagt Egor Wiens . Denn Hersteller Microsoft hat den Support für Windows XP am gestrigen 8. April eingestellt, was Hackern Tür und Tor öffnet. Wiens ist Mitarbeiter bei der „S & B Computer GmbH“, die auch in Reckenfeld ein Geschäftslokal hat. Seinem Rat sind offenbar viele PC-Besitzer gefolgt. „Wir haben auf jeden Fall mehr zu tun“, sagt Wiens. Was bedeutet, dass Kunden mit etwas längeren Wartezeiten rechnen müssen, zumindest dann, wenn sie sich nicht nur einen neuen Rechner gönnen, sondern den damit verbundenen Datentransfer lieber den Profis überlassen wollen.

Wer den Wechsel will, hat zwei Möglichkeiten. „Steht zu Hause noch ein ziemlich alter Rechner, sollte man ihn durch einen neuen ersetzen“, sagt Wiens. Ansonsten könne man das neue Betriebssystem auf den vorhandenen Rechner aufspielen . Das neue Betriebssystem ist dabei meist nicht das Neueste. „Wir empfehlen eher Windows 7“, sagt Wiens. Das hat zwar schon einen Nachfolger in Form von Windows 8 gefunden, aber: „Windows 8 hat noch ein paar Macken. Außerdem ist die Benutzeroberfläche doch etwas gewöhnungsbedürftig“, sagt Wiens. Lösungen wie Linux seien eher etwas für erfahrene PC- Nutzer. Vor allem Privatkunden und kleine Firmen gehören zu den Kunden des Betriebs, der seinen Hauptsitz in Steinfurt hat.

Was soll der machen, der immer noch seinen Rechner unter XP laufen lässt? „Auf keinen Fall ins Netz gehen“, sagt Wiens. Hacker würden nur darauf warten, in die sich auftuenden Sicherheitslücken zu stoßen.

Der nächste Kundenboom ist übrigens bereits vorprogrammiert. Im Jahr 2020 ist es soweit. Dann endet der Support für Windows 7 .

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