Launige Weltretter-Webseite
Der etwas andere Spendenaufruf

Wer würde das nicht gerne - einfach mal die Welt retten. Und warum sollte das in der heutigen digitalisierten Welt nicht mit einem einfachen Mausklick funktionieren? Das zumindest stellt die launige Internetseite clickheretosavetheworld.com  in Aussicht. Doch dann kommt natürlich alles ganz anders.

Mittwoch, 25.11.2015, 19:11 Uhr

Die Macher der Webseite sind zwei Studenten der "Hyper Island school of digital arts" in Stockholm, Schweden.
Die Macher der Webseite sind zwei Studenten der "Hyper Island school of digital arts" in Stockholm, Schweden. Foto: cklickheretosavetheworld.com

Wer etwas Geduld mitbringt und weiter klickt, muss sich zunächst mit dem virtuellen Ich der Webseite herumschlagen. Immer wieder wird man dazu aufgefordert, die Webseite doch endlich zu verlassen.

theaddressbar
Foto: Screenshot clickheretosavetheworld.com

Je öfter man klickt, desto dreister - aber auch ironischer - ist der Ton, der dabei angeschlagen wird. Nach zahllosen Klicks rückt die Webseite dann endlich mit der Wahrheit heraus - man hat die Welt gar nicht gerettet. Alles noch genauso schlimm wie vorher! Doch damit ist der Klick-Marathon noch lange nicht vorbei...

alles lüge
Foto: Screenshot clickheretosavetheworld.com

Nur wer ausgesprochen viel Geduld und auch ein bisschen Zeit übrig hat kommt schließlich dem Geheimnis auf die Spur, was es mit der wunderlichen Webseite überhaupt auf sich hat. Denn erst ganz zum Schluss wird man gefragt, ob man auch wirklich wirklich bereit ist zu helfen - und wird anschließend auf die Internetseite des UNHCR geleitet, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen.

Entwickelt wurde die Webseite von zwei Studenten aus Schweden. Sie wollen mit der Internetseite auf die Flüchtlingsproblematik aufmerksam machen.  "Wir sind auf die Idee gekommen, nachdem wir darüber diskutiert haben, wie klassische Spendenaufrufe aufgebaut sind", sagte Paul Botwid, einer der Macher von clickheretosavetheworld.com. "Die konzentrieren sich meist darauf, mit Emotionen zu spielen. Doch leider stumpft man da schnell ab."

Deshalb wolle ihre Webseite die Leser dazu bringen, selbstkritischer zu sein. "Im Endeffekt haben wir etwas geschaffen, das wir uns selbst zu Herzen nehmen würden", fügt er hinzu.

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