Gefährlicher Trend
Polizei warnt vor "Kiki-Challenge"

Tausende Internet-Nutzer springen zurzeit aus einem fahrenden Auto - um zu tanzen. Mittlerweile warnt die Polizei in mehreren Ländern vor der sogenannten Kiki-Challenge.

Mittwoch, 01.08.2018, 08:15 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 31.07.2018, 16:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 01.08.2018, 08:15 Uhr
Gefährlicher Trend: Polizei warnt vor "Kiki-Challenge"
Symbolbild Foto: Colourbox

Über 138.000 Beiträge finden sich unter dem Hashtag #KikiChallenge auf Instagram. Die Nummer vervierfacht sich, sobald man unter dem zweiten Titel  #InMyFeelingsChallenge sucht. Hierbei handelt es sich um eine Herausforderung, die sich vor allem unter den jüngeren Nutzern der Social Media-Plattformen schnell verbreitet.

Tanz neben fahrendem Auto

Alle Videos gleichen sich: Jemand fährt in einem Auto, im Hintergrund spielt das Lied "In My Feelings" vom kanadischen Rapper Drake. Plötzlich öffnet der Gefilmte die Tür und verlässt das Fahrzeug während es noch rollt und beginnt zu tanzen.

Auf Instagram, Twitter und Facebook wächst die Anzahl solcher Filme. 

Original ohne Fahrzeug

Gründer der Challenge ist der Komiker Shiggy, weshalb Beiträge teils auch mit dem Zusatz #ShiggyChallenge oder #DoTheShiggy versehen werden. Das Orginial wurde inzwischen über 6 Millionen Mal aufgerufen.

Kurioserweise war hierbei noch kein Auto involviert - der New Yorker tanzte lediglich neben einer befahrenen Straße.

Auch andere Prominente beteiligten sich an der viralen Tanz-Aktion. Der aufwendigste Beitrag ist hierbei wohl ein Post von Schauspieler und Rapper Will Smith , der während eines Aufenthalts in Budapest seine Variante auf einer Brücke aufnahm. Das Video selbst wurde bereits über 18 Millionen Mal aufgerufen, in der Beschreibung warnt Smith: "Seid schlau, versucht das unter keinen Umständen."

Trend birgt Gefahren

Doch oft läuft so einiges schief. Manche stoßen gegen Laternenpfosten, fallen zu Boden oder werden sogar angefahren. Ein anderes Video zeigt, wie einer tanzenden Frau die Handtasche vermeintlich entwendet wird. 

In mehreren Ländern hat die Polizei nun vor der Teilnahme an der Herausforderung gewarnt. "Alles andere als harmlos" schreibt die Polizei Osnabrück auf Twitter und fügt dem noch ein warnendes Video hinzu. 

Im Anschluss folgen Anweisungen zum sicheren Verhalten hinter dem Steuer mit dem Hinweis, dass es etwa 32.000 Verkehrsunfälle im Jahr 2017 gegeben hat. Durch die Beteiligung an dem neuen Internet-Trend wäre nicht nur die eigene Sicherheit gefährdet, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer.

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