Held der Steine vs. Lego
Lego nimmt diesem Youtuber die Bauklötze weg

Lego Deutschland ist aktuell bei vielen Menschen in Ungnade gefallen. Nachdem das Unternehmen einem populären Youtuber mit rechtlichen Schritten drohte, handelte es sich einen Shitstorm ein - und alles nur wegen ein paar Noppen.

Dienstag, 22.01.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 20:09 Uhr
Screenshot: Youtube
Foto: Screenshot Youtube Kanal: Held der Steine

Thomas Panke ist passionierter Lego-Fan. Der 38-Jährige hat sein Hobby zum Beruf gemacht und betreibt seit 2012 einen kleinen Lego-Laden namens „Held der Steine“ in Frankfurt. Seine Begeisterung für die Produkte ging so weit, dass er zwei Jahre später noch einen gleichnamigen Youtube-Kanal eröffnete, wo ihm bis heute (Stand 22.01.2019) mehr als 170.000 Menschen folgen. Hier erklärt der Einzelhändler in seinen Videos die verschiedenen Bausätze und rezensiert diese auf eine unterhaltsame, aber häufig auch sehr kritische Art und Weise.  

Der Stein des Anstoßes  

Doch damit scheint es erst einmal vorbei zu sein. In seinem neusten Video verkündet er das Ende des Lego-Ladens in seiner bisherigen Form:

Darin teilt er seinen Zuschauern mit, Post von einer Anwaltskanzlei im Auftrag der Lego-Gruppe erhalten zu haben. In ihrem Schreiben fordert diese die Löschung des „Held der Steine“-Logos, da eine Verwechslungsgefahr mit der originalen Lego-Marke bestünde. Das strittige Logo besteht aus dem Schriftzug „Held der Steine“, gestreckt über einen blauen, quadratischen Bauklotz mit den für Lego typischen Noppen auf der Oberseite. Eine Verwechslungsgefahr scheint deswegen für viele Fans des Kanals völlig abwegig.

Erste Kontaktaufnahme seit Eröffnung

Das Vorgehen Legos führte bei Panke und seinen Fans gleichermaßen zu Verwunderung und Ärger. Besonders die Art der Kommunikation stößt bei ihm auf Unverständnis. Im Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte er: „Seit inzwischen sechs Jahren betreibe ich das Lego-Fachgeschäft „Held der Steine“, seit 2014 auch einen gleichnamigen YouTube-Kanal. Und in all der Zeit hat sich Lego noch nicht ein einziges Mal um Kontakt zu mir bemüht.“ Seine Reaktion könnte klarer nicht sein: Den Youtube-Kanal ziert fortan ein Erdmännchen mit Superheldenumhang als Logo und in Zukunft wird der „Held der Steine“ sich nicht mehr auf Lego-Produkte beschränken, sondern auch „Klemmbaustein“-Produkte von anderen Herstellern präsentieren. Außerdem habe er sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Lego einseitig abgebrochen. 

Lego hat das Nachsehen

Dabei findet er in den sozialen Netzwerken breite Unterstützung. In der Kommentarspalte häufen sich seit dem Upload des Videos am Sonntag Sympathiebekundungen und viele Stimmen, die den Spielzeughersteller scharf kritisieren. Bereits am Montag hatte sich dann ein veritabler „Shitstorm“ am Online-Horizont zusammengebraut. Auf der Facebook-Seite von Lego Deutschland, wo für gewöhnlich einige Dutzend Kommentare pro Beitrag hinterlassen werden, machten hunderte Nutzer ihrem Ärger Luft:

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