Social-Media-Studie
Viele Frauen bedienen typische Klischees

Berlin -

Die Stiftung MaLisa hat eine Studie veröffentlicht, in der sie die Quote von Frauen auf Social-Media-Plattformen untersuchte. Dabei kam nicht nur heraus, dass sich Frauen nur halb so oft wie Männer präsentieren, sondern auch, dass sie oft Klischees der Fünfzigerjahre bedienen. 

Montag, 04.02.2019, 16:17 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 21:11 Uhr
Bianca „Bibi“ Claßen betreibt seit Ende 2012 den YouTube-Kanal BibisBeautyPalace, auf dem sie Videos mit den Themen Mode, Kosmetik, Lifestyle und Popkultur für eine junge Zielgruppe veröffentlicht. Der Kanal gehört zu den meistabonnierten deutschsprachigen YouTube-Kanälen.
Bianca „Bibi“ Claßen betreibt seit Ende 2012 den YouTube-Kanal BibisBeautyPalace, auf dem sie Videos mit den Themen Mode, Kosmetik, Lifestyle und Popkultur für eine junge Zielgruppe veröffentlicht. Der Kanal gehört zu den meistabonnierten deutschsprachigen YouTube-Kanälen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Laut einer Studie der Stiftung MaLisa  sind Frauen auf den gängigen Social-Media-Plattformen unterrepräsentiert. Das Verhältnis von weiblichen und männlichen Online-Stars liege gerade mal bei 1:2. Außerdem sollen die Geschlechterdarstellungen auf veralteten Stereotypen basieren. Vor allem weibliche Nutzer zeigen sich eher im Zusammenhang mit Themen wie Kosmetik, Kochen und Backen, Handarbeit und Familie. Männer hätten ein weitaus breiteres Spektrum zu bieten, hauptsächlich ginge es aber um Entertainment, Games, Sport und Film. Und auch Comedy und Politik wird hier bedient, was von weiblichen Bloggerinnen fast schon gemieden wird, so scheint es. 

Frauen werden mehrheitlich sexy und passiv inszeniert; vor allem Frauen, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, seien erfolgreicher. Sie beschäftigen sich meist mit Themen wie Beauty, Food und Fashion. Laut MaLisa haben die Studienteilnehmerinnen auf Barrieren hingewiesen, die den Weg, den gängigen Klischees zu entkommen und neue Themenfelder zu erschließen, äußert beschwerlich gestalten. So seien die Inhaberinnen der Plattformen auf bösartige Kommentare gestoßen, sobald sie nicht der erwartetet Norm entsprachen. 

 „Die Studienergebnisse haben uns vor eine Reihe von Fragen gestellt, auf die wir als Feministinnen zunächst keine Antwort haben", erklärt Lisa Furtwängler, Vorstandsmitglied der Stiftung. "Warum sind die erfolgreichen Akteur/innen in den neuen sozialen Medien, ausgerechnet die mit den rückwärtsgewandt erscheinenden Geschlechterrollen und wie können wir eine größere Vielfalt sichtbar machen? Dieses Thema geht uns alle an und darüber müssen wir diskutieren.“

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