Online-Kondolenzbuch für Rudi Assauer
„Glück auf zur letzten Seilfahrt”

Gelsenkirchen -

Der FC Schalke 04 will sich laut Sportvorstand Christian Heidel „würdig“ von Rudi Assauer verabschieden. Während an den Details der Trauerfeier noch gefeilt wird, nehmen unzählige Schalker im Online-Kondolenzbuch des Vereins Abschied von dem langjährigen Manager.

Freitag, 08.02.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 17:12 Uhr
Online-Kondolenzbuch für Rudi Assauer: „Glück auf zur letzten Seilfahrt”
An der Tausend-Freunde-Mauer vor der Veltins Arena in Gelsenkirchen wird um Rudi Assauer getrauert. Foto: dpa

„Es ist klar, dass Schalke einen Weg finden wird, das Lebenswerk von Rudi Assauer zu würdigen. Es ist aber derzeit noch nicht der Moment, über solche Ideen öffentlich zu reden“, sagte Heidel am Freitag in Gelsenkirchen. Zurzeit gibt es Gespräche mit der Familie des am Mittwoch im Alter von 74 Jahren verstorbenen Assauer, der jahrelang an Alzheimer litt.

Die Beisetzung wird nur im engsten Familienkreis stattfinden. Nach dpa-Informationen plant der Fußball-Bundesligist eine Trauerfeier in der Veltins-Arena, deren Bau Assauer maßgeblich vorangetrieben hatte. So erhalten Fans, Freunde und Wegbegleiter die Möglichkeit, sich von dem Ex-Manager zu verabschieden. Von diesem Samstag an bis einschließlich 15. Februar liegt zudem im Eingang des „LaOla-Clubs“ in der Arena ein Kondolenzbuch aus. Auch in einem Online-Kondolenzbuch auf der Club-Homepage können die Anhänger Assauer „virtuell die letzte Ehre erweisen“.

Rudi Assauer - Rückblick auf eine Karriere im Fußballsport

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  • Rudi Assauer, damaliger Manager des FC Schalke 04, macht 1997 Dehn- und Streckübungen im Kreise seiner Mannschaft im Training.

    Foto: Achim Scheidemann
  • Der damalige Schalke-Manager Rudi Assauer steht 2003 auf dem Dach des hohen Gelsenwasser-Gebäudes, das gegenüber der Schalke-Arena steht.

    Foto: Bernd Thissen
  • Vor der Geschäftsstelle des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 posieren 1996 der damalige Manager Rudi Assauer (r.) und der ehemalige Trainer Huub Stevens mit Ball und Schalke-Wimpel.

    Foto: Franz-Peter Tschauner
  • Der damalige Schalke-Manager Rudi Assauer (l.) und der Ex-Trainer Huub Stevens stecken 2001 vor einem Spiel die Köpfe zusammen. Zusammen feierten sie große sportliche Erfolge.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Sein Markenzeichen: Rudi Assauer raucht im Stadion eine Zigarre.

    Foto: Achim Scheidemann
  • 119 Bundesligaspiele bestritt Assauer als Abwehrspieler für Borussia Dortmund, von 1970 bis 1976 kamen 188 für Werder Bremen hinzu, ehe er mit 32 Jahren seine aktive Laufbahn beendete. Der damalige Werder-Chef Franz Böhmert machte ihn zum jüngsten Bundesliga-Manager.

    Foto: Peter Kneffel
  • Am Tag nach dem Gewinn des UEFA-Cups 1997 hält der damalige Schalke-Manager Rudi Assauer (r.) im Gelsenkirchener Parkstadion, neben dem damaligen Trainer Huub Stevens sitzend, vor begeistertem Publikum den Pokal.

    Foto: Bernd Thissen
  • Die damaligen Schalker Spieler Marco van Hoogdalem (v.l.), Sven Vermant, Manager Rudi Assauer mit dem DFB-Pokal in Händen und Kapitän Tomasz Waldorf jubeln 2002 nach dem 4:2-Sieg im Pokal gegen Bayer 04 Leverkusen in Berlin.

    Foto: Roland Weihrauch
  • Ein Lieblingspaar der Medien: Rudi Assauer im Jahr 2005 mit seiner damaligen Lebensgefährtin Simone Thomalla, die für eine Werbeaktion einen Bierkasten trägt.

    Foto: Horst Ossinger
  • Fußball-Kultur: Rudi Assauer hält 2004 im Musiktheater im Revier das Logo des Musicals "Null Vier - Keiner kommt an Gott vorbei".

    Foto: Franz-Peter Tschauner
  • Mit einem Plakat zeigen die Schalker Fans ihre Sympathien für den früheren Schalke-Manager Rudi Assauer nach dessen Abschied auf Schalke.

    Foto: Franz-Peter Tschauner
  • Ende Januar 2012 wurde bekannt, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt war.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Das Foto teigt Assauer im Jahr 2014.

    Foto: Caroline Seidel

Bereits viele trauernde Fans haben in dem Online-Kondolenzbuch von Rudi Assauer Abschied genommen. Viele möchten sich noch ein letztes Mal für seinen Einsatz bei Schalke bedanken. Einer der vielen Einträge lautet: „Wir werden Dich immer in unseren Herzen tragen. Du hast aus Schalke, zu dem geilsten Club der Welt gemacht. Ein letztes Glück Auf! Ruhe in Frieden Rudi.“

Viele Fans schreiben ohne Rudi Assauer wäre Schalke nicht der Verein, welcher er heute ist. Sie hoffen, dass er auch nach seinem Tod weiterhin auf Schalke aufpassen wird. So heißt es etwa: „Ruhe in Frieden, Rudi und pass von oben auf unser Schalke auf. Du wirst nie vergessen werden. Legenden sterben nie!“

Auch kurze persönliche Geschichten, die die Fans mit Rudi Assauer verbinden, finden sich in den zahreichen Kodolenzeinträgen. Ein Schalke-Fan schreibt: „Rudi, als kleiner Junge stand ich bei einem Fußballturnier neben dir und habe zu dir hoch geschaut! Nun bin ich erwachsen und schaue wieder zu dir hoch! Ich danke dir für all die tollen Momente. Du bist Schalke!“

Die Fans spielen häufig auf die Herkunft des Fußballvereins an - Gelsenkirchen im Ruhrgebiet. So finden sich in zahlreichen Einträgen der Bergmannsgruß „Glück auf!“ oder auch weitere Floskeln aus der Arbeit im Bergwerk wieder. So lautet einer der Einträge: „Glück auf zur letzten Seilfahrt!“

Den Tod des Schalke Managers können viele immer noch nicht fassen. Am liebsten wäre es einigen, dass sie ihn wieder zurückholen könnten. „Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerung zu Stufen würden, dann würden wir hinaufsteigen und dich zurückholen. Glück auf, Rudi.“

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