Innovation oder purer Luxus?
Smartphones zum Falten

Beim alljährlichen, hauseigenen "Samsung Unpacked"-Event hat der Technologiekonzern Samsung mit mehreren Ankündigungen für Aufregung gesorgt. Der südkoreanische Smartphone-Hersteller präsentierte seine neueste Errungenschaft: Ein faltbares Smartphone, das gleichzeitig auch als Tablet funktioniert. Die "Galaxy S"-Reihe wird ebenfalls mit drei neuen Modellen fortgesetzt.

Donnerstag, 21.02.2019, 14:18 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 16:55 Uhr
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  • Samsung bringt Anfang Mai ein Smartphone auf den Markt, das sich zu einem Tablet auffalten lässt. Das neue Samsung Galaxy Fold soll zum Preis von 2000 Euro in den Handel kommen. Mit der neuen Technologie testen die Südkoreaner aus, wie teuer ein Smartphone sein darf.

    Foto: samsung
  • Wenn man das Smartphone aufklappt, faltet sich ein 7,3 Zoll großes Tablet-Display aus.

    Foto: samsung
  • Samsung wirbt damit, dass man innerhalb einer App nahtlos zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Öffnet man etwa auf dem kleinen Display die Google-Karten, sieht man beim Aufklappen dieselbe Stelle - aber in einem größeren Ausschnitt und mit mehr Daten.

    Foto: samsung
  • Das Falt-Smartphone hat einen für heutige Verhältnisse eher kleinen Bildschirm mit einer Diagonale von 4,6 Zoll auf der Frontseite. 

    Foto: samsung
  • Dong-Jin Koh, Chef von Samsungs Mobilfunksparte, präsentiert das neue Galaxy Fold Smartphone während einer Veranstaltung.

    Foto: dpa
  • Während das Galaxy Fold zunächst ein Exot bleiben könnte, kommen ebenfalls im März drei Modelle der neuen Galaxy-S10-Reihe in den Handel.

    Foto: dpa
  • Neu am Galaxy S10 ist unter anderem ein direkt im Bildschirm integrierter Fingerabdruck-Scanner mit Ultraschall-Technik. Die Kamera im Bildschirm nimmt nur noch einen kreisrunden Ausschnitt in der rechten oberen Ecke ein. Somit füllt das Display fast die gesamte Fläche aus. Auf der Rückseite wurde als dritte Kamera ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv hinzugefügt.

    Foto: dpa
  • Zeitgleich wurde auch die Galaxy Watch Active vorgestellt. Sie soll unter anderem mehr Trainingsarten erkennen können und auch den Blutdruck messen, sobald diese Funktion in Deutschland freigeschaltet wird.

    Foto: dpa
  • Zudem kommen die neuen Samsung Galaxy Buds auf den Markt. Die Ohrhörer können, genauso wie die neue Galyxy Watch mit allen S10 Handys kontaktlos aufgeladen werden. Dazu muss man sie auf die Rückseite des Smartphones platzieren.

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  • Mit seiner S-Reihe tritt Samsung im oberen Segment des Smartphone-Marktes gegen die iPhones von Apple an. Die beiden Anbieter liefern sich traditionell einen Wettstreit um innovative Funktionen. So dürfte zum Beispiel auch die nächste iPhone-Generation eine weitere Kamera bekommen und andere Geräte drahtlos aufladen können.

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Es ist beinahe zu einer Art sportlichem Wettkampf zwischen den Riesen der Smartphone-Industrie geworden: Jedes Jahr versuchen sich die großen Hersteller gegenseitig zu übertrumpfen und ihre neuen Produkte so dramatisch und öffentlichkeitswirksam wie möglich zu präsentieren. Und auch dieses Jahr übt Samsung sich nicht in Bescheidenheit. Als erster Anbieter wird der Konzern ein Smartphone mit faltbarem Display verkaufen.

Smartphone und Tablet kombiniert

Das "Samsung Galaxy Fold" hat im zusammengefalteten Zustand mit einem 4,6-Zoll Bildschirm ein ähnliches Format wie gewöhnliche Smartphones. Faltet man das Gerät allerdings auf, so bietet sich dem Nutzer eine Bildschirmdiagonale von 7,3 Zoll. Möglich macht das eine neuartige Technik bei der Herstellung des Bildschirms, der ca. 50% dünner und mit einem eigens dafür entwickelten Kunststoff beschichtet ist. Damit wird Samsung zum Vorreiter einer Weiterentwicklung auf dem Smartphone Markt.

Samsung stellt neue Produkte vor

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  • Samsung bringt Anfang Mai ein Smartphone auf den Markt, das sich zu einem Tablet auffalten lässt. Das neue Samsung Galaxy Fold soll zum Preis von 2000 Euro in den Handel kommen. Mit der neuen Technologie testen die Südkoreaner aus, wie teuer ein Smartphone sein darf.

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  • Wenn man das Smartphone aufklappt, faltet sich ein 7,3 Zoll großes Tablet-Display aus.

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  • Samsung wirbt damit, dass man innerhalb einer App nahtlos zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Öffnet man etwa auf dem kleinen Display die Google-Karten, sieht man beim Aufklappen dieselbe Stelle - aber in einem größeren Ausschnitt und mit mehr Daten.

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  • Das Falt-Smartphone hat einen für heutige Verhältnisse eher kleinen Bildschirm mit einer Diagonale von 4,6 Zoll auf der Frontseite. 

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  • Dong-Jin Koh, Chef von Samsungs Mobilfunksparte, präsentiert das neue Galaxy Fold Smartphone während einer Veranstaltung.

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  • Während das Galaxy Fold zunächst ein Exot bleiben könnte, kommen ebenfalls im März drei Modelle der neuen Galaxy-S10-Reihe in den Handel.

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  • Neu am Galaxy S10 ist unter anderem ein direkt im Bildschirm integrierter Fingerabdruck-Scanner mit Ultraschall-Technik. Die Kamera im Bildschirm nimmt nur noch einen kreisrunden Ausschnitt in der rechten oberen Ecke ein. Somit füllt das Display fast die gesamte Fläche aus. Auf der Rückseite wurde als dritte Kamera ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv hinzugefügt.

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  • Zeitgleich wurde auch die Galaxy Watch Active vorgestellt. Sie soll unter anderem mehr Trainingsarten erkennen können und auch den Blutdruck messen, sobald diese Funktion in Deutschland freigeschaltet wird.

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  • Zudem kommen die neuen Samsung Galaxy Buds auf den Markt. Die Ohrhörer können, genauso wie die neue Galyxy Watch mit allen S10 Handys kontaktlos aufgeladen werden. Dazu muss man sie auf die Rückseite des Smartphones platzieren.

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  • Mit seiner S-Reihe tritt Samsung im oberen Segment des Smartphone-Marktes gegen die iPhones von Apple an. Die beiden Anbieter liefern sich traditionell einen Wettstreit um innovative Funktionen. So dürfte zum Beispiel auch die nächste iPhone-Generation eine weitere Kamera bekommen und andere Geräte drahtlos aufladen können.

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Das teuerste Smartphone auf dem Markt

Und lässt sich diese Innovation teuer bezahlen: Ab 2000€ wird das "Galaxy Fold" im Mai zu kaufen sein. Damit positioniert sich Samsung in einer sehr hohen Preiskategorie. Im Jahr zuvor war Apple für die Bepreisung seiner "Iphone X"-Reihe in die Kritik geraten. Diese waren bei Veröffentlichung mit ca. 1000€ Grundpreis die bis dahin teuersten Smartphones im Handel. Es bleibt also abzuwarten, wie schnell andere Hersteller mit faltbaren Varianten ihrer Smartphones nachrücken, und was diese im Endeffekt kosten werden.

Faltbare Smartphone liegen im Trend

Ende Februar ist auf dem "Mobile World Congress" in Barcelona mit weiteren Smartphone-Neuheiten zu rechnen. Laut Informationen des wired-Magazin werden dabei mehrere Smartphone-Hersteller eigene Designs eines faltbaren Smartphones vorstellen. Mit dabei sind vor allem chinesische Telekommunikationsanbieter: Huawei hat bereits einige Markennamen wie "Huawei Mate Flex" eintragen lassen, was auf eine entsprechende Produktveröffentlichung schließen lässt. Darüber hinaus werden bei dem chinesischen Hersteller "Xiamoi" und "ZTE" ähnliche Pläne vermutet.

Alle außer Apple machen mit

Wenn es um überteuerte Smartphones geht, fällt der Name Apple in der Regel schnell. Doch Beobachter sind sich einig , dass von Apple kein entsprechender Release in diesem oder nächstem Jahr zu erwarten ist. Stattdessen scheinen die Californier um den Apple-Chef Tim Cook erst einmal abwarten zu wollen, wie die neue Technik im Markt ankommt - Möglicherweise um erst dann auf den Zug aufzuspringen, wenn erste Hürden überwunden wurden und vor allem die Herstellungskosten der Display-Technologie weiter gesunken sind.

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