Netz-Reaktionen zur Aktion
Fahrradhelm-Kampagne mit Kandidatinnen von "Germany’s next Topmodel"

Dessous und Fahrradhelme passt das zusammen? Die neue Helm-Kampagne des Bundesverkehrsministerium stößt auf Entsetzen, Ablehnung und Belustigung.

Freitag, 22.03.2019, 21:06 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 21:08 Uhr
Netz-Reaktionen zur Aktion: Fahrradhelm-Kampagne mit Kandidatinnen von "Germany’s next Topmodel"
"Sieht aus wie Scheiße. Aber rettet mein Leben" Foto: runtervomgas.de

Plottwist: Das Fotoshooting mit dem weltberühmten Fotograf "Rankin", das am Donnerstagabend in der aktuellen Folge von "Germany’s next Topmodel" (GNTM) zu sehen war, war eigentlich ein Casting. Mal wieder für einen großen Job. Unerwarteter Auftraggeber war das Bundesverkehrsministerium . Das Ergebnis ist am Freitag überall im Netz zu sehen: die 18-jährige Alicija räkelt sich nur mit Unterwäsche und Fahrradhelm bekleidet auf einem Bett.

Nur acht Prozent der jungen Erwachsenen tragen Helm

Die GNTM-Kandidatin ist eines der Gesichter der Kampagne, die vor allem junge Erwachsene dazu bringen soll, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen. „Viele junge Menschen verzichten aus ästhetischen Gründen auf einen Helm beim Fahrradfahren“, schreibt das Bundesverkehrsministerium auf Twitter. Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigen, dass lediglich acht Prozent der Radfahrer zwischen 17 und 30 Jahren einen Helm tragen. In allen beobachteten Altersgruppen sei dies die geringste Quote gewesen.

Safe und Sexy: Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministers

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  • "Sieht aus wie Scheiße. Aber rettet mein Leben" - Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums.

    Foto: runtervomgas.de
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    Foto: runtervomgas.de
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    Foto: runtervomgas.de
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    Foto: runtervomgas.de
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    Foto: runtervomgas.de
  • "Sieht aus wie Scheiße. Aber rettet mein Leben" - Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums.

    Im Bild: "Germanys next Topmodel" Kandidatin Alicija.

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  • "Sieht aus wie Scheiße. Aber rettet mein Leben" - Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums.

    Im Bild: "Germanys next Topmodel" Kandidatin Alicija.

    Foto: runtervomgas.de
  • "Sieht aus wie Scheiße. Aber rettet mein Leben" - Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums.

    Im Bild: "Germanys next Topmodel" Kandidatin Alicija.

    Foto: runtervomgas.de

Da das Publikum jünger ist, lässt der Bundesminister Andreas Scheuer auch mal das „übliche Behördendeutsch“ beiseite. „Looks like shit. But saves my life“ - so lautet der Slogan der Kampagne. „Helme retten Leben“ - das ist die Nachricht, die Scheuer verbreiten möchte.

Sexistische "Helmpropaganda"

Genauso geschmacklos wie Teenager Helme, findet die Online-Welt die Werbung: „Sexistische Kackscheiße“ liest man in mehreren Kommentaren. Eine Meinung dominiert besonders: Das Ministerium solle sich erstmal um mehr Sicherheit auf den Straßen kümmern. „Wenn mich der LKW überfährt oder der SUV rammt, hilft der Helm nicht mehr allzu sehr“, schreibt ein User. „Die Helmpropaganda lenkt von den wirklichen Problemen ab“, meint ein anderer.

Selbst Scheuers Kolleginnen und Kollegen halten nichts von dem Werbekonzept. Die Bundesfrauenministerin Franziska Giffey postete ein Bild von sich mit Fahrrad und Helm mit der Unterschrift: „Lieber Andreas Scheuer: MIT HELM GEHT AUCH ANGEZOGEN!“. Die meisten Twitter Nutzer nehmen es aber mit Humor und amüsieren sich einfach über die Bekleidung der Models.

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