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Diese Suchmaschine ist laut Stiftung Warentest besser als Google

Googlen ist zum Synonym geworden für „Dinge im Internet suchen”. Und tatsächlich ist laut Stiftung Warentest die Suchmaschine des Internetkonzerns aus den USA der Konkurrenz zumindest technisch überlegen. Doch im Gesamturteil landet Google nur auf dem zweiten Platz.

Dienstag, 26.03.2019, 11:57 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 14:09 Uhr
Internet: Diese Suchmaschine ist laut Stiftung Warentest besser als Google
Die Suchmaschine von Google landete bei Stiftung Warentest auf dem zweiten Platz. Foto: dpa

Die besten Suchergebnisse liefert Google - und der Nutzungskomfort stimmt. Daran lässt auch die Stiftung Warentest keinen Zweifel, die zehn Suchmaschinen unter die Lupe genommen hat („test“-Ausgabe 4/19). Allerdings stellten die Tester sehr deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung fest, weshalb die Google-Suche im Vergleich insgesamt nur auf den zweiten Platz und die Note Befriedigend (2,7) kommt.

Dicht gefolgt wird Google von der Suchmaschine Ecosia.org (2,8) und dem Suchangebot von Web.de (2,9).

Suchmaschinen: Diese Alternativen zu Google sollten Sie kennen

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  • Google

    Google ist mit großem Abstand die beliebteste und meist genutzt Suchmaschine. Bekannte Alternativen sind sicherlich die zu Microsoft gehörende Suchmaschine Bing oder auch Yahoo. Letztere ist im vergangenen Jahr eher wegen eines Datenlecks in die Schlagzeilen geraten, bei dem angeblich bis zu 500 Millionen Nutzerdaten entwendet worden seien. Auch Bing ist nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Privatsphäre. Dabei gibt es aber durchaus Alternativen, die vor allem den Fokus auf Datenschutz legen oder sich auf ganz andere Dateiformate kapriziert haben – bisher aber nur ein Nischendasein fristen.

  • Startpage

    Bei Startpage handelt es sich im Prinzip um eine anonyme Google-Suche über Proxy-Server. Die niederländischen Betreiber versichern, keine IP-Adressen, Suchanfragen oder Tracking-Cookies zu speichern. Außerdem werden die Anfragen und Ergebnisse verschlüsselt übertragen.

    Foto: dpa
  • DuckDuckGo

    DuckDuckGo

    Die Suchmaschine mit dem sperrigen Namen ist wohl die bekannteste Alternative zu Google. Als die Washington Post und der Guardian im Juni 2013 die Snowden-Enthüllungen veröffentlicht haben, verdreifachten sich die Zugriffe auf DuckDuckGo. Der amerikanische Anbieter verspricht, dass keine persönlichen Informationen aufgezeichnet werden und sie so auch Filterblasen verhindern wollen. Sicherer aber gegenüber dem Interesse von Geheimdiensten ist die von Gabriel Weinberg gegründete Suchmaschine nicht, denn die Suchmaschine unterliegt dem Patriot Act, das heißt, sie muss ebenfalls Behörden wie FBI, CIA und NSA Zugriff auf ihren Server zu gewähren.

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    Foto: dpa/DuckDuckGo
  • Qwant

    Qwant und Ixquick

    Die französische Suchmaschine Qwant ist mittlerweile vollständig auf Deutsch verfügbar. Neben der Suche über Desktop-Browser gibt es nun auch eine deutschsprachige Mobilversion. Qwant erhebt nach eigenen Angaben keine persönlichen Daten der Nutzer, verwendet keine Cookies und verschleiert IP-Adressen. Ähnlich verhält es sich mit der holländischen Suchmaschine Ixquick, die weder IP-Adresse noch die Suchanfrage aufzeichnet. Ixquick bietet eine Telefonbuchsuche und kann auch Videodateien finden.

    Foto: dpa/qwant
  • Wegtam und DeuSu

    Wegtam und DeuSu

    Diese beiden Seiten aus Deutschland legen ebenfalls großen Wert auf das Thema Datenschutz. DeuSu verzichtet dabei komplett auf Werbung und ist spendenfinanziert.

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    Foto: wegtam
  • Umlu

    Umlu

    Die Abkürzung für „Umweltlupe“ ist eine Suchmaschine, die Wert auf Nachhaltigkeit legt. Die Suche selbst basiert zwar auf den Google-Ergebnissen, gewichtet sie aber anders, indem sie Links bevorzugt, die umweltbewusste Produkte und Unternehmen bevorzugt. Das mag nicht immer zum gewünschten Suchergebnis führen, ist aber gemeinnützig.

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    Foto: umlu
  • Benefind und Ecosia

    Benefind und Ecosia

    Einen ähnlich sympathischen Ansatz verfolgen diese beiden Anbieter. Während Ecosia seine Werbeeinnahmen spendet, verspricht Benefind, jede zweite Web-Suche mit einem Spendencent an ein Projekt der Wahl zu belohnen.

  • Spaactor

    Spaactor

    Ganz anders verfahren Suchmaschinen, die sich auf bestimmte Dateiformate spezialisiert haben. Spaactor zum Beispiel hat sich dem Thema Audio verschrieben. Es erfasst viele frei zugängliche Quellen im Netz wie Podcasts, Nachrichtenmitschnitte oder Videos. Diese kann man zum Beispiel nach Personen, Orten, Tieren, Unternehmen oder Themen durchsuchen. Über eine erweiterte Suche lassen sich die Kriterien weiter eingrenzen.

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    Foto: dpa
  • Cliqz

    Cliqz

    Cliqz kommt aus München und bietet ebenfalls eine Suchmaschine. Zwei Besonderheiten: Cliqz verfügt über einen eigenständigen, unabhängigen Web-Index (die anderen nutzen den von bing oder Google). Außerdem verfolgt Cliqz ein neuartiges Konzept: Suchen direkt im Browser, der Umweg über separate Suchmaschinenergebnisseiten entfällt. „Schnellsuche“ nennt das der Anbieter. Und selbstverständlich ist die Suche anonym. Cliqz gibt es als Erweiterung für Firefox sowie als eigenständigen Browser für Windows, Mac, Android und iOS.  

  • WorldWideScience und Bookfinder

    Sehr speziell sind diese Suchmaschinen, wenn es darum geht, Bücher zu finden oder – noch eingeschränkter – wissenschaftliche Informationen länderübergreifend zugänglich zu machen.

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  • Good Travel, Treeday und Ecobnb

    Drei Suchmaschinen, die sich auf Suchanfragen zum Thema Reise verlegt haben.

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  • FragFinn

    FragFinn

    Kinder bis zwölf Jahre können getrost die Suchmaschine nutzen, weil die Ergebnisse von Medienpädagogen geprüft und für Kinder geeignet sind.

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    Foto: picture-alliance/dpa

Testsieger Startpage

Mit einer weißen Weste in Sachen Privatsphäre und ebenfalls guten Suchergebnissen punktet dagegen Startpage und holt sich als einziger Anbieter mit der Note Gut (2,3) den Testsieg. Im Gegensatz zu Google bietet das Suchunternehmen aus den Niederlanden auch Apps mit unkritischem Datensendeverhalten und weist keine Mängel in der Datenschutzerklärung auf.

startpage dpa

Google-Ergebnisse - aber mit Privatsphäre: Das ist das Such-Rezept von Startpage. Foto: dpa

Wie bei Google können Startpage-Nutzer Suchsprache und -land frei kombinieren, wenn sie oberhalb der Suchtreffer auf „Erweitert“ klicken. Außerdem erhält man bei Startpage im Prinzip Google-Treffer, weil die Niederländer primär die Suchtechnologie des US-Konzerns nutzen - allerdings anonymisiert und schnüffelfrei. Geld verdient der Anbieter aus den Niederlanden mit Werbung, die aber nicht personalisiert ist.

So wurde getestet

Für ihren Vergleich starteten die Tester jeweils 50 Anfragen inklusive Tippfehlern, vagen Beschreibungen und Doppeldeutigkeiten bei allen zehn Suchmaschinen. Die Relevanz der ersten sechs Treffer wurde bewertet.

15 versteckte Google-Suchen, die dir das Leben erleichtern

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  • Einige Funktionen der Google-Suche sind nur wenigen bekannt. Dabei können sie ganz hilfreich sein oder einfach nur Spaß machen.

    Foto: Screenshot
  • Wie wird heute das Wetter in Münster? Google  gibt die Antwort.

    Foto: Screenshot
  • Mal wieder den Sonnenaufgang (oder -untergang) beobachten wollen und nicht wissen, wann der Wecker gestellt werden muss? Einfach Google fragen.

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  • Welche Songs hat Helene Fischer bisher gesungen? Google gibt die Antwort. Wenn man will. 

    Foto: Screenshot
  • Wie Zentimeter sind 120 Meter? Dafür braucht niemand mehr einen Taschenrechner, das geht bei Bedarf sogar mit der Google-Sprachsuche.

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  • Eine Sprache in die andere übersetzen - und das direkt in der Google-Suche.

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  • Welcher Autor welche Bücher geschrieben hat - Google hat eine Antwort darauf.

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  • Die Site-Suche von Google ist mächtig. Damit kann nach Stichworten auf einer bestimmten Homepage gesucht werden. 

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  • Uhr vergessen?

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  • Wann landet der Flieger des Geschäftspartners? 

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  • Oh! :-)

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  • Wer "Google Gravity" eingibt und "Auf gut Glück!" sucht, lässt - nach kurzem Warten - Google spüren, wie sich die Schwerkraft auswirkt.

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  • Eingeben und Spaß haben.

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  • Ausprobieren!

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  • Welche Filme laufen in den Kinos der Stadt?

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  • Der Taschenrechner auf dem Bildschirm

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