Konzertreihe „New Names“
Mit Pauken und Kontrabass

Münster -

Die Konzertreihe „New Names“ ist am Donnerstagabend in die nächste Runde gegangen. Die musikalische Bandbreite reichte von getragenen Klängen bis zu knackigem Deutschrock.

Freitag, 10.04.2015, 12:04 Uhr

Morina Miconnet sang am Donnerstagabend mit der Gitarre in den Händen Lieder über das Abschiednehmen und die Furcht vor starken Gefühlen.
Morina Miconnet sang am Donnerstagabend mit der Gitarre in den Händen Lieder über das Abschiednehmen und die Furcht vor starken Gefühlen. Foto: hhe

Als ein Forum für junge, noch unbekannte Bands und musikalische Vielfalt wollte Karl-Georg Stephan die Bühne im Jovel verstanden wissen. „Jeder ernsthafte Musiker setzt sich ständig mit neuen Einflüssen auseinander“, bezog der besser unter dem Namen Steffi Stephan bekannte Gitarrist und Produzent das Motto der jüngsten Ausgabe der monatlichen Konzertreihe New Names – Music for Tolerance“ auch auf die musikalische Ebene.

Drei Bands, davon zwei aus Münster und keine älter als drei Jahre, traten auf bei der vom Verein zur Förderung der Populären Kultur Münster ausgerichteten Veranstaltung, dessen Vorstand Steffi Stephan angehört. Schlagzeug, Gitarren, Kontrabass und Keyboard standen vor Beginn vielversprechend auf der Bühne und ließen ahnen, dass die kommenden Bands ungewohnte Stücke präsentieren würden. So dauerte es einige Augenblicke, ehe die fünf jungen Männer von Ketar ihre Zuhörer für sich eingenommen hatten.

In „Munich“ durchbrachen die Zwillinge Felix und Moritz Göttert mit hellen, kurzen Gitarrenakkorden die auf den ersten Blick melancholische, von ruhigen Kontrabass- und Paukenklängen getragene Stimmung. Darüber legten die beiden abwechselnd ihren tiefen und das anregend unaufdringliche Klanggerüst abrundenden Gesang, während sie gleichzeitig mit ihren Lockenmähnen, auf die auch ein Paul Breitner neidisch gewesen wäre, im Takt wippen ließen.

Ein lebhafter Kontrast dazu war Morina Miconnet, die mit ihrer Gitarre in den Händen Lieder über das Abschiednehmen und die Furcht vor starken Gefühlen sang. Ihre beiden Begleiter unterstützten sie mit E-Gitarre und Violine. Besonders in „Sail Away“ erzeugten gezupfte Geigensaiten, die in schnell gestrichene Gitarrenklänge einstimmten, Licht und Wärme.

Wiederum einen Gegensatz und mit Abstand die lauteste Performance boten Neuphoria, eine Deutschrockband aus Frankfurt. „Die Bewerber kommen mittlerweile aus ganz Deutschland, das freut mich sehr“, bemerkte Steffi Stephan zum Einzugsgebiet der Reihe. „Wir läuten jetzt die Revolution ein“, rief derweil Sänger und Gitarrist Joneo ins Publikum.

Schrill heulte eine Alarmsirene, während er mit Bassist Chris, der sich einen hautengen und giftgrünen Kunststoffanzug übergestreift hatte, Songs aus ihrem neuen Album spielte. Dieses Mal spornten sich Schlagzeug und Gitarren gegenseitig an, woraus eine explosive Mischung entstand.

Auf das Repertoire der nächsten Ausgabe der New Names-Reihe darf man sich bereits freuen.

New Names: Konzertreihe ging in die nächste Runde

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  • Morina Miconnet am 9. April 2015 beim New-Names-Konzert im Jovel.

    Foto: Hendrik Heft
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Vor dem April-Konzert wurden backstage die März-Auftritte diskutiert. Gastkritiker war der Musiker Phil Kamp.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Die Konzertreihe „New Names“ ging am Donnerstagabend im Jovel in die nächste Runde. Foto: hhe
  • Vor dem April-Konzert wurden backstage die März-Auftritte diskutiert. Gastkritiker war der Musiker Phil Kamp.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem April-Konzert wurden backstage die März-Auftritte diskutiert. Gastkritiker war der Musiker Phil Kamp.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neuphoria am 9. April 2015 beim New-Names-Konzert im Jovel.

    Foto: Hendrik Heft
  • Morina Miconnet am 9. April 2015 beim New-Names-Konzert im Jovel.

    Foto: Hendrik Heft
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