Oktoberfest Ascheberg
Eine doppelte Meisterin

Ascheberg -

Sie ist eine Meisterin im Voltigieren, am Samstag bewies Christine Kuhirt ihr Talent mit der Säge, dem SuB-Zug-Gerät und dem Alphorn. Die 25-Jährige aus Haan ist 19. Ascheberger Hopfenkönigin.

Sonntag, 12.10.2014, 18:10 Uhr

Christine Kuhirt (mi.) strahlt als neue Ascheberger Hopfenkönigin. Ihre Mitbewerberinnen waren Nadine Vogelsang (li) und Justine Gudorf.
Christine Kuhirt (mi.) strahlt als neue Ascheberger Hopfenkönigin. Ihre Mitbewerberinnen waren Nadine Vogelsang (li) und Justine Gudorf. Foto: hbm

Atemberaubende Akrobatik auf dem galoppierenden Pferd: Das ist die Welt in der Christine Kuhirt vor zwei Jahren Deutsche Meisterin wurde. Die schwarz-rot-goldene Schärpe der besten Voltigiererin erhält im Trophäenschrank der 25-Jährigen aus Haan Gesellschaft von einer Hopfenkrone. Denn am Samstag blieb Fuzzy im Stall, tauschte Christine Kuhirt den Turndress gegen das Dirndl und sicherte sich beim Ascheberger Oktoberfest auf Schlingermanns Weide den Titel der Hopfenkönigin.

Das Rätsel, wie eine junge Frau aus dem Rheinland auf die Mutter der westfälischen Oktoberfeste nach Ascheberg kommt, lüftete Christine Kuhirt, nachdem Herri Otte sie gekrönt hatte: Sie ist die Freundin von Tobias Temmann aus Herbern und dessen Vater ist Präsident der SuB-Band, die das Oktoberfest in den 90er Jahren nach Ascheberg gebracht hat und auch am Samstagabend im vollen Festzelt musikalisch den Ton angab.

Zum 19. Wettstreit um die Krone der Hopfenkönigin begrüßte Temmann auch Nadine Vogelsang und Justine Gudorf auf der Bühne. Beim Baumstamm sägen setzten sich Vogelsang und Kuhirt schon etwas ab. An der Hebemaschine machten alle drei Frauen eine sehr gute Figur. Nach dem Alphornblasen addierte Schiedsrichter Herri Otte noch den Applaus des Publikums für das, was das Trio dem Instrument entlockt hatte, hinzu, dann durfte sich Christine Kuhirt feiern lassen. Erfahrung auf dem obersten Podestplatz hat sie ja schon 2012 bei der Deutschen Voltigiermeisterschaft in Alsfeld gesammelt. Künftig werden sich beim googeln ihres Namens fröhliche Bilder im Dirndl dazugesellen.

Den Fassanstich hatten die Musiker der SuB-Band in diesem Jahr für ihren Tubisten Dr. Hans Funnekötter reserviert. Der Gründer der bayrischen Blasmusikcombo aus Westfalen hat in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert und er ließ das Bier nach dem fünften Schlag sprudeln.

Der Rest: Blasmusik vom Feinsten, bestens bekannt aus den Vorjahren. Schunkeln, klatschen, mit den Händen zum Himmel greifen, auf die Bänke klettern, Bob fahren, natürlich Maßkrüge leeren und Brezeln knabbern. Später dann als Sängerin Claudia Riegel die Musik mit ihrer voluminösen Stimme bereichert, wird vor der Bühne und in den Gängen getanzt – das Ascheberger Oktoberfest geht „Atemlos“ durch die Nacht.

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