Bilanz des Oktoberfestes
Über 60 000 Maßkrüge gestemmt

Münstzer -

Die Oktoberfestbilanz in Münster kann sich sehen lassen: Zwölf Feste mit jeweils rund 3700 Besuchern verzeichneten die Veranstalter. Im Schnitt schaffte jeder Besucher zweieinhalb Maß Bier.

Sonntag, 11.10.2015, 17:10 Uhr

Am letzten Abend des Oktoberfestes in Münster verzeichneten die Organisatoren noch einmal ein volles Zelt. Selbst aus Gorinchem in den Niederlanden reisten diese Gäste an, um hier zünftig zu feiern. Das Leitungsteam (kleines Foto) Philipp Lühr (Logistik), Stefan Zanfir (Personal) und Bernd Redeker zieht eine positive Bilanz.
Am letzten Abend des Oktoberfestes in Münster verzeichneten die Organisatoren noch einmal ein volles Zelt. Selbst aus Gorinchem in den Niederlanden reisten diese Gäste an, um hier zünftig zu feiern. Das Leitungsteam (kleines Foto) Philipp Lühr (Logistik), Stefan Zanfir (Personal) und Bernd Redeker zieht eine positive Bilanz. Foto: Markus Lehmann/Maria Conlan

„Jetzt geht das Zelt nach London“, berichtete Bernd Redeker von der Oktoberfest GmbH & Co KG in Münster am Samstag und erklärte, dass bis Mittwoch alles abgebaut sein wird, da war der letzte Oktoberfestabend noch in vollem Gange.

Mehr als 30 000 Besucher fanden dieses Jahr den Weg zum Zelt am Albersloher Weg – ein Spitzenreiterjahr. Jeder Besucher schaffte durchschnittlich 2,5 Maß Bier. „Besser als in München“, weiß der Veranstalter. Zum Glück kam es trotzdem kaum zu Polizei- und Krankenwageneinsätzen. „Es war friedlich, super Leute, tolles Publikum“, resümierte Redeker, „und fast zu 100 Prozent verkleidet, ebenfalls mehr als in München.“ Für die Sicherheit sorgten Abend für Abend bis zu 40 Security-Leute, und gegen den Durst waren bis zu 70 Mitarbeiter im Einsatz, dazu das Küchenpersonal, das für die bayerischen Spezialitäten sorgte – auch original wie in München, von Brezel bis Obazda, Haxe und Leberkäse.

Das Wetter hat mitgespielt, sicherlich ein Erfolgsfaktor. Neu war die Loge für Gruppen von mindestens 20 Leuten, die Sonderservice mitgebucht hatten: Da stand schon eine Brotzeit auf dem Tisch und Getränkebons für jeden Gast. Redeker fühlt sich bestätigt und möchte das Angebot im nächsten Jahr ausbauen. Neu im Einsatz war der „Beerjet“, eine vollautomatische Zapfmaschine, bei dem hinterher nur noch der Schaum auf die Maß gezaubert wurde. Und immerhin konnte eine Bedienung bis zu 14 Maßkrüge Bier stemmen. Wer die Mantaplatte der bayerischen Küche vorzog, musste vors Zelt. Hier gab es bei den unermüdlichen Grilldamen Pommes rot-weiß und Currywurst.

Wer einmal im Zelt war, konnte sich davon überzeugen: Die Stimmung war brillant. Und sie lockte Gäste aus dem Ruhrgebiet, aus dem Rheinland, aus Hessen und auch aus Holland. Selbst am Abschlussabend kamen noch Besucher aus Berlin.

Befragt nach seinem „Lieblingsabend“ nannte Redeker den „Blau-weißen Montag“, eine Veranstaltung für die münsterischen Gastronomen. Hier trafen sich viele Bekannte und Freunde, „wie eine große Familie“, erzählte Redeker begeistert über die Stimmung. Apropos Stimmung, die war auch beim Personal gut. „Wir haben viel gelacht“, und dabei wirkte er selbst noch am letzten Abend entspannt. Urlaub ist noch in weiter Ferne, erst steht die Nacharbeitung an: Abrechnung und Planung fürs nächstes Jahr. Eine große Dankeschön-Abschiedsparty wird es für die Mitarbeiter geben.

Zwölf Veranstaltungen wurden gestemmt, mit bis zu 3700 Besuchern pro Abend. Drei Bands haben für gute Stimmung gesorgt: Maxxx aus Amberg, die Partyvögel aus Würzburg und die Rebellen aus Karbach.

An jedem Festabend gab es um Mitternacht den krönenden Abschluss: Die Band spielte „Hey Jude“. Mit Wunderkerzen und Fackeln zog dann das gesamte Personal durchs Zelt, alle Besucher sangen mit. 

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