Tipps für die Hitzetage
Eis, Planschbecken, Siesta

lüdinghausen -

Eine dicke Eisdecke bedeckt den See und nur dort, wo ein etwa Badewannen-großes Loch reingesägt wurde, schimmert blauschwarz das Wasser. Der Mann der sich auf dem Werbeplakat vor der Markt-Apotheke im Eiswasser räkelt, schaut sehr zufrieden aus.

Donnerstag, 02.07.2015, 12:07 Uhr

Im St.-Ludgerus-Haus finden die Bewohner immer ein schattiges Plätzchen.
Im St.-Ludgerus-Haus finden die Bewohner immer ein schattiges Plätzchen. Foto: iram

Nachvollziehbar – denn Hoch „Annelie“ und Tief „Quintus“ heizen auch den Lüdinghausern mächtig ein und so eine Eis-Badewanne könnte zumindest für den Moment Abhilfe schaffen. Alle diejenigen, die darüber gerade nicht verfügen, müssen sich bei der Hitze anders behelfen.

„Wir haben uns den Beruf ja schließlich ausgesucht“, sagt Bekim Bekteshi, Polier auf der Baustelle am neuen Hotel in der Borg. Die Männer, die dort in kurzen Hosen und T-Shirt arbeiten, haben sicherlich einen der sonnigsten Arbeitsplätze in Lüdinghausen erwischt. Auf dem Dach des entstehenden Gebäudes, mit Schutzhelm, viel Sonnencreme und Getränken ausgestattet, versuchen sie, so lange wie möglich zu arbeiten.

Wenn es dann in der Mittagszeit zu heiß wird, hören sie auf und gehen nach Hause – sehr zur Freude von Bekim Bekteshis Tochter, die ihren Papa dann mit einem gut gefüllten Planschbecken empfängt.

Wer das Gewässer etwas geräumiger mag, den schickt Reiseberaterin Hannah Focke vom Reisebüro Lückertz zum Beispiel in das Sauerland an den Badesee. „Da ist die Anreise nicht so lang und es sind auch kurzfristig noch gute Angebote zu finden“, weiß die Fachfrau. Doch auch ein Ferienhaus im etwas kühleren Skandinavien sei derzeit noch zu haben.

Und die, die zu Hause bleiben? „Viel trinken, langsam angehen lassen und die Mittagszeit über in jedem Fall eine Siesta einplanen“, empfiehlt die Leiterin der Markt-Apotheke, Birgit Friesicke.

Diesen Tipps schließt sich die Pflegedienstleiterin im St.-Ludgerus-Haus, Michaela Havers , an: „Wir raten den Bewohnern, die Räume möglichst bald abzudunkeln, damit sich die Hitze nicht so schnell staut“, erzählt sie. Doch auch ein schattiges Plätzchen wird von den Bewohnern in diesen Tagen gerne aufgesucht: der Innenhof, in dem ein Quellstein leise plätschert und kleine Platanen mit ihren Ästen ein schattiges Blätterdach bilden, zum Beispiel. Dennoch, so Michaela Havers, hätten die Bewohner schon allein aufgrund ihres Alters einen großen Erfahrungsschatz hinsichtlich des Umgangs mit Hitze – klar, es ist schließlich nicht ihre erste Hitzewelle.

Und wenn man genug getrunken, sich in den Schatten gesetzt und auch ausgiebig Siesta gehalten hat – und es ist immer noch viel zu heiß? Dann hilft eben nur noch ein Eis: „Zitrone, Maracuja, Erdbeer und kalte Getränke wie Milchshakes“, empfehlen Marco Chiesurin und Silvia Cani von der Eisdiele Venezia.

Insgesamt ist derzeit jedenfalls auch ein Aufenthalt in der Innenstadt zu empfehlen, denn die teils gut gekühlten Geschäfte wirken jetzt regelrecht erfrischend. Ist der Temperaturunterschied allerdings zu groß, ist Vorsicht geboten: Erkältungsgefahr.

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