Stromberg - Der Film
Betriebsfest im Landhotel

Vor zwei Jahren gingen fünf Staffeln „Stromberg“ zu Ende, und sofort hieß es, die mobbende Lästerzunge aus der Capitol-Versicherung (Abteilung Schadensregulierung) werde noch einmal wiederauferstehen – diesmal auf der Kinoleinwand. Das Geld dafür besorgten sich „Stromberg“-Autor Ralf Husmann und Regisseur Arne Feldhusen („Der Tatortreiniger“) auf einer sogenannten „Crowd­funding“-Plattform. 

Donnerstag, 20.02.2014, 16:02 Uhr

Lass das mal den Papa machen: Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) hat natürlich auch als Busfahrer seiner Abteilung alles im Griff.
Lass das mal den Papa machen: Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) hat natürlich auch als Busfahrer seiner Abteilung alles im Griff. Foto: dpa

Innerhalb einer Woche, heißt es, hatten sie die notwendige Million zusammen, gespendet von treuen Fans der mit dem Grimme-Preis geehrten TV-Sitcom.

Eigentlich gehen solche Medientransfers selten gut: Wenn Fernsehserien ins Kino streben, kollidiert die halbstündige Taktung der Vorlage mit den Erwartungen an einen abendfüllenden Spielfilm. Oft wirkt der Film dann, als habe jemand drei Episoden notdürftig aneinandergereiht oder als habe jemand den Stoff einer Episode auf anderthalb Stunden gestreckt. „ Stromberg – Der Film“ kommt dagegen relativ gut über die Runden.

Das liegt vor allem daran, dass Husmann und Feldhusen den liebgewonnenen Figuren zwar die erwartete Bühne bereiten (teilweise allerdings nur mit einer einzigen Szene), die Versicherungsbelegschaft aber bald aus dem angestammten Spielort der Serie, dem Kölner Großraumbüro, herausnehmen und auf ein Betriebsfest schicken. Das erinnert an die Tradition britischer Serien, die am Staffelende oft ein längeres „Special“ hinterherschicken. Angesichts der Tatsache, dass „Stromberg“ als deutsche Variante der britischen Erfolgsserie „The Office“ konzipiert wurde, ergibt das Sinn.

Läuft wo?

Spielorte, Trailer und Fotostrecken finden Sie  hier .

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Und so landen Filialleiter Stromberg (Christoph Maria Herbst), sein Lieblingsopfer Ernie (Bjarne Mädel), „Schirmchen“ (Milena Dreißig) und Kollegen nach chaotischer Busfahrt im Landhotel nahe der Firmenzentrale, wo das 50-jährige Konzernjubiläum steigen soll und Stromberg aus der drohenden Schließung seiner Filiale wenigstens noch das Beste für sich selbst herausschlagen will – auf bewährt peinliche Weise. Der Fremdscham-Faktor ist hoch wie eh und je, Stromberg trampelt politisch unkorrekt quer durch den Gefühlsgarten aller Beteiligten.

Am Ende jedoch driftet die Story aus der bewährten „Stromberg“-Welt hinaus ins Politsatirische: Das werden nicht alle Fans mögen.

Lesen Sie in der Fotostrecke die besten Stromberg-Sprüche:

 

Strombergs beste Sprüche

1/12
  • "Ich hab überhaupt kein Problem mit Autoritäten, ich kann’s nur
    nicht haben, wenn mir einer sagt, was ich zu tun und zu lassen
    hab’. Gibt’s in dem Laden hier...gibt’s da Leute, die mit dem ganze Arbeits...pillepalle besser Bescheid wissen als ich? Ja....gut, womöglich. Aber Fachwissen engt ja auch ungeheuer ein, muss man ja auch mal sehn."

    Foto: Pro Sieben / Willi Weber
  • "Mein Vorteil ist, dass meine Angestellten wissen, dass ich nicht so verkniffen bin wie ne Bügelfalte. Da seh ich auch meinen Vorteil gegenüber z.B. einer Frau Berkel. Die ist gelernte Erbsenzählerin. Und ich von meiner mentalen Haltung sach schon ma lieber: Scheiss auf die Erbsen."

  • "STOPP, stehen bleiben Büropolizei. Ich sehe hier einen eindeutigen Verstoß gegen Paragraph 1 der Büroordnung.. nie attraktiver sein als der Chef."

    Foto: ProSieben
  • "Als Chef bist du eigentlich 'ne Art Büro-Animateur. Ein Entertainer mit Schreibtisch. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit schlechter Laune ist wie ne Schneeflocke. Einer allein ist harmlos, n paar Dutzend sind schon n Schneeball. Wenn du dann nicht aufpasst, dann hast du ratzfatz 'ne Lawine in der Hütte."

    Foto: ProSieben
  • "Ach du Scheiße, was ist denn mit dir passiert, Ernie? Du siehst ja aus wie dein eigener Vater in schwul."

    Foto: ProSieben
  • "Ernie hat's doch grad aktuell völlig in die Murmel gehagelt."

    Foto: ProSieben
  • "Ja was den ganzen Haufen hier anbelangt, da hat sich nicht viel getan….Ist ja praktisch wie ein Friedhof hier, wer einmal ein Plätzchen hat, den kriegste nicht mehr weg."

    Foto: ProSieben
  • "Ich geh Karneval als....Ernie (lacht) jetzt kauf ich mir noch 'n Nervenkostüm, aber ein ganz schwaches ha ha"

    Foto: ProSieben
  • "Macht, Einfluss, Ruhm..das wirkt auf Frauen einfach sexy..ist fakt."

    Foto: ProSieben
  • "Wir sind Kollegen, keine Freunde. Es geht hier nicht darum, sich gegenseitig die Haare machen oder gemeinsam seine Tage zu kriegen ja? Was die da draußen, was die kapieren müssen ist, dass ich der Chef bin. Und wenn’s bei mir ruhig läuft, dann scheint auch bei denen die Sonne. Wenn sich aber bei mir was
    zusammenbraut, dann donnert's auch bei denen!"

    Foto: ProSieben
  • "Ich bin sicher hier für einige im Haus ein rotes Tuch, keine Frage, aber die Stiere gehen im Stierkamp alle drauf, das rote Tuch hält ewig."

    Foto: Pro Sieben
  • Die Männer, die stammen vielleicht vom Affen ab, aber die Weiber mit Sicherheit von ner Klette.

    Foto: Pro Sieben
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