Spendenaktion
Bentiu bekommt das Hospital zurück

Münsterland/Bentiu -

Bentiu im Südsudan wird bald wieder über ein funktionierendes Krankenhaus verfügen. Im Bürgerkrieg war das einstige Referenz-Hospital teilweise zerstört und größtenteils geplündert worden – eine Katastrophe für die ohnehin nicht einfache medizinische Versorgung der Bevölkerung. 

Freitag, 13.10.2017, 15:10 Uhr

Menschen warten auf Hilfe: Bei sogenannten „Rapid Response Missions“ werden im Südsudan Gebiete angeflogen, die sonst kaum zu erreichen sind. Unicef ist an vielen dieser Einsätze aktiv beteiligt.
Menschen warten auf Hilfe: Bei sogenannten „Rapid Response Missions“ werden im Südsudan Gebiete angeflogen, die sonst kaum zu erreichen sind. Unicef ist an vielen dieser Einsätze aktiv beteiligt. Foto: Unicef/Modola

Jetzt kann das Haus wieder ausgestattet werden und seine Funktion als wichtige Anlaufstelle übernehmen. Vor gut einem Monat hatte Unicef die Kosten dafür auf rund 100.000 US-Dollar geschätzt.

Dank der beeindruckend großen Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser im Münsterland ist das Geld dafür jetzt vorhanden. Mehr noch: Von den inzwischen über 420.000 Euro, die auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Münsterland Ost eingezahlt wurden, kann noch mehr Gutes in dem von Hungersnot und Kriegen gekennzeichneten Land am Horn von Afrika geschehen.

Im Juli schon wurde in Bentiu eine neue Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Mit dem dort gewonnenen Trinkwasser werden die Menschen in der sogenannten „PoC-Site“ (einer Schutzzone für die Bevölkerung) versorgt. Jetzt kann man daran gehen, die umliegenden Gebiete über neue Wasserleitungen an das Netz anzuschließen.

Zugang zu sauberem Wasser

Mit den Spenden aus dem Münsterland ist der Grundstock für dieses Projekt gelegt. Der Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene sind wesentlich für die Vermeidung von Mangelernährung.

Und auch die akute Nothilfe profitiert von der enormen Summe, die in nur einem Monat von vielen Leserinnen und Lesern im Münsterland überwiesen wurde. Bei sogenannten „Rapid Response Missions“ werden mit den weißen Hubschraubern des UN World- Food-Programme (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen ) Gebiete angeflogen, die oft auf dem Straßenweg nicht zu erreichen sind. Unicef war in diesem Jahr schon an vielen dieser Einsätze beteiligt, kümmerte sich dann vor Ort vor allem auch um die Kinder und deren akute Not.

Große Ziele werden verfolgt

Unicef verfolgt zusammen mit den internationalen Partnern ein großes Ziel: In diesem Jahr will das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen im Südsudan rund 207.000 Kinder, die unter akuter schwerer Mangelernährung leiden, mit Erdnusspaste und therapeutischer Milch behandeln. Unicef unterstützt in einem Netzwerk von 40 Nichtregierungs- und UN-Organisationen landesweit 620 therapeutische Ernährungsprogramme und 50 stationäre Ernährungszentren.

Am Montag (16. Oktober) ist der Welternährungstag. An diesem Tag wird sich das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wieder mit einem Appell an die Welt wenden. Denn nach mehr als zehn Jahren ist die Zahl der Hungernden trotz aller Bemühungen erstmals sogar wieder gestiegen – auf elf Prozent der Weltbevölkerung.

Dankschreiben Christian Schneider
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