Die Chronologie des Unwetters
Um 17 Uhr ging es los

GReven -

Der 28.7.2014 begann unauffällig. Ein normaler Sommertag. Bis dann am Abend das Gewitter begann.

Samstag, 27.07.2019, 00:00 Uhr
Hochwasser in der Innenstadt. 
Hochwasser in der Innenstadt.  Foto: Gunnar A. Pier

Es war genau 17 Uhr, als es am 28. Juli leicht zu grummeln begann. Da begann es leicht zu regnen, der Regen wurde immer stärker und hörte zwei Stunden lang nicht mehr auf. Wie viel Wasser da in den zwei Stunden herunter kamen – da streiten sich die Gelehrten. Da war die Rede von 139 Litern Niederschlag, der Deutsche Wetterdienst vermeldete für Greven 191 Liter Wasser auf einen Quadratmeter und andere sprachen von über 300 Litern Regen pro Quadratmeter.

In der Nacht registrierte die Feuerwehr rund 800 Anrufe von verzweifelten Menschen, deren Häuser unter Wasser standen. Die Feuerwehr kam aber kaum dazu abzupumpen, musste zunächst einmal die Straßen, die Leitungen, die Abwasserrohre frei bekommen. Danach wurden im ersten „Abwasch“ 180 Keller leer gepumpt. Die Feuerwehr wurde bei den Arbeiten von Katastrophenhelfern aus der nahen und weiteren Umgebung unterstützt. Es waren Hunderte Einsatzkräfte bei der Arbeit.

Auch in Reckenfeld standen viele Keller unter Wasser. Im Industriegebiet war der Deich des Regenrückhaltebeckens gebrochen und musste mühsam geflickt werden, um Schlimmeres zu verhindern.

Auch private Entsorger waren nach der Katastrophe unterwegs. Denn in vielen Häusern waren auch Heizöl-Tanks abgesoffen. Das Wasser-Öl-Gemisch musste von den Fachleuten entsorgt werden.

Entsorgen war ein weiteres Problem. Jede Menge Möbel und anderer Hausrat war nicht mehr zu gebrauchen. Die Stadt stellte immer wieder Container auf, in den die Überreste der Überflutungen entsorgt werden konnten. Zusätzlich gab es eine außerplanmäßige Sperrgutssammlung.

Neben den vielen Privat-haushalten waren auch diverse städtische Gebäude von denen Überschwemmungen betroffen. Gymnasium und Emssporthalle hatte es am schlimmsten erwischt. Auch das Krankenhaus und das Getrudenstift wurde geflutet. Letzteres stand kurz vor der Evakuierung, die dann doch noch verhindert werden konnte. Nach und nach wurden die Schäden beseitigt. Spendensammlungen sorgten dafür, dass Menschen, die nicht ausreichend versichert waren, zum Teil entschädigt werden konnten oder mit Sachspenden versorgt wurden.

Wie hoch der entstandene Gesamtschaden letztendlich zu beziffern ist, steht in den Sternen. An den öffentlichen Gebäuden waren es etwa acht bis zehn Millionen Euro.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6806680?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F1604524%2F2643553%2F
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Nachrichten-Ticker