Erinnerung an das Hochwasser vom 24.7.2014
Kein Strom – und kein Wasser

Grevener erinnern sich an die Situation beim Starkregen. Auch an Momente der Solidarität.

Samstag, 27.07.2019, 00:00 Uhr
Die Bahnunterführung an der Nordwalder Straße war komplett zu.
Die Bahnunterführung an der Nordwalder Straße war komplett zu. Foto: Peter Beckmann

Genau eine Woche kein Strom und vier Wochen kein Wasser Der Keller war komplett geflutet, aber wir hielten alle zusammen, haben uns gegenseitig geholfen.

Sascha, Lukas und ich sind noch aus dem Urlaub nach Hause gefahren und haben das Wasser aus dem Keller gebracht. Mit Eimer und Kehrblech.

Habe die ganze Nacht unseren Keller mit der großen Pumpe und einem C-Schlauch die Keller der Verwandtschaft leergepumpt und morgens noch im Kinder Garten meiner Tochter.

Es herrschte Chaos, viele warteten auf die Feuerwehr . Ich habe mich da kurzerhand mit meinem Kumpel kurzgeschlossen, Pumpen ins Auto geschmissen, um damit helfen zu können.

Hilfsbereitschaft der Grevener Bevölkerung wurde groß geschrieben.

Am anderen Tag fuhr ich mit dem Fahrrad durch die Stadt und sah viele Menschen Hand in Hand arbeiten. Mitbürger und das THW und die Feuerwehr. Ich unterhielt mich auf der Emsbrücke noch mit THWlern und bedankte mich bei ihnen. Ich fann noch Autoschilder, welche ich auf Facebook veröffentichte. 

Was für eine Aufregung, wir sind nur noch über Umwege nach Hause gekommen. Und den Sohnemann konnten wir gar nicht abholen, der musste dann bei seinem Freund übernachten, weil wir ihn nicht abholen konnten.

Keller abgesoffen, bis morgens um drei Uhr mit Eimern, Nasssauger Wasser aus dem Keller entsorgt. Vor lauter Arbeit nicht an unser Auto gedacht, das in der Tiefgarage im Sahlebau Emsstraße stand. Überraschung am nächsten Morgen, die Feuerwehr war bis Mittags dabei, den Innenhof und die Garagen leer zu pumpen. Auto Totalschaden, nur noch den Restwert von der Teilkasko für einen Wagen bekommen, der nichtmal eineinhalb Jahr alt war.

Es brach von oben herein. Erste Etage musste komplett renoviert werden. Absolut tolle Nachbarschaftshilfe. Die ganze Nacht durch und auch nachher.

Ich war zufällig zu Hause und konnte so direkt die halbe Nacht bei meinen Eltern helfen, den Keller leer zu bekommen. So konnten wir zum Glück Schlimmeres verhindern.

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