RW Ahlen: Gläubigerversammlung nimmt Kaderkas Vergleichsangebot an
„Einen großen Schritt weiter“

Ahlen -

Rund 600 000 Euro hatte Insolvenzverwalter Michael Mönig ursprünglich von Rainer Kaderka zurückverlangt. Auf der Gläubigerversammlung von Rot-Weiß Ahlen wurde am Mittwoch schließlich ein Vergleichsangebot des ehemaligen Aufsichtsratsmitglied in Höhe von 300 000 Euro angenommen.

Mittwoch, 07.11.2012, 19:11 Uhr

RW Ahlen: Gläubigerversammlung nimmt Kaderkas Vergleichsangebot an : „Einen großen Schritt weiter“
Die Gläubigerversammlung RW Ahlens hat Rainer Kaderkas Vergleich zugestimmt. Foto: Cedric Gebhardt

Parallel zum elften Verhandlungstag im Günes-Prozess fand am Mittwoch im Amtsgericht Münster auch die Gläubigerversammlung Rot-Weiß Ahlens statt.

Diese stimmte dem Vergleichsangebot Rainer Kaderkas in Höhe von 300 000 Euro zu. Insolvenzverwalter Michael Mönig hatte von dem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied unter Androhung eine Anfechtungsklage rund 600 000 Euro zurückverlangt, die dieser dem Verein seinerzeit als Kredit zur Verfügung gestellt hatte, aber bereits drei Monate vor der Insolvenz zurückerstatten ließ.

Um die Gleichstellung aller Gläubiger nach der Insolvenzordnung zu wahren und keinen von ihnen zu bevorteilen, musste Kaderka nun die Hälfte der Summe zurückzahlen. „Um die volle Summe zurückzufordern, wäre das Verfahren juristisch sehr komplex geworden und wäre wohl vor dem Bundesgerichtshof gelandet. Dann hätte die Sache viele Jahre gedauert. Da die Gläubiger das Vergleichsangebot aber einstimmig angenommen haben, sind wir nun einen großen Schritt weiter. Michael Mönig kann nun anfangen, den Insolvenzplan zu schreiben. Das ist also der Startschuss, es kann endlich losgehen“, erläuterte Mönigs Pressesprecher Holger Voskuhl . Gleichzeitig verwies er darauf, dass noch erhebliche Schadensersatzzahlungen ausstünden – es soll sich dabei um einen Betrag zwischen 800000 Euro und 1,2 Millionen Euro handeln.

Allein von Heinz-Jürgen Gosda soll Mönig laut Voskuhl knapp eine Million Euro fordern. Die 300 000 Euro Kaderkas gehen derweil in die Insolvenzmasse ein. Explizit wies Holger Voskuhl darauf hin, dass Kaderka keinen Vorwurf zu machen sei: „Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen – im Gegensatz zu anderen, die ihre Sponsorenverträge nicht erfüllt haben.“

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