Meisterfeier
Das (Kreisliga) A-Team

Ahlen -

Vorwärts Ahlen hat den lang ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Grund genug für den Verein, noch mal eine offizielle Sause zu starten und die Meisterschaft gebührend zu feiern.

Montag, 24.06.2013, 07:06 Uhr

Statt Trikot und Trainingsjacke warfen sich die Fußballer von Vorwärts Ahlen in Schale und feierten ausgelassen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga.
Statt Trikot und Trainingsjacke warfen sich die Fußballer von Vorwärts Ahlen in Schale und feierten ausgelassen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Foto: Henning Tillmann

Geistreiche Zitate im Fußball – Sepp Herberger , Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus hätten dafür sicher genügend Stoff geboten. Martin Metzners Wahl jedoch fiel am Sonntag auf Hannibal Smith. Jener Protagonist der überaus erfolgreichen 80er-Jahre-Fernsehserie „Das A-Team“ befand bei erfolgreicher Mission schließlich regelmäßig: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Und einen Plan, der funktionierte, den hatte auch die DJK Vorwärts Ahlen in der vergangenen Saison. Ausgangspunkt dafür war der 6. Juni 2012, als die Mannschaft trotz starker Leistung das Kreispokalfinale gegen Beckum verlor. „Nach dieser schmerzlichen Niederlage wurde ein Plan geschmiedet“, berichtete Martin Metzner. Ein Plan, der soweit aufging, dass der Vereinsvorsitzende gestern zahlreiche Gäste zur Meisterfeier begrüßen durfte.

Metzner nahm die Besucher mit auf „eine kleine Zeitreise“, nannte Protagonisten, Etappen und Bilanzen. Beginnend mit einem Trainer Ralf Pottgüter, der die richtige Mischung aus Fordern und Fördern gefunden habe, über Ex-Coach Jörg Böhle, der die positive Entwicklung in die Wege geleitet habe, bis hin zu einem „Stadionsprecher, der sich selbst bei einigen Toren mitunter mehr feiert als die Tore“.

Thomas Vienhues dürfte diese Anspielung locker verschmerzt haben, schließlich spielte er ganze 56-mal das Torjingle vor eigenem Publikum – einer von vielen Top-Werten. Seit dem 2. Spieltag ununterbrochen Tabellenführer, erst gegen Ende der Saison ließ Vorwärts „einige Feierpunkte“ liegen, wie Metzner einräumte.

Hinzu komme eine sagenhafte Tordifferenz von +78 Treffern und mit Jonas Strupat stelle das Team auch noch den Torschützenkönig. „Da rede noch einer von Bayern und deren Triple. Wir haben sogar das Quadruple geschafft. Wenn nicht so und in dieser Form – wann ist dann bitte ein Meistertitel verdient?“, frohlockte Metzner. Und mit einem Seitenhieb an die Jahrhundertelf, für die es nach dem Aufstieg vor 32 Jahren direkt wieder abwärts ging, schloss der Vorsitzende: „Ihr seid zwar nicht die erste Mannschaft, die den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat, aber ich bin mir sicher, ihr seid die Ersten, die auch drin bleiben.“

Detlef Muntschick sprach seitens der Stadt seine Glückwünsche aus und urteilte: „Der Lindensportplatz ist ein Schmuckstück, er hat Bezirksliga-Fußball verdient.“ Nach Ansicht des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Bernd Kruse habe Vorwärts überdies noch zur rechten Zeit die Kurve gekriegt, um direkt aufzusteigen, da der Meister des Kreises Beckum künftig noch ein Aufstiegsspiel absolvieren muss.

Bei der anschließenden Ehrung der Meistermannschaft gab es für Kevin Ortmann extra Anlass zur Freude. Er erhielt von Obmann Peter Meier eine rote Jacke, die er sich lange gewünscht hatte, die ihm aber stets verwehrt geblieben war. Umgehend durfte er sein neues Kleidungsstück unter dem Applaus der Gäste anprobieren. Eine gelungene Überraschung und damit schon wieder ein Plan, der funktionierte. Keine Frage: Bei Vorwärts wissen sie allmählich, wie so was geht.

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