Aufsteiger hat viel vor
Zweifeln einen Korb geben

Ahlen -

Die Basketballer von Vorwärts Ahlen sind weit davon entfernt, sich von Kleinmütigkeit fesseln zu lassen. Mit breiter Brust gehen sie in die neue Saison – auch wenn sie es diesmal mit weitaus stärkeren Gegner zu tun bekommen.

Mittwoch, 07.08.2013, 07:08 Uhr

Wer ein gesundes Selbstbewusstsein sein Eigen nennt, der weiß um die eigenen Stärken wie um die eigenen Schwächen. Er ist sich seiner selbst bewusst.

Bei den Basketballern von Vorwärts Ahlen ist diese Eigenschaft Teil des mannschaftlichen Repertoires. Gepaart mit Ehrgeiz und reichlich Qualität waren in der vergangenen Saison die Voraussetzungen für den Aufstieg geschaffen. Und die DJK ergriff ihre Chance beim Schopfe und katapultierte sich dank erfolgreicher Quali-Runde in die Bezirksliga . Auf nächsthöherem Level stellt sich das Team von Andrej Docenko nun neuen Herausforderungen.

Bislang war Vorwärts fast schon unterfordert. Nur zweimal gingen die Ahlener in der vergangenen Saison als Verlierer vom Feld, ansonsten diktierten sie das Geschehen meist nach Belieben.

Ausschlaggebend dafür waren neben einer starken Geschlossenheit des Kollektivs die herausragenden Trefferquoten der beiden damaligen Neuzugänge Talal Harb und Emanuel Bessmann, die der bis dato schwächelnde Offense Auftrieb verliehen. Dennoch bleibt die Abteilung Attacke wohl auch in der neuen Saison die größte Baustelle.

„Im Moment sind wir noch sehr abhängig von Talal Harb. Wenn er nicht trifft, fehlen uns einfach die Punkte“, hat Center Hendrik Wieland registriert. „Wir müssen unberechenbarer werden, das Spiel im Angriff auf mehrere Schultern verteilen“, empfiehlt der 28-Jährige daher. Wenn es vorne noch etwas zwickt, so ist zumindest hinten alles in Butter. Die mitunter sehr körperbetont und dementsprechend kompromisslos ihren Dienst verrichtende Defense ist das Prunkstück des Aufsteigers. „Wir lassen auch gegen starke Gegner nur wenig Punkte zu“, unterstreicht Wieland. Das könnte das große Plus des Neulings in der Bezirksliga sein.

Darüber hinaus studiert Trainer Andrej Docenko mit seiner Truppe auch diverse Varianten und Spielsysteme ein. Taktisch dürfte Vorwärts etlichen Kontrahenten also ein gutes Stück voraus sein – vorausgesetzt das Spielverständnis untereinander passt. Dem neu verpflichteten Toyanc Tunc sowie den Brüder Hüseyin und Üsame Sen fehlt noch die Bindung. Laufwege müssen noch optimiert werden, ebenso das gesamte Feintuning der Mannschaft.

Was das eingangs erwähnte Selbstbewusstsein jedoch nicht im geringsten schmälert. Der Klassenerhalt ist für Vorwärts lediglich das Minimalziel. „Wir wollen ins obere Tabellendrittel“, erklärt Hendrik Wieland mit breiter Brust. Der Kader sei nochmals in der Breite verstärkt worden, obendrein habe die DJK zuletzt nahezu jedes Spiel dominiert. Selbst jüngst im Kreispokal zogen die Ahlener ihrem Gegner Lüdinghausen mit 20 Punkten Differenz das Fell über die Ohren.

„Die Entwicklung zeigt einfach, dass wir oben mitspielen können“, sagt Wieland. Zweifeln daran geben er und seine Mitstreiter einen Korb. Den vollmundigen Ankündigungen müssen nun entsprechende Taten folgen. Ende August tritt Vorwärts als krasser Außenseiter im Final-Four des Kreispokals an.

Noch geringer sind die Erfolgsaussichten in der ersten Runde des WBV-Pokals am 14. September gegen den Regionalligisten RC Borken-Hoxfeld. Vorwärts schert das indes wenig. Endlich bekommen es die heimischen Basketballer mal mit richtigen Kalibern zu tun – eine gute Bewährungsprobe für die Bezirksliga. Dort wird – anders als zuletzt in der Kreisliga – sowieso eine breitere Palette an Fähigkeiten gefragt sein. Zum Beispiel die auf Rückschläge und Niederlage zu antworten. Keinesfalls verlieren sollten die Ahlener jedoch zum Saisonstart am 28. September in der Halle des St. Michael Gymnasiums (16.30 Uhr) gegen den Mitaufsteiger SV Westfalia Osterwick. Das spielt in den Köpfen der erfolgsverwöhnten Vorwärtsler aber auch gar keine Rolle. „Wir gehen von einem Sieg aus“, verkündet Hendrik Wieland selbstbewusst.

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