Fußball-Bezirksliga: Vorwärts Ahlen zeigt Soest bei 3:0-Sieg Grenzen auf
Solisten im Ensemble

Ahlen -

Wenn das so weitergeht, wird es irgendwann unheimlich: Auch im zweiten Saisonspiel hat Bezirksliga-Aufsteiger Vorwärts Ahlen keinerlei Scheu vor der etablierten Konkurrenz gezeigt, sondern ganz frech den zweiten Sieg errungen. Beim 3:0 gegen Westfalia Soest. Und dabei wurde nicht nur mit dem Gegner kurzer Prozess gemacht.

Sonntag, 25.08.2013, 20:08 Uhr

Weil sich bei Vorwärts in puncto Einsatz und Willen alle so reinhängten wie Jan-Hendrik Schmitz (am Boden) in dieser Szene, stand am Ende ein überraschender und überraschend hoher 3:0-Sieg gegen Westfalia Soest.
Weil sich bei Vorwärts in puncto Einsatz und Willen alle so reinhängten wie Jan-Hendrik Schmitz (am Boden) in dieser Szene, stand am Ende ein überraschender und überraschend hoher 3:0-Sieg gegen Westfalia Soest. Foto: ms

Wohl dem, der solche Probleme hat. Jonas Strupat hatte in den ersten Minuten der Partie gegen Westfalia Soest mehr mit der ollen, in die Jahre gekommenen Kapitänsbinde zu kämpfen als im gesamten Rest mit der gegnerischen Abwehr. Der Klettverschluss des Spielführer-Abzeichens wollte einfach nicht mehr halten, so dass Vorwärts Ahlens Frontstürmer sich ihrer kurzerhand entledigte. Sich Strupat zu entledigen oder sich seiner zumindest zu erwehren, gelang den Gästen beim 3:0-Sieg der Ahlener dagegen nicht.

Gemeinsam mit dem umtriebigen und alles überragenden Marvin Krampe entfaltete Strupat eine Offensivwucht, der Soest nicht mal ansatzweise standhielt. Krampes Kreise konnte die Westfalia zu keinem Zeitpunkt einengen – er tat, worauf er gerade Lust hatte. Und meistens hatte er ganz besondere Freude daran, die Soester Hintermannschaft schwindelig zu spielen.

Voraussetzung dafür war eine fast reibungslos funktionierende Grundordnung des Aufsteigers, bei der alle Ahlener diszipliniert und konzentriert ihren Dienst versahen, damit die Solisten Krampe und Strupat im Ensemble glänzen konnten. Angesichts dieser defensiven Stabilität stieß Soest früh an seine Grenzen. Die Gastgeber wiederum ergriffen direkt die Initiative und gaben durch Co-Produktionen der Fraktion Strupat/Krampe umgehend erste Warnschüsse ab (6./10.). Bereits die dritte Zusammenarbeit der beiden Offensivkräfte hatte Erfolg. Ein Krampe-Zuspiel versenkte Strupat, der Gästetorwart Matthias Ruthemeyer links liegen ließ, zur 1:0-Führung nach 22 Minuten. In Durchgang zwei zogen die nun vollends überlegenen Ahlener die Zügel nochmals an und erhöhten in der 55. Minute durch Strupat – natürlich nach Vorarbeit von Krampe – auf 2:0.

Das 3:0 (68.) geriet dann zum Beleg, dass selbst Jonas Strupat an einem Sahnetag nicht alles gelingt. Er blieb am Keeper hängen, doch Lars Bühler war zur Stelle und schob zur endgültigen Entscheidung ein. Und auch wenn er einen eigenen Treffer redlich verdient gehabt hätte, so blieb er Marvin Krampe doch verwehrt. Sein platzierter Kopfball wurde in der 72. Minute vom Torhüter entschärft. „Wäre genau reingegangen, was soll ich machen?“, haderte Krampe mit sich. „Ein bisschen höher, Marvin“, lautete die Empfehlung der Kollegen. Wie gesagt: Wohl dem, der solche Probleme hat.

Vorwärts:Akin – K. Ortmann, Pälmke, Hahnemann, Bühler (74. Höltgen) – Bonenkamp (79. Ramic), Schmitz – Maskar (60. D. Ortmann), Krampe, Weber – Strupat

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