HLZ-Kooperaton mit Hochschule
Nicht nur geradeaus werfen

Ahlen -

Das HLZ Ahlen arbeitet ab sofort mit der Hochschule Hamm-Lippstadt zusammen. Ziel ist die ganzheitliche Ausbildung der Jugendlichen, die an die Region gebunden werden sollen.

Donnerstag, 15.08.2013, 17:08 Uhr

Stellten die Kooperation zwischen HLZ und der Hochschule Hamm-Lippstadt vor: (von links) Berni Recker, Dr. Sarah Schulte, Karl-Heinz Sandknop und Didi Kupfernagel.
Stellten die Kooperation zwischen HLZ und der Hochschule Hamm-Lippstadt vor: (von links) Berni Recker, Dr. Sarah Schulte, Karl-Heinz Sandknop und Didi Kupfernagel. Foto: Cedric Gebhardt

Mag Hamm vielleicht in sportlicher Hinsicht für Ahlen vermintes Gebiet sein, auf akademischer Ebene ist es äußerst fruchtbares Neuland. Gestern stellte das Handballleistungszentrum Ahlen seine Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt vor.

„Unsere Zusammenarbeit ist wichtig für die Region. Denn der demographische Wandel kommt brutal auf uns herab“, sagte HLZ-Geschäftsführer Berni Recker . Ziel sei die ganzheitliche Ausbildung der jungen Handballer und ihre Bindung an die heimische Wirtschaft. „Wir senden mit dieser Kooperation ein klares Signal. Wir sagen den Jugendlichen: Ihr müsst nicht in Köln studieren, ihr könnt es auch hier um die Ecke tun“, unterstrich Recker.

Hier um die Ecke wartet auf angehende Akademiker die Hochschule Hamm-Lippstadt mit ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. „Diese haben einen hohen Praxisbezug zu Wirtschaft und Industrie“, erläuterte Dr. Sarah Schulte , die an der Hochschule beim Zentrum für Lehrmanagement auch für die Studienberatung zuständig ist.

Künftig sollen sie und ihre Kollegen die jungen Sportler des HLZ Ahlen über die Möglichkeiten eines Studiums in der Region informieren. Ab der B-Jugend soll es Gruppen- oder Einzelberatungen geben.

Möglich sei auch die Teilnahme der HLZ-Handballer an Probevorlesungen, um in die Abläufe an der Hochschule Hamm-Lippstadt reinzuschnuppern. „Wir als Hochschule haben Interesse an Organisationen, aus denen wir unseren Nachwuchs rekrutieren. Das ist unser Bildungsauftrag. Die Kooperation mit einem Leistungsstützpunkt wie diesem ist aber auch für uns Neuland“, erklärte Karl-Heinz Sandknop, Vizepräsident der Hochschule. Die gerade angestoßene Kooperation sieht er als „Prototyp, der in den nächsten zwei, drei Jahren entwickelt und modelliert werden muss“. In diesem Zeitraum soll ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden. Die ersten Beratungen sollen aber bereits in diesem Herbst erfolgen. „Die Wahl des Studiums erfolgt nicht über Nacht, sondern geschieht über einen gewissen Zeitraum“, sagt Dr. Sarah Schulte. Daher sei eine frühzeitige, individuelle Beratung notwendig.

Die bietet das HLZ seinen Schützlingen nun an. „Wir wollen uns darum kümmern, dass die Jugendlichen bei uns nicht nur geradeaus werfen können, sondern auch eine optimale schulische und berufliche Förderung erhalten“, betonte Berni Recker.

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