Bezirksliga: Pottgüter-Elf unterliegt Hilbeck mit 0:7
Vorwärts geht baden

Ahlen -

Man kann es positiv ausdrücken. Dann wurde Bezirksliga-Aufsteiger Vorwärts Ahlen in Hilbeck geerdet. Oder man sagt es geradeheraus: Dann war die 0:7-Klatsche der Pottgüter-Elf das brutale Aufschlagen auf dem Boden der Tatsachen. Die so gut in die Saison gestartete Mannschaft zeigte bei ihrem Auswärtsspiel keinerlei Gegenwehr und wurde dafür abgestraft.

Montag, 16.09.2013, 14:09 Uhr

Nichts zu lachen hatte Vorwärts-Coach Ralf Pottgüter bei der 0:7-Pleite seiner Elf in Hilbeck.
Nichts zu lachen hatte Vorwärts-Coach Ralf Pottgüter bei der 0:7-Pleite seiner Elf in Hilbeck. Foto: ms

Wie konnte das nur passieren? Nicht nur Ralf Pottgüter war angesichts der desaströsen Niederlage von Vorwärts Ahlen beim SV Hilbeck sprachlos. Ein 0:7 hatte sich der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers vorher bei bestem Willen nicht vorstellen können. Doch genau so kam es, weil seine Elf einen absolut gebrauchten Tag erwischte und keinerlei Gegenwehr zeigte.

„Wir waren ganz schlecht drauf, haben eigentlich nie ins Spiel gefunden“, bemängelte Pottgüter, der nach Spielschluss dennoch gefasst wirkte. „Über die gesamten 90 Minuten hatten wir vielleicht eine Chance durch Jonas Strupat. Das wäre aber auch nur das 1:3 gewesen. Ich weiß nicht, ob das etwas geändert hätte“, suchte der Übungsleiter Worte für das eigentlich Unerklärliche.

Angesichts des restlichen Spielverlaufs hätte ein Strupat-Tor wohl eher nichts geändert. Aus Ahlener Sich hätte der Unparteiische genauso gut bereits nach zwölf Minuten abpfeifen können. Denn da war die Messe im Prinzip bereits gelesen. Hilbeck, das vor der Partie drei Punkte weniger auf dem Konto gehabt und auch unterdurchschnittlich getroffen hatte, erwischte gegen die DJK einen Traumstart und enteilte durch Treffer von Philipp Sterthoff (3.), Daniel Diers (6.) sowie erneut Sterthoff (12.). „Jeder Schuss drin“, witzelte Pottgüter, der aber ebenso die Versäumnisse seiner Mannschaft knallhart aufdeckte: „Wir hatten überhaupt kein Zweikampfverhalten, haben uns durch die einfachsten Bauerntricks ausspielen lassen.“

Zu allem Überfluss hatten die Hilbecker trotz der beruhigenden 3:0-Führung noch lange nicht genug: Daniel Diers mit seinem zweiten Treffer (37.) und Andreas Neumann (41.) erhöhten noch vor dem Pausentee auf 5:0. Pottgüter nutzte sein Wechselkontingent zwischen der 37. und 63. Minute voll aus, doch auch das änderte nicht viel. Wieder Diers mit seinem dritten Tor und Neumann mit seinem zweiten machten die Klatsche für Vorwärts in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit amtlich.

„Dass Hilbeck eine gute Mannschaft hat, die eigentlich weiter oben einzuordnen ist, wusste ich. Aber ich habe mir dennoch dort etwas ausgerechnet“, war Pottgüter selbst ein bisschen ratlos. „Über dieses Spiel werden wir natürlich sprechen“, kündigte er an. Mehr noch: „Die Jungs sind jetzt richtig ins Wasser gefallen und müssen sich nun frei schwimmen. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen.“ Hoffentlich hilft’s. . .

Vorwärts:Akin – Hahnemann, Strupat, Pälmke, Bühler, Weber, Bonenkamp (63. Höltgen), Schmitz (45. Linnemann), Dontsis, Krampe (37. K. Ortmann), D. Ortmann.

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