Fußball-Bezirksliga: Vorwärts Ahlen spielt 2:2 gegen Bockum-Hövel
Strupats Ohren bleiben unversehrt

Ahlen -

Vorwärts Ahlens Stürmer Jonas Strupat hätte seine Bilanz in der Torjäger-Rangliste am Sonntag deutlich ausbauen können. Sechs dicke Chancen hatte er gegen die SG Bockum-Hövel – vier davon ließ er allerdings ungenutzt. Dass er beim 2:2 gegen den Landesliga-Absteiger aber immerhin zweimal traf, verhinderte Schlimmeres. Für sein Team, aber auch für ihn.

Sonntag, 08.09.2013, 19:09 Uhr

Björn Weber (li.) hatte nach der Pause die beste Chance zum 3:1, jagte .den Ball aber in die Wolken.
Björn Weber (li.) hatte nach der Pause die beste Chance zum 3:1, jagte .den Ball aber in die Wolken. Foto: ms

Nähme man nur die zweite Halbzeit der Bezirksliga-Partie zwischen Vorwärts Ahlen und der SG Bockum-Hövel als Maßstab, dann hätte Jonas Strupat nach dem Schlusspfiff sicher Angst um seine Ohren haben müssen. Denn Trainer Ralf Pottgüter hätte sie ihm wohl am liebsten langgezogen angesichts diverser dicker Torchancen, die der Vorwärts-Stürmer nach der Pause versemmelt hatte. Doch die Verdienste, die er sich mit zwei Toren in der ersten Halbzeit erworben hatte, bewahrten ihn davor und bescherten den Gastgebern beim 2:2 (2:1) zumindest einen Punkt.

„Zwei Punkte haben wir heute aber verschenkt“, konstatierte Pottgüter nach dem Spiel treffend. Schließlich hatte seine Mannschaft den Landesliga-Absteiger nach der Pause völlig unter Kontrolle gehabt. Dass vor drei Monaten noch drei Klassen zwischen beiden Teams gelegen hatten, war nicht zu sehen. Es schien nur eine Frage der Zeit, wann das 3:1 fallen würde und damit eine Vorentscheidung. Gleich viermal (49., 67., 69, 76.) hatte Jonas Strupat, der immer wieder im SG-Strafraum für Unruhe sorgte, den dritten Treffer auf dem Fuß. Doch die Kaltschnäuzigkeit, die ihn noch in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hatte, war ihm in der Kabine offenbar abhanden gekommen.

Björn Weber (li.) hatte nach der Pause eine gute Chance zum 3:1.

Björn Weber (li.) hatte nach der Pause eine gute Chance zum 3:1. Foto: ms

Denn entweder scheiterte der Vorwärts-Goalgetter nun am gegnerischen Keeper, schoss knapp vorbei oder traf den Ball nicht richtig. „Doch nicht nur er hatte ja Chancen“, nahm Pottgüter seinen Kapitän aus der Schusslinie. Die wohl beste Gelegenheit in der zweiten Hälfte vergab Björn Weber , als er den Ball nach schöner Vorarbeit von Strupat aus kurzer Distanz frei stehend Richtung Dachgeschoss des benachbarten Rathauses beförderte.

Dass so viel Fahrlässigkeit nicht unbestraft bleiben kann, hatten einige Zuschauer schon geahnt. „Pass auf, gleich fällt das 2:2“, hatte einer von ihnen gerade prognostiziert, als der Ball tatsächlich im Vorwärts-Tor einschlug. Es war die erste Chance für die Gäste nach der Pause. Doch die nutzte Markus Löwen eiskalt zum Ausgleich (78.) – wobei seine Hand zuvor bei der Annahme dem Ball verdächtig nahe gekommen war.

„Für mich klar Hand“, betonte Pottgüter und stellte fest: „Beide Gegentore waren nicht regulär.“ Was unzweifelhaft für den ersten Treffer der Gäste galt. Denn bevor Simon Schroth zum 0:1 abstaubte (21.), hatte er bei der Ballabgabe klar im Abseits gestanden. So weit hätte es aber gar nicht erst kommen müssen. Denn das, was Pottgüter vor der Partie als Mangel beim vorangegangenen Spiel angesprochen hatte, ließ sich auch diesmal nicht ausmerzen: Nach einem wiederholten Ballverlust in der Offensive waren die Vorwärtsler in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug und wurden ausgekontert.

Nachdem zuvor Marcel Hahnemann das frühe 1:0 vergeben hatte, als er den Ball direkt auf den SG-Keeper köpfte, drehte Strupat den Rückstand mit einem Doppelpack in eine 2:1-Pausenführung. Nur zwei Minuten nach dem 0:1 war er nach einer weiten Flanke von Dennis Ortmann mit einem wuchtigen Kopfball zur Stelle und traf zum Ausgleich (23.). Kurz vor Ende der ersten Hälfte hämmerte er den Ball nach Flanke von Björn Weber seitlich in der Luft liegend zum 2:1 in die Maschen – was letztlich dafür sorgte, dass seine Ohren unversehrt blieben.

Vorwärts:Akin – K. Ortmann, Hahnemann, Pälmke, Bühler – D. Ortmann, Linnemann (68. Schmidt), Bonenkamp, Weber – Krampe, Strupat

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