Paukenschlag mit Hindernissen
Zum Haare raufen

Ahlen -

Vorwärts Ahlen hat in der Bezirksliga mit einem 3:1-Sieg gegen den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter TuS Wiescherhöfen für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Allerdings kostete dieser Erfolg alle Beteiligten reichlich Nerven – weil es die Hauptakteure mit der Präzision im Abschluss nicht ganz so genau nahmen.

Sonntag, 29.09.2013, 21:09 Uhr

Einen überraschenden Sieg feierten Jan-Hendrik Schmitz (Mitte), Jonas Linnemann und die DJK-Fußballer gegen Wiescherhöfen. Aber einen nicht unverdienten.
Einen überraschenden Sieg feierten Jan-Hendrik Schmitz (Mitte), Jonas Linnemann und die DJK-Fußballer gegen Wiescherhöfen. Aber einen nicht unverdienten. Foto: ms

Mit einem Paukenschlag hat sich Vorwärts Ahlen erfolgreich in der Bezirksliga zurückgemeldet. Ausgerechnet gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer TuS Wiescherhöfen hat die Mannschaft von Ralf Pottgüter einen starken Auftritt hingelegt und verdient mit 3:1 gewonnen, wenngleich die Chancenverwertung unterirdisch war. Mindestens fünf Hundertprozentige hatten die Ahlener zuvor beim Stand von 2:1 vergeben. „Ich habe ständig an das 2:2 gegen Bockum-Hövel denken müssen“, schmunzelte „Potti“. „Das letzte Tor hätte ruhig früher fallen dürfen.“

So unbefriedigend die Torausbeute auch war, ist das natürlich Jammern auf hohem Niveau. Denn vor der Partie hatte wohl kaum jemand mit diesem Endstand gerechnet. Wiescherhöfen hatte nicht nur noch keine Partie verloren, sondern vergangene Woche auch gegen den SV Hilbeck mit 4:3 gewonnen. Die Mannschaft, die wiederum eine Woche davor die Ahlener mit einer 7:0-Packung nach Hause geschickt hatte.

Und so war schon der Verlauf der eher drögen ersten Halbzeit eine Überraschung. Denn die hoch gehandelten Gäste kamen zunächst genauso wenig zu klaren Torchancen wie Vorwärts. 20 Meter vor dem gegnerischen Kasten war in der Regel Schluss. Kein Wunder, dass beide Treffer vor der Pause durch Standardsituationen fielen. Nach zwei, drei Ecken hintereinander für die Hausherren stand schließlich Marcel Hahnemann bei einer Freistoß-Flanke goldrichtig und drückte den Ball per Kopf zum 1:0 über die Linie (28.).

Der Ausgleich fiel psychologisch ungünstig unmittelbar vor der Pause – und auch bei Wiescherhöfen nach einer Freistoß-Flanke. Julian Rohlmann brachte den Ball vor das Tor von Serkan Akin. Der rettete noch auf der Linie, war dann aber beim Nachsetzen von Tarik Basoglu machtlos (44.). Als Basoglu nur eine Minute später erneut im 16er auftauchte, hatten die Ahlener sogar Glück, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu müssen.

Nach der Pause nahm die Partie sofort deutlich an Fahrt auf – wiederum von beiden Seiten und wiederum mit dem besseren Ende für die DJK. Der gerade eingewechselte Max Höltgen ließ seine Chance noch liegen, als er sich nicht traute, mit links abzuziehen (59.). Doch nur eine Minute später war Sebastian Pälmke zur Stelle und verwertete eine Flanke von Jan-Hendrik Schmitz.

Was folgte, war eine unglaubliche Ansammlung vergebener Möglichkeiten. Vorwärts konterte mustergültig, versiebte aber jede noch so gute Chance fahrlässig: In der 68. Minute Jonas Strupat nach Zuspiel von Lars Bühler. In der 69. Minute Björn Weber. 72. Minute: Wieder Strupat, diesmal nach Konter über Weber und in der 75. Minute Weber nach Zuspiel von Strupat. Die zunächst glückliche Führung der Pottgüter-Elf war danach hochverdient, aber eben gefährdet. Erstaunlich, dass die Ahlener Fans überhaupt noch Haare auf dem Kopf hatten, so oft wie sie sich selbige raufen mussten. Erst in der 89. Minute machte Strupat das 3:1.

Vorwärts: Akin – Hahnemann, Strupat, Pälmke, Weber (90. Mehovic), Maskar, Linnemann (58. Höltgen), Schmitz, Dontsis (65. Bühler), K. Ortmann, D. Ortmann.

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