Kreispokal: Vorwärts unterliegt Roland mit 1:7
Zwei Nummern zu groß

Ahlen -

Nur Optimisten konnten wieder auf ein kleines Fußballwunder wie gegen Rot-Weiß Ahlen hoffen. Doch das blieb dieses Mal aus. Gegen Roland Beckum unterlag Bezirksligist Vorwärts Ahlen mit 1:7 und schied damit im Halbfinale des Kreispokals aus.

Freitag, 22.11.2013, 23:11 Uhr

Ein seltener Entlastungsangriff: Jonas Strupat am Ball und auf dem Weg nach vorne. Meistens kam Vorwärts Ahlen gegen starke Beckumer nicht sehr weit.
Ein seltener Entlastungsangriff: Jonas Strupat am Ball und auf dem Weg nach vorne. Meistens kam Vorwärts Ahlen gegen starke Beckumer nicht sehr weit. Foto: ms

Schulterzucken allerorten, vielleicht ein kurzes Schütteln – und dann ab in die Kabine. So richtig enttäuscht ist bei Vorwärts Ahlen am Freitagabend niemand über das Ausscheiden gegen Roland Beckum gewesen. Auch nicht über das doch sehr deutliche Ergebnis im ersten Halbfinale des Kreispokals , das die Gäste aus Beckum mit 7:1 für sich entschieden.

Zu deutlich war nämlich zuvor auch der Klassenunterschied auf dem Feld gewesen. Spielerisch war Roland sowieso überlegen. Anders als noch vor vier Wochen Rot-Weiß Ahlen ließen die Beckumer aber auch nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen, dass sie sich vom „kleinen“ Bezirksligisten nicht ein Bein stellen lassen würden. Mit gutem Stellungsspiel, vernünftigem Gegenpressing und klaren Aktionen in der Offensive sorgten sie schnell für ebenso klare Verhältnisse. Bereits zur Pause stand es 3:0.

So blieb Vorwärts-Trainer Ralf Pottgüter am Ende nichts anderes übrig, als dem Gegner anerkennend zu gratulieren: „Roland hat das gut gemacht. Auch die Höhe war völlig in Ordnung. Vielleicht sind die Tore etwas zu früh gefallen“, sagte „Potti“. Aber mehr, als den Oberligisten ein paar Minuten länger zu ärgern, wäre wohl ohnehin nicht drin gewesen.

Die erste gute Möglichkeit des SC hatte Pascal Debowiak in der 14. Minute. Nach einem Heber über die Abwehrkette der Ahlener stand er allein auf weiter Flur. Fast jedenfalls, denn Keeper Patrick Wasin war zur Stelle. Nur fünf Minuten später hatte er aber keine Chance, weil ihn seine Vorderleute doch reichlich nachlässig im Stich ließen. Nach einem Freistoß von links segelte der Ball quer über den 16er, den Fünfmeterraum und butterweich auf den Kopf von Debowiak, der am langen Pfosten ungedeckt einnickte.

Und weil‘s so schön anzusehen war, gleich nochmal dasselbe: Wieder eine weite Flanke über den Strafraum und dieses Mal stand Joachim Mrowiecz mutterseelenallein beim Kopfball. 0:2 nach 23 Minuten – der Drops war gelutscht.

Danach lenkte Wasin einen Fernschuss an den Pfosten. Und auch am dritten Gegentreffer war er schuldlos. Dieses Mal nach einer Ecke. Aber ansonsten wie ein Abziehbild der ersten Tore: Keiner beim freien Mann und Michel Eising bedankte sich – auch er mit Köpfchen (39.). Das Ergebnis ging völlig in Ordnung. Die Beckumer Überlegenheit überdeutlich. Schließlich kam Vorwärts kaum mal weiter als bis zur Mittellinie. Doch wie die Tore fielen, musste zu denken geben, weil es eben ganz einfache Dinge waren, die zu den Gegentreffern führten.

Sei‘s drum, Pottgüter konnte die Gelegenheit nutzen und Sohn Dominik zur zweiten Halbzeit nach der langen Verletzungspause Einsatzminuten geben. Denn das bei so starken Gegnern wieder ein kleines Fußballwunder zustande kommen könnte, glaubte niemand.

Die zweite Halbzeit ist deshalb schnell erzählt: Der eingewechselte Michael Krahn in der 53. Minute mit dem ersten Treffer per Fuß zum 0:4. Zwölf Minuten später erneut Mrowiecz mit einem ansatzlosen Schuss von der Strafraumgrenze ins kurze Eck – das 0:5.

Immerhin schafften die Hausherren noch den Ehrentreffer. Und was für einen. Viel schöner, als Dennis Ortmann seinen Heber unter Bedrängnis im Tor unterbrachte, kann man das nicht machen (69.).

Danach taten die beiden weiteren Gegentreffer nicht mehr so weh. Maurice Schwab (79.) und Mrowiecz zum Dritten sorgten für den Endstand.

„1:7 gegen einen Oberligisten ist keine Schande“, befand Ralf Pottgüter. „Ich bin trotzdem zufrieden, dass wir so weit gekommen sind.“ Also, noch einmal schütteln und dann geht‘s in der Liga weiter. . .

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