Vorwärts rettet nach Torwart-Fehler noch zum 1:1 gegen Neubeckum
Zunder erst am Ende

Ahlen -

Es hätte auch schlimmer kommen können. Zwar gelang Bezirksligist Vorwärts Ahlen gegen den SV Neubeckum nur ein 1:1. Doch nach dem zwischenzeitlichen Rückstand wegen eines Fehlers von Keeper Serkan Akin war nicht viel mehr drin. Der Torwart machte seinen Fehler in der Schlussphase mit guten Paraden wieder wett.

Montag, 18.11.2013, 06:11 Uhr

Eins, zwei, drei, vier Gegenspieler: In Szenen wie dieser bewies Torjäger Jonas Strupat auch gegen Neubeckum, warum er in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst wurde.
Eins, zwei, drei, vier Gegenspieler: In Szenen wie dieser bewies Torjäger Jonas Strupat auch gegen Neubeckum, warum er in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst wurde. Foto: ms

Es gibt Spiele, da ist sofort Musik drin. Und es gibt Spiele, die fangen erst nach 76 Minuten richtig an. Das 1:1 zwischen Vorwärts Ahlen und dem SV Neubeckum gehört ganz klar in die zweite Kategorie. Eingeleitet durch einen kapitalen Bock von DJK-Keeper Serkan Akin , der sich selbst ein Ei ins Nest legte, entwickelte sich eine spannende Schlussphase. In der schafften die Hausherren noch den Ausgleich durch Lars Bühler (81.) und waren nah dran am Siegtor, hätten sich aber ebenso gut den zweiten Gegentreffer fangen können. Reichlich Gelegenheiten also für Akin, um sich gleich wieder zu rehabilitieren. Die nutzte der Ahlener Schlussmann, weshalb am Ende der eine gewonnene Punkt ebenso zum Teil auf seine Kappe ging wie die zwei verlorenen.

„Wir haben uns heute einfach zu blöd angestellt“, sagte DJK-Coach Ralf Pottgüter und meinte damit explizit nicht seinen Schnapper. Stattdessen bemängelte er das hektische, kopflose Spiel seiner Elf im Vorwärtsgang. „Wir müssen einfach ruhiger agieren. Dann können wir so ein Spiel auch gewinnen. Aber wir scheitern an uns selbst.“

In der Tat hatten die Hausherren ihre Gäste über weite Teile der Partie gut im Griff, blieben aber selbst zu harm- und ideenlos im Angriff. So waren in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten nur zwei Chancen zu verzeichnen. Die beste hatten dabei sogar die Neubeckumer. Hätte Patrick Zwoll in der 38. Minute seinen Distanzschuss tatsächlich im Tor untergebracht, hätte das allerdings den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. So ging es mit 0:0 in die Kabine. Ein gefährliches Ergebnis, wie sich später heraus stellen sollte.

Zurück auf dem Platz sorgten allerdings die Gastgeber für das erste Ausrufezeichen. Jan-Hendrik Schmitz schaffte es in der 55. Minute als Erster durch die Neubeckumer Hinterreihe, ließ beim Abschluss aber die nötige Ruhe vermissen. Bis eine Viertelstunde vor Schluss fehlten die klaren Aktionen. Und dann leistete sich Akin den folgenschweren Aussetzer: Eine Ecke des gerade erst eingewechselten Enis Javor hatte er scheinbar sicher herunter gepflückt und ließ den Ball dann doch durch die Finger gleiten. Der kullerte zum 0:1 ins Tor (76.). Ein Fehler, wie er nie vorkommen sollte und der doch jedem Schlussmann mindestens einmal in der Karriere passiert.

Vorwärts musste danach aufmachen. Der Rückstand schien aber auch so etwas wie eine Initialzündung für verstärkte Bemühungen im Angriff zu sein. Vor allem Jonas Strupat, der nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder auf dem Feld stand, zeigte, warum er vermisst wurde. Mustergültig sein Pass auf Lars Bühler. Prompt besorgte der den Ausgleich (81.). Nicht weniger schön auch der zweite Strupat-Pass, diesmal in den Lauf von Björn Weber. Doch der vergab. Im Gegenzug stand Patrick Zwoll allein auf weiter Flur, weil die Ahlener auf Abseits spekuliert hatten. „Zum Schluss hatten wir auch Glück“, so Pottgüter.

Vorwärts: Akin – Hahnemann, Strupat, Pälmke, Weber, Bonenkamp, Höltgen (80. Venker), Linnemann (62. Bühler), Schmitz (80. Mehovic), K. Ortmann, D. Ortmann.

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