Insolvenzverfahren von RW Ahlen
Weg mit dem Klotz am Bein

Ahlen -

Rot-Weiß Ahlen könnte die neue Saison ohne den Makel der Insolvenz angehen. Diese Botschaft vermittelten Insolvenzverwalter Michael Mönig und RWA-Vorsitzender Dirk Neuhaus am Freitag. Allerdings gilt es vorher noch eine neue Hürde zu nehmen.

Freitag, 23.05.2014, 13:05 Uhr

Sendeten positive Signale, was ein baldiges Insolvenzende von Rot-Weiß Ahlen angeht: Insolvenzverwalter Michael Mönig (links) und Vorsitzender Dirk Neuhaus.
Sendeten positive Signale, was ein baldiges Insolvenzende von Rot-Weiß Ahlen angeht: Insolvenzverwalter Michael Mönig (links) und Vorsitzender Dirk Neuhaus. Foto: Cedric Gebhardt

Am Samstag ist es genau drei Jahre her. Am 24. Mai 2011 wurde das Insolvenzverfahren von Rot-Weiß Ahlen eröffnet. Auf diesen Ehrentag hätten sie im Verein liebend gern verzichtet. Dafür aber gibt es deutliche Signale, dass das Verfahren keinen vierten Geburtstag mehr erleben wird.

Diese Botschaft brachte RWA-Vorsitzender Dirk Neuhaus am Freitag gemeinsam mit Insolvenzverwalter Michael Mönig unters Volk. „Wir gehen davon aus, dass wir die neue Saison ohne Klotz am Bein spielen“, unterstrich Neuhaus. Bis Mitte August soll das Insolvenzverfahren des Vereins endgültig behoben sein. Zuvor allerdings gilt es noch eine Umsatzsteuersonderprüfung des Finanzamts abzuwarten. „Diesbezüglich befinden wir uns im Dialog. Ich bin guter Dinge, dass wir uns auf eine schnelle Lösung einigen können“, befand Michael Mönig. Für Pfingsten sei ein entsprechendes Gespräch vorgesehen.

Kommt Mönig dabei überein, kann der bereits ausgearbeitete Insolvenzplan bei Gericht eingereicht werden. Von da an dürfte es laut Mönig noch sechs bis acht Wochen dauern, dann sei die Insolvenz beendet.

Dass das Verfahren so lange dauere, habe plausible Gründe. „Anfangs sind Feuer hochgelodert. Die haben wir ausgetreten. Jetzt kommen immer mal wieder kleine Feuerchen, aber auch die werden wir löschen“, versprach der Rechtsanwalt aus Münster. Zunächst einmal sei es bei Antragstellung und der späteren Eröffnung des Verfahrens darum gegangen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und damit den Verein am Leben zu halten. Dann galt es, die Masseverbindlichkeiten zu bedienen – also die Kosten des Verfahrens und Verbindlichkeiten, die sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Und zu guter Letzt müssen nun noch die Altgläubiger befriedigt werden, mit denen sich Mönig weitgehend geeinigt hat. „Ein normales Insolvenzverfahren in Deutschland dauert zwischen sieben und zehn Jahren. Wir sind also noch gut dabei“, urteilte Michael Mönig mit einem Schuss Galgenhumor. „Bitte sprechen Sie nicht von weiteren Jahren“, merkte Dirk Neuhaus augenzwinkernd an.

Der RWA-Vorsitzende machte in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, wie wichtig ein finales Signal zur Aufhebung der Insolvenz sei – vor allem für Sponsorengespräche. Ein Gönner, der im November eigentlich eine feste Zusage gegeben hatte, sei mittlerweile abgesprungen. „Der eine oder andere Sponsor wird nervös, weil es so lange dauert“, berichtete Neuhaus. Daher versicherte Michael Mönig nochmals nachdrücklich, dass „jeder Cent, den ein Sponsor gibt, auch wirklich im Verein ankommt“ und nichts in die Insolvenzmasse fließe.

So kurz vorm Ziel dürfe man jetzt nicht aufgeben, wiederholte Dirk Neuhaus, der künftig mit RW Ahlen wieder erfreulichere Jahrestage als den am Samstag erleben möchte.

Anfangs sind Feuer hochgelodert. Die haben wir ausgetreten. Jetzt kommen kleine Feuerchen, aber auch die werden wir löschen.

Michael Mönig
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