Tennis: Beim TC Blau-Weiß Ahlen knirscht es im Gebälk
Vorstandswahl mit Misstönen

Ahlen -

Der Vorstand des TC Blau-Weiß 23 Ahlen ist nach dreimonatiger Vakanz wieder komplett. Die außerordentliche Mitgliederversammlung offenbarte jedoch erneut deutliche Meinungsverschiedenheiten.

Montag, 16.06.2014, 06:06 Uhr

Der Vorstand des TC Blau-Weiß 23: (v.l.) Norbert Krichel, Jürgen Friebel, Wilfried Sievert, Sonja Nettebrock, Julius Heuser, Marc Szymanski, Burkhard Knepper, Christian Stroick, Sabine Entrup, Thomas Knieper, Sabine West, Marc Ebbinghaus, Sylvia Knoth, Mathilde Krüger und Ludger Block.
Der Vorstand des TC Blau-Weiß 23: (v.l.) Norbert Krichel, Jürgen Friebel, Wilfried Sievert, Sonja Nettebrock, Julius Heuser, Marc Szymanski, Burkhard Knepper, Christian Stroick, Sabine Entrup, Thomas Knieper, Sabine West, Marc Ebbinghaus, Sylvia Knoth, Mathilde Krüger und Ludger Block. Foto: Lucas Schuricht

Die Suche nach einem Leitwolf ist beendet: Am Freitagabend hat der TC Blau-Weiß 23 Ahlen in Burkhard Knepper einen neuen Vorsitzenden gefunden. Eine erfreuliche Nachricht für den Tennisclub, der seit dem überraschenden Rücktritt von Leander Wolf im März führungslos durch das Frühlingsquartal irrte.

Eine vom Verein eingesetzte Findungskommission sollte zügig ein neues Vorstandsteam aufstellen – mit Erfolg. Der frisch gewählte Burkhard Knepper will den Verein in Zukunft wieder in ein ruhigeres Fahrwasser hieven und weiß auch schon genau wie. Doch nicht jeder konnte sich am Abend mit dem angestrebten Kurs anfreunden.

Es war ein kurzer Auftritt für Thomas Nowotny, bis zum Abend noch 2. Vorsitzender, der gegen 19.30 Uhr im Vereinsclubheim „Zur Filzkugel“ die Versammlung eröffnete und schon 30 Minuten später als Kopf des Vereins abgelöst wurde. Humorvoll stellte er fest: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich tatsächlich als kürzester Vorsitzender im Amt in die Annalen eingehen werde.“ Fast drei Monate dauerte die Suche nach dem neuen Führungspersonal, die sich als „besonders schwere Zeit“ herausstellte, so Wolfgang Szymanski vom Ältestenrat. In seiner 32-jährigen Vorstandsarbeit habe er solch eine Situation noch nie erlebt.

Aber immerhin war mit Burkhard Knepper endlich jemand gefunden, der in die Fußstapfen von Vorgänger Leander Wolf treten mochte. Gerade neu im Amt, stellte Knepper gleich Bedingungen für sein Engagement: Er wolle bestimmte Leute mit in den Vorstand nehmen. Den Grund lieferte er gleich mit: „Ich möchte ein Team um mich herum haben, auf das ich mich verlassen kann und von dem ich weiß, dass am Ende auch wirklich etwas dabei herumkommt.“ Ziemlich klare Worte des 65-Jährigen, der es nicht als selbstverständlich ansehe, in seinem Alter noch eine so wichtige Rolle zu übernehmen. Nicht verwunderlich, dass er damit auf vereinzelten, aber dennoch starken Widerstand stieß. Dieser führte dazu, dass über alle Vorstandspositionen einzeln und nicht im Block abgestimmt wurde. Zäh gestaltete sich die Wahl der 13 zu vergebenen Posten – erweiterter Vorstand inklusive – schon zu Beginn.

Sabine Entrup stand auf der Wunschliste für den Posten der 2. Vorsitzenden und somit als Bedingung für die Amtsausführung von Knepper, der nochmals seinen Standpunkt deutlich machte: „Der Vorstand soll als das von mir vorgeschlagene Gefüge gewählt werden. Ich lasse mir da keinen rauspicken.“ Doch nicht allen schmeckte der Vorschlag und so wurde mit Hartmut Entrup eine Alternative angeboten. Dieser stellte sich jedoch nicht zur Wahl, sondern bestärkte Burkhard Knepper in seinem Credo. Alles andere als entspannt verlief zudem die Besetzung des 2. Sportwarts, der eigentlich für Sonja Nettebrock vorgesehen war.

Vor allem für Michael Fliescher war es eine überraschende Entscheidung. Der Berufstrainer des TC Blau-Weiß, der sich für die Stelle beworben hatte, wurde nicht berücksichtigt. Es entstand eine heiße Debatte zwischen Fliescher und Knepper. Wolfgang Szymanski versuchte den verbalen Schlagabtausch aufzulockern und erklärte, dass man aktuell keinen Trainer im Vorstand haben wolle: „Dies ist keine persönliche, sondern vielmehr eine Grundsatzfrage.“

Wesentlich leichter verlief die Vergabe der übrigen Vorstandsplätze: Jürgen Friebel als Kassenwart, Thomas Knieper als 1. Sportwart und Mathilde Krüger als Schriftführerin. Im erweiterten Vorstand fungieren Ludger Block und Marc Szymanski als Technische Warte, Sabine West und Julius Heuser zusammen als Jugendwarte und Marc Ebbinghaus als Pressewart. Christian Stroick und Wilfried Sievert übernehmen zudem die Funktion als Beisitzer. Dieses Team soll den Sportverein nun wieder in die richtige Spur bringen. Viel Zeit haben sie jedoch nicht, da im Frühjahr 2015 bereits die nächsten Vorstandswahlen anstehen. Bis dahin gilt es im Verein noch einige interne Querelen aufzuarbeiten.

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