Max Dahlhoff bricht nach Schweden auf
Packst du noch oder lebst du schon?

Ahlen -

Den Namen Max Dahlhoff wird man in den nächsten Monaten in der Mannschaftsaufstellung von Rot-Weiß Ahlen vergeblich suchen. Der Verteidiger verbringt ein Auslandssemester in Schweden. Seinem Verein aber bleibt er auch in Skandinavien eng verbunden.

Donnerstag, 14.08.2014, 18:08 Uhr

In Zivil wird man Max Dahlhoff in nächster Zeit öfter sehen - vorausgesetzt man hält sich im schwedischen Karlstad auf. Dort absolviert der Verteidiger von RW Ahlen bis Januar ein Auslandssemester.
In Zivil wird man Max Dahlhoff in nächster Zeit öfter sehen - vorausgesetzt man hält sich im schwedischen Karlstad auf. Dort absolviert der Verteidiger von RW Ahlen bis Januar ein Auslandssemester. Foto: Marc Kreisel

Raumenge und Zeitnot sind zwei entscheidende Charakteristika des modernen Fußballs. Als Verteidiger von Rot-Weiß Ahlen ist Max Dahlhoff damit bestens vertraut. Um die Raumenge geht es am Donnerstag eher am Rande. Passt alles auch wirklich in den Koffer? Aber vor allem geht es um Zeitnot.

„Ich mache vieles auf den letzten Drücker“, sagt Dahlhoff am Donnerstagnachmittag. Da ist die Reisetasche noch immer nicht vollständig gepackt. Ein paar Stunden bleiben ja noch, bis der 21-Jährige am Freitagvormittag mit einem Kommilitonen gen Schweden aufbricht. In Karlstad wird Dahlhoff ein Auslandssemester absolvieren. An der TU Dortmund studiert der Ahlener im fünften Semester BWL.

„Jetzt ist vom Zeitpunkt her die beste Möglichkeit gekommen, diesen Schritt zu gehen“, sagt Dahlhoff. Die Hochschule in Karlstad ist Partner der Uni in Dortmund und organisiert den Aufenthalt. Max Dahlhoff wird ein Zimmer in einem Studentenwohnheim beziehen. Die Küche teilt er mit anderen Bewohnern. Alles weitere wird sich schon vor Ort ergeben.

200 Euro hat der Ahlener als Startkapital bereits in schwedische Kronen umgetauscht. Das ist also auch geklärt. Aber was ist nun mit der Kleidung? „Jetzt ist es noch sommerlich warm in Schweden. Aber ab November, Dezember wird es dort sehr kalt. Ich muss also ein ziemlich breites Spektrum an Klamotten einpacken“, weiß Dahlhoff aus Erfahrung. Seine Schwester konnte ihm diesbezüglich Tipps geben. Sie war bereits als Au-Pair in Skandinavien. „Und früher waren wir öfter in Schweden im Urlaub, das ist ein richtig schönes Land“, sagt Dahlhoff. Unter anderem deshalb hat er sich auch dazu entschlossen, für ein knappes halbes Jahr seine Zelte in Ahlen abzubrechen. Damit steht er auch Rot-Weiß Ahlen in der Hinrunde nicht zur Verfügung. Er habe deshalb lange überlegen müssen, ob er dennoch ins Land der Elche geht. Dann sei ihm bewusst geworden, dass „es mir auch jederzeit passieren könnte, dass ich mich verletze und deshalb ein halbes Jahr raus bin“. Und da er den Schritt ohnehin machen wollte, habe er sich dafür entschieden – mit der Konsequenz, sich seinen Platz bei RWA nach seiner Rückkehr erst wieder erarbeiten zu müssen.

„Das Semester in Schweden beginnt bereits jetzt im August und geht nur bis Januar. Das ist perfekt, dann kann ich zur Winterpause wieder einsteigen“, so der Plan des Abwehrspielers, der sich über Uni-Sport fithalten möchte. Dienstag verabschiedete er sich von der Mannschaft und vom Trainer. „Ich hab den Jungs gesagt, dass sie sich anstrengen sollen, damit sie einen vernünftigen Tabellenplatz vorweisen können, wenn ich zurückkomme“, trompetet Dahlhoff.

Den Donnerstagabend verbringt der Ahlener im engsten Kreis. „Es fällt einem immer schwer, wenn man die Mama zurücklässt. Aber ich freue mich auf das Neue. Es wird gut tun, einfach mal rauszukommen“, glaubt Dahlhoff.

Freitagvormittag soll die Reise beginnen. Die rund 1200 Kilometer bis nach Karlstad werden häppchenweise eingeteilt. „Wir möchten auf dem Weg noch ein bisschen was sehen“, so Dahlhoff. Am Freitag geht’s nur bis Lübeck, Samstag bis Göteborg, und am Sonntag folgt die letzte Etappe. Gegen Mittag möchte Dahlhoff in seiner neuen Heimat eintreffen.

Drei Dinge hat er sich für seine Ankunft vorgenommen: Koffer auspacken und ankommen. „Und dann werde ich mich gegen 17 Uhr direkt informieren, wie die Jungs gegen Erkenschwick gespielt haben“, kündigt Dahlhoff an. Rot-Weiß Ahlen ist ihm dann trotz der Entfernung noch immer ganz nah.

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