RWA-Verteidiger in Schweden
Der Weltenbummler

Ahlen/Karlstad -

Vor neun Wochen ist Max Dahlhoff zu seinem Auslandssemester nach Karlstad aufgebrochen. Dort angekommen, hat der Abwehrspieler von Rot-Weiß Ahlen interessante Erfahrungen gemacht – und er gibt ein Versprechen für seine Rückkehr ab.

Mittwoch, 22.10.2014, 06:10 Uhr

Wenn Rot-Weiß Ahlen so weiter macht, wird die Konkurrenz in der Fußball-Oberliga den Spitzenreiter bald nicht mal mehr mit dem Fernglas erkennen können, soweit ist er enteilt. Im Fall von Max Dahlhoff hilft nicht mal das. Er weilt seit nunmehr neun Wochen im 1200 Kilometer weit entfernten Karlstad .

Ein Feldstecher würde da nicht reichen, um von Schweden aus das Wersestadion im Auge zu behalten. Statt dessen hält sich der 21-Jährige über das Internet auf dem Laufenden. „Unsere Spiele verfolge ich immer im Liveticker und ich bin richtig stolz, dass die Jungs so einen guten Job machen und zurzeit Tabellenführer sind. Überrascht bin ich nicht ganz so sehr, weil ich schon vorher wusste, dass da für diese Saison eine ganz starke Truppe zusammengestellt wurde“, sagt Dahlhoff.

Er selbst hat vor einiger Zeit ein Probetraining beim schwedischen Club Carlstad United absolviert. „Aber wegen der Kürze der Zeit bis zum Ende der Saison, die hier nur bis Mitte Oktober geht, und zu vielen Überschneidungen von Uni und Training ist es nur beim Probetraining geblieben“, berichtet Dahlhoff. Dafür spiele er mit einigen Kommilitonen Fußball, absolviere regelmäßig Laufeinheiten und gehe in die Muckibude. „Meine Kondition und Fitness werden keinesfalls unter dem geringeren Umfang an fußballerischen Einheiten leiden. Ich werde durch Laufeinheiten und andere Sportarten dafür sorgen, dass ich fit bin, wenn ich zurückkomme“, verspricht der RWA-Verteidiger. Vorher aber hat er noch ganz andere Pläne. Bis zu seiner Rückkehr im Januar hat er sich vorgenommen, noch einige Reiseziele abzustecken. Anfang Oktober unternahm der Blondschopf einen Trip durch Norwegen.

„Dort haben wir die Stationen Oslo, Bergen und Fjorde zwischen den beiden Städten besucht. Die Fjorde und die ganze Natur sind wirklich atemberaubend. Norwegen ist genau wie auch Schweden ein besonders sehenswertes Land“, schildert der Ahlener seine Eindrücke. Auch der Hauptstadt Stockholm hat er bereits einen Besuch abgestattet. Die Liste ist damit noch lange nicht abgearbeitet. „In den verbleibenden Monaten werde ich mir noch Riga, Helsinki, Tallinn, St. Petersburg und Lappland ansehen“, sagt der Weltenbummler.

Halb Skandinavien und dazu noch Lettland, Estland und Russland – ein strammes Programm. Bleibt da überhaupt noch Zeit fürs Studieren? Max Dahlhoff bejaht das eindeutig. Sein Semester ist in zwei Hälften aufgeteilt. Im ersten Teil belegt er einen Vollzeit-Kurs in „Marketing Strategies“, im zweiten einen Fortgeschrittenenkurs in Schwedisch, „um meine bestehenden Kenntnisse weiter zu verbessern.“ „Der Sprachkurs aber ist kein Vollzeit-Kurs, weshalb ich noch ein wenig Zeit zum Reise habe. Außerdem sind meine Kurse hier zwar sehr aufwendig, aber viel auf Heimarbeit ausgelegt“, sagt Dahlhoff. Und das lasse sich nun mal wunderbar mit weiteren Exkursionen verbinden.

Seinen Teamkollegen in der Heimat rät er unterdessen: „Wir sollten nach dem guten Saisonstart auf dem Teppich bleiben und einfach nur von Spiel zu Spiel denken. Aber man kann schon sagen, dass wir mit der Spielweise, Einstellung und dem Teamgeist der letzten Wochen jeden in der Liga schlagen können.“

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