Nachwuchsgeher gibt sich unbekümmert
„Nervosität spielt bei mir keine Rolle“

Ahlen -

Unter freiem Himmel hat er sein Können bereits unter Beweis gestellt. Am Samstag aber gibt Aaron Flötotto sein Debüt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 – und ist vollkommen gelassen.

Donnerstag, 12.02.2015, 06:02 Uhr

Bei Trainer Manfred Kreutz und seinem Schützling Aaron Flötotto herrscht Vorfreude auf den Wettkampf.
Bei Trainer Manfred Kreutz und seinem Schützling Aaron Flötotto herrscht Vorfreude auf den Wettkampf. Foto: Danny Schott

Auf Aaron Flötotto wartet am Samstag der erste Höhepunkt des Jahres. Für den Nachwuchsgeher stehen die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg an. Bei dem Großevent vertritt er diesmal ganz allein die Farben der LG Ahlen, da Trainingskollegin Ricarda Breer knapp an der Qualifikationsnorm im 3000-Meter-Bahngehen gescheitert ist und LG-Vorzeigeathlet und 800-Meter-Spezialist Dennis Biederbick erneut von Verletzungssorgen geplagt ist.

Während Aaron Flötotto in den letzten beiden Jahren bereits bei den Deutschen Freiluftmeisterschaften sein Können unter Beweis gestellt hat, wird er am Samstag seine Premiere bei den Hallenmeisterschaften feiern. Obwohl er in der männlichen Jugend U20 mit Abstand als jüngster Athlet an der Startlinie stehen wird, fiebert er seiner Teilnahme im Bahngehen über 5000 Meter gelassen entgegen: „Ich freue mich total auf den Wettkampf. Nervosität spielt da bei mir keine Rolle.“

Er wird zwar als frisch gebackener Westdeutscher Meister anreisen. Trotzdem zeigt er sich weniger optimistisch als realistisch. „Ich rechne mir in der U20 zwar keine guten Chancen aus, sehr weit vorne mitzumischen, aber ich möchte Spaß haben, Erfahrung sammeln und dazulernen“, so die Erwartungshaltung des Ahleners. „Die Deutschen Jugendmeisterschaften haben schon einen hohen Stellenwert für mich und auch für Aaron. Es sind zurzeit für uns die höchsten Meisterschaften, an denen Aaron teilnehmen kann“, stellt auch Trainer Manfred Kreutz die Bedeutung dieses Wettkampfes heraus. Mit seinen Erwartungen stapelt aber auch er im Hinblick auf die starke Konkurrenz tief. Dennoch sagt Kreutz: „Aaron hat bei den Freiluftmeisterschaften in Wattenscheid 2014 gezeigt, dass er auch ohne direkten Kontakt zum Spitzenfeld gute Leistungen abrufen kann. Ich glaube, er kann noch viel mehr und hat viel Potenzial.“

Angesichts derartig guter Kontrahenten müsse Flötotto sein eigenes Tempo finden und seinen eigenen Wettkampf gestalten. Nichtsdestotrotz hat der Ahlener sicherlich gute Chancen, sich mindestens in den Top Ten zu etablieren. Schließlich liegt er mit seiner Leistung von 26:54,54 Minuten über 5000 Meter momentan auf dem siebten Rang in der Meldeliste. Auch die Vorbereitung stimmt. So stand stets abgestimmt von Kadertrainerin Cornelia Wiesch und LG-Coach Manfred Kreutz im Winter besonders das Ausdauertraining im Fokus, bevor Flötotto sich in den letzten Wochen mit direktem Blick auf den Wettkampf wieder auf kürzere Distanzen konzentriert hat. So stand am vergangenen Montag beispielsweise jüngst ein Programm von acht mal 400 Metern auf dem Plan.

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