Rot-Weiß Ahlen hat in Lippstadt was zurechtzurücken
Verrückte Auswärtsbilanz

Ahlen -

Glaubt man das? Da führt Rot-Weiß Ahlen so ziemlich jede Statistik an, thront unangefochten auf Platz eins in der Oberliga und dann das: Die Mannschaft hat doch tatsächlich die letzten beiden Auswärtsspiele verloren. In Lippstadt will die Mannschaft von Marco Antwerpen an dieser verrückten Bilanz schrauben.

Donnerstag, 12.03.2015, 20:03 Uhr

Gestatten, Richter! Rot-Weiß Ahlens Mittelfeldmann Julius Richter stellte sich gegen Stadtlohn mit einer amtlichen Grätsche beim Gegenspieler vor. Auf eine kompakte und zweikampfstarke Defensive wird es auch gegen Lippstadt ankommen.
Gestatten, Richter! Rot-Weiß Ahlens Mittelfeldmann Julius Richter stellte sich gegen Stadtlohn mit einer amtlichen Grätsche beim Gegenspieler vor. Auf eine kompakte und zweikampfstarke Defensive wird es auch gegen Lippstadt ankommen. Foto: Marc Kreisel

Man muss schon richtig lange suchen, um bei Rot-Weiß Ahlen eine Negativserie ausfindig zu machen. Umgekehrt ist das deutlich leichter. Neue Bestmarken hat der Oberliga-Spitzenreiter schließlich in dieser Saison zuhauf aufgestellt. Erst am vergangenen Wochenende kam wieder so ein neuer Pflock dazu, den das Team von Marco Antwerpen in die Erde gerammt hat: Das 3:2 gegen Stadtlohn war bereits der zehnte Heimsieg in Folge. Das nennt man wohl meisterlich. Und doch gibt es eine Statistik, da sehen die Ahlener gerade gar nicht wie der einsam an der Spitze stehende Primus aus. Denn die Bilanz der letzten beiden Auswärtsspiele liest sich wie die eines Absteigers: Zwei Niederlagen und 3:10 Tore.

Zugegeben, das ist schon ziemlich lange her. Dem völlig desolaten 0:7 im Spitzenspiel gegen den TuS Erndtebrück Anfang November folgte Anfang Dezember ein knappes 2:3 beim SV Zweckel . Und seitdem gab es schlicht keine Gelegenheit mehr, bei der die Rot-Weißen diese im doppelten Wortsinn „verrückte“ Bilanz hätten gerade rücken können, weil vor und nach der Winterpause jede Menge Partien ausgefallen sind.

Der Kader

Personell sieht es bei Rot-Weiß Ahlen gut aus. Zwar fehlt Rouven Meschede weiterhin rotgesperrt. Dafür hat Felix Backszat seine leichte Rückenverletzung auskuriert. Angeschlagen ist Daniel Schaffer, der einen Schlag aufs Knie bekommen hat. Ansonsten gibt es keine Ausfälle.

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Nun muss bzw. soll am Freitagabend eben Lippstadt herhalten (19:30 Uhr, Stadion „Am Bruchbaum“). Doch das wird wohl nicht ganz so einfach, wie sich das mancher im Euphorietaumel schon ausmalt. Meint jedenfalls RW-Trainer Marco Antwerpen. Der hat die freie Zeit beim jüngsten Spielausfall vor zwei Wochen genutzt und Lippstadt beobachtet. Die „sehr gute Offensive“ des Gegners inklusive des Ex-Ahleners Arda Nebi hat es ihm dabei angetan. „Klar, auf Arda muss man aufpassen mit seinem Tempo“, sagt Antwerpen. Aber der Flügelläufer sei eben nicht der Einzige und auch nicht derjenige, der für die Tore zuständig sei. „Die haben einen Krause, einen Schröder, einen Ramsey – alle sehr gefährlich“, doziert Antwerpen über die Lippstädter Abteilung Attacke mit den Vornamen Sven, Lars und Marcel.

Und er kündigt – ohne sich schon allzu tief in die Karten gucken zu lassen – eine möglicherweise veränderte taktische Ausrichtung an. „Da könnte man mal überlegen, tiefer zu stehen – um nicht ganz so konteranfällig zu sein“, meint er vielsagend. Wobei das ja nicht unbedingt mit einem Systemwechsel einhergehe. Man könne eben ein 4-4-1 offensiv oder defensiv auslegen. „Mal schauen. Vielleicht spielen wir mal 15 Minuten so, mal 15 Minuten so. Wenn es nicht passt, kann man ja umstellen.“ Wichtiger sei ohnehin, dass seine Mannschaft Druck auf den Mann und den Ball ausübe. „Manche vergessen das, wenn man sagt: Wir spielen heute defensiver“, so Antwerpen.

Sie spielen halt am liebsten Hurra-Fußball bei Rot-Weiß. Und damit sie auswärts nicht wie zuletzt im Dunkeln rumstochern, wird in Lippstadt natürlich das Flutlicht angeknipst. Bei welchem der beiden Mannschaften dann wohl zuerst die Lichter ausgehen? Wird sich zeigen. „Wir wollen da auf jeden Fall gewinnen“, sagt Antwerpen selbstbewusst. Kann ja schließlich nicht so bleiben mit der Auswärtsstatistik.

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