Geplatztes Sportangebot
Auch Flüchtlinge genießen vollen Versicherungsschutz

Ahlen -

Das Angebot war sehr gut gemeint, musste aber zurückgenommen werden. Weil der Versicherungsschutz nicht geklärt war, musste die Ahlener SG darauf verzichten, mit den Flüchtlingen in der Notunterkunft „Bodelschwinghschule“ Sport zu treiben. Doch das Problem dürfte gelöst sein.

Sonntag, 13.09.2015, 12:09 Uhr

Auch Flüchtlinge haben vollen Versicherungsschutz, wenn sie im Verein sportlich aktiv werden.
Auch Flüchtlinge haben vollen Versicherungsschutz, wenn sie im Verein sportlich aktiv werden. Foto: Jörg Pastoor

Der Einladung von Flüchtlingen in Notunterkünften zu Sportveranstaltungen oder Trainingsgruppen steht nichts im Wege. Das versichert der Pressesprecher des Landessportbundes (LSB), Frank-Michael Rall , auf eine „AZ“-Anfrage, die sich auf den Fall der Ahlener SG bezog. Die hatte beabsichtigt, ein Sportangebot für Flüchtlinge in der Notunterkunft „Bodelschwingschule“ zu organisieren, dann aber wegen des unklaren Versicherungsschutzes ihr Angebot zurücknehmen müssen.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat der LSB aber offenbar eine entsprechende Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Sporthilfe abgeschlossen. In einer Mitteilung des Landessportbundes heißt es dazu: „Es besteht für Asylbewerber und Flüchtlinge Versicherungsschutz im Rahmen der Unfall-, Haftpflicht-, Kranken- und Rechtsschutzversicherung des Sportversicherungsvertrages. Der Versicherungsschutz gilt für die versicherten Personen auch als Zuschauer oder Begleiter sowie bei der Teilnahme an geselligen und sonstigen Veranstaltungen des Vereins. Er beginnt mit dem Betreten der Sportstätte und endet mit deren Verlassen, spätestens mit Beendigung der Veranstaltung. Mitversichert ist der direkte Weg von den Veranstaltungen.“

Die Kosten für die zusätzliche Versicherung übernimmt die Sporthilfe NRW. Auch die Abwicklung sei unbürokratisch, heißt es beim LSB: Die teilnehmen-den Personen müssen – sofern sie keine Vereinsmitglieder sind – der Sporthilfe nicht zusätzlich gemeldet werden. Eintretende Schadensfälle seien lediglich dem Versicherungsbüro der Sporthilfe über den jeweiligen Verein anzuzeigen.

Die angefragte Bezirksregierung Münster bestätigte durch Pressesprecherin Sigrun Rittrich den Sachverhalt.

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