Ahlener Physiotherapeut beim 1. FC Köln
Mit Vitamin B zum Effzeh

Ahlen/Köln -

Er hat die Waden der Fußballprofis von Rot-Weiß Ahlen und Alemannia Aachen durchgeknetet. Mittlerweile arbeitet Julian Holtz für den Bundesligisten 1. FC Köln. Dass das so ist, liegt an einem prominenten Fürsprecher, der sich einst für den Ahlener beim FC stark machte.

Freitag, 11.12.2015, 06:12 Uhr

Anthony Modeste, Yannick Gerhardt, Jonas Hector, Timo Horn und mittendrin Julian Holtz. Der Ahlener ist Teil des (Funktions-)Teams beim FC.
Anthony Modeste, Yannick Gerhardt, Jonas Hector, Timo Horn und mittendrin Julian Holtz. Der Ahlener ist Teil des (Funktions-)Teams beim FC. Foto: Cedric Gebhardt

Wenn ein Fußballer für Furore sorgt, bleibt das nicht lange unbeobachtet. Ruckzuck taucht er auf dem Radar der großen Clubs auf. Wenn ein Physiotherapeut gute Arbeit abliefert, findet das öffentlich meist deutlich weniger Beachtung. Verborgen bleibt es deshalb aber nicht.

Friedhelm Funkel jedenfalls war trotz eines gerade mal halbjährigen Engagements bei Alemannia Aachen derart von Julian Holtz angetan, dass er für ihn ein paar Wochen später ohne dessen Wissen beim 1. FC Köln ein gutes Wort einlegte. „So ist der Kontakt damals entstanden. Etwas Besseres als eine solche Empfehlung kann dir nicht passieren“, sagt Julian Holtz.

Weil es sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich zwischen dem Ahlener und den Geißböcken funkte, ist Holtz mittlerweile seit Sommer 2012 als Physiotherapeut beim FC angestellt. Die qualifizierte Arbeit des 31-Jährigen und seiner beiden Kollegen Klaus Maierstein und Thorsten Klopp wird geschätzt – und sie wird regelmäßig durch Seminare auf dem neusten Stand gehalten. „Fachlich sind unsere drei Physios alle super ausgebildet. Wenn wir Spieler mal frei haben, nehmen sie sich Zeit, sich weiterzubilden. Das ist schon mal ein gutes Zeichen“, urteilt Jonas Hector, während ihm Julian Holtz gerade die Wade durchknetet.

Physiotherapeut Julian Holtz: Eindrücke rund um die Arbeit des Ahleners beim 1. FC Köln

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Die Muskulatur der Spieler zu mobilisieren und zu lockern, deren Sprunggelenke zu tapen, ihnen Stabilisationsübungen im Kraftraum zu zeigen – all das gehört zum täglichen Aufgabengebiet des Ahleners. Weil seine Frau Nadja in einer Zahnarztpraxis angestellt ist, obliegt Holtz zudem die Koordinierung von Zahnarztterminen, wenn bei den Profis mitunter die Knabberleiste schmerzt. Ein verlagerter Weisheitszahn kann zum Beispiel schon mal für dauerhafte muskuläre Probleme sorgen. Dann muss statt Julian zur Abwechslung mal Nadja Beheiri-Holtz ran.

Auch Ratschläge zu einer sportgerechten Ernährung erteilt das Physio-Trio. „Wir zeigen den Spielern auf, was sie selbst kochen können und wie sie sich gesund ernähren“, berichtet Holtz. Endgültig kontrollieren können sie es nicht, wenn sich die Profis dennoch mal in die Pommesbude setzen oder sich auf dem Weihnachtsmarkt einen Tüte gebrannte Mandeln schmecken lassen.

Interview mit Peter Stöger, Trainer des 1.FC Köln

Beim 1. FC Köln ist Julian Holtz einer der engsten Mitarbeiter und wichtigsten Ansprechpartner für Peter Stöger. Zur Rolle des Ahleners befagten wir den FC-Trainer.

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Allerdings besteht diesbezüglich wohl auch nicht viel Anlass zur Sorge. „Wir haben eine sehr pflegeleichte, disziplinierte und homogene Truppe“, versichert Holtz glaubhaft. Ebenso wie er betont, dass jeder Physiotherapeut eine eigene Herangehensweise habe. „Die Grundtechniken mögen gleich sein. Aber jeder hat andere Hände, ein anderes Gefühl, einen anderen Druck, jeder hat eine andere Ausbildung. Man hat definitiv seinen eigenen Stil“, sagt Holtz.

Ungeachtet der fachlichen Komponente habe er sich in seinen zehn Jahren als Physiotherapeut auch menschlich weiterentwickelt. „Jule ist in den vergangenen Jahren reifer geworden. Er geht mittlerweile anders mit Spielern um. Er weiß genau, was von ihm verlangt wird“, bescheinigt ihm sein Chef, Abteilungsleiter Klaus Maierstein.

Friedhelm Funkel kann mit seinem Tipp für den FC seinerzeit also nicht ganz falsch gelegen haben. „Als mir von seiner Empfehlung erzählt wurde, habe ich mich damals umgehend bei Friedhelm gemeldet und bedankt. Ich habe ihn dann zufällig noch mal abends in Köln getroffen und ihm direkt ein Bier ausgegeben“, revanchierte sich Julian Holtz auf seine Weise. Natürlich war es kein Pils, sondern – logisch – ein Kölsch.

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