Handball-Oberliga – Ahlener SG erwartet Menden-Lendringsen
Illegal? Legal? Egal!

Ahlen -

Nein, dieser Gegner kommt ganz sicher nicht zum Kuscheln. Die HSG Menden-Lendringsen ist bei der Ahlener SG eher für eine härtere Gangart berüchtigt – hart an der Grenze des Erlaubten. Doch dem hat die ASG im Heimspiel am Freitag durchaus etwas entgegenzusetzen.

Freitag, 15.01.2016, 06:01 Uhr

Kann die ASG im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die HSG Menden-Lendringsen womöglich nur als Zuschauer unterstützen: Thies Hülsbusch. Der Rechtsaußen hat eine schmerzhafte Handgelenksprellung erlitten.
Kann die ASG im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die HSG Menden-Lendringsen womöglich nur als Zuschauer unterstützen: Thies Hülsbusch. Der Rechtsaußen hat eine schmerzhafte Handgelenksprellung erlitten. Foto: René Penno

Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Hat die Ahlener SG gleich ein paar in petto. Als da wären, dem Spitzenduo Gladbeck und Spenge möglichst eng auf die Pelle zu rücken und es am liebsten zu überholen, konstant gute Leistungen abzuliefern und die ASG-Fans mit sehenswerten Spielen zu verwöhnen.

Drei Zähler trennen den Tabellenvierten von der Spitze. Eine Differenz, die in zwölf Partien aufzuholen ist. Kann die ASG das schaffen? „Ja, warum nicht?“, entgegnet Thorsten Szymanski, ohne zu zögern. Drei Punkte seien machbar, so die Ansage des Co-Trainers.

Allerdings hält das neue Jahr gleich eine echte Herausforderung bereit. Die HSG Menden-Lendringsen, die heute ab 20 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle aufkreuzt, dürfte jedenfalls mehr Prüfstein als Laufkundschaft sein. „Das ist gleich eine Standortbestimmung“, sagt Szymanski.

Menden-Lendringsen praktiziert eine sehr harte, schmutzige Deckung, die schon nah am Illegalen ist.

ASG-Co-Trainer Thorsten Szymanski

Die Gäste aus dem Sauerland praktizierten eine „sehr harte, schmutzige Deckung, die schon nah am Illegalen ist“, weiß Szymanski aus Erfahrung. Illegal? Legal? Egal! Samthandschuhe werden sich die Ahlener jedenfalls ihrerseits auch nicht überstreifen. Notfalls antworten sie mit den gleichen Mitteln. Wer ganz nach oben will, muss eben auch ein Stück weit die Ellenbogen ausfahren. Aber soweit wollen es die Hausherren gar nicht erst kommen lassen.

Sie wollen der Härte jede Menge Tempo entgegnen. „Im Hinspiel sind wir auch mit der Deckung klargekommen. Wir müssen einfach einen Schritt schneller sein, dann können sie uns gar nicht erst foulen“, bleibt Sascha Bertow gelassen.

Ich will’s mal so sagen: Wir sind 2016 noch ungeschlagen.

ASG-Coach Sascha Bertow vor dem ersten Spiel des Jahres mit einem Augenzwinkern.

Der ASG-Chefcoach wünscht sich, dass seine Mannschaft wie beim ersten Vergleich, den sie im September knapp mit 27:26 für sich entschied, ähnlich souverän auftritt und trotz aggressiver Störversuche stets den Blick für den freien Mann behält. Überhaupt freut sich Bertow auf das Duell. „Eine kompakte Abwehr, die schnelle Gegenstöße und viele Angriffe aus dem Rückraum ermöglicht. Es treffen zwei Teams aufeinander, die von der Spielanlage her fast identisch sind. Das macht es doppelt interessant“, sagt Bertow. Zumal beide Kontrahenten in diesem Jahr noch ungeschlagen sind, wie Bertow augenzwinkernd festhält.

Die letzten Begegnungen liefen allesamt gut für die ASG, die Oberliga-Primus Gladbeck im letzten Spiel des Jahres 2015 beim 30:20 eine schallende Ohrfeige verpasst hat. An diesen Lauf möchte sie auch 2016 anknüpfen.

Vorerst ausgebremst ist allerdings Thies Hülsbusch. Den Rechtsaußen plagt eine schmerzhafte Prellung am Handgelenk. Auch Marvin Michalczik ist bis auf Weiteres außer Gefecht gesetzt. Er ist unter der Woche im Übungsbetrieb umgeknickt. Nun sind die Bänder im Fuß in Mitleidenschaft gezogen. Ein MRT soll Aufschluss darüber geben, ob es sich beim 20-Jährigen nur um eine Dehnung oder einen Riss der Bänder handelt.

Infos zum Spiel

Infos zum Spiel Foto: Manfred Krieg

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