Handball: Thomas Lammers im Interview
„Ich bleibe der Ahlener SG erhalten“

Ahlen -

Mit der Meisterschaft in der Oberliga hat Thomas Lammers seine Laufbahn beendet. Wirklich? Im Interview verrät der Rückraumspieler der Ahlener SG, warum er doch weitermachen würde und was er sonst noch plant.

Samstag, 07.05.2016, 11:05 Uhr

Jetzt kommen die schönen Termine. Und die möchte sich Thomas Lammers (links) nicht entgehen lassen, so wie hier mit Bürgermeister Alexander Berger beim Eintrag ins Gästebuch der Stadt Ahlen.
Jetzt kommen die schönen Termine. Und die möchte sich Thomas Lammers (links) nicht entgehen lassen, so wie hier mit Bürgermeister Alexander Berger beim Eintrag ins Gästebuch der Stadt Ahlen. Foto: René Penno

Als die Handballer der Ahlener SG am vergangenen Dienstag im Alten Rathaus für ihre Meisterschaft in der Oberliga geehrt werden und sich nach ihrem Eintrag ins Gästebuch der Stadt mit Bürgermeister Alexander Berger fürs gemeinsame Gruppenfoto aufstellen sollen, hält sich Thomas Lammers da auf, wo er Zeit seines Handballer Lebens auch meist zu finden war – im Rückraum. „Ich brauche das Rampenlicht nicht mehr“, flachst der 32-Jährige, der seine aktive Karriere beendet hat . Doch in Stein gemeißelt scheint sein Entschluss nicht zu sein. Zumindest lässt sich Lammers noch eine Hintertür offen, wie er im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Cedric Gebhardt verrät.

Herr Lammers, Sie beenden Ihre Laufbahn mit dem Aufstieg in die 3. Liga. Macht das den Abschied eigentlich leichter oder schwieriger?

Lammers: Man sagt ja, man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Und daran habe ich mich gehalten. Besser hätte es auch nicht laufen können. Ich bin vor vier Jahren wieder hierhergekommen , und wir hatten den Aufstieg lange als Ziel. Jetzt hat es geklappt, und ich konnte meinen Teil dazu beitragen und einen wichtigen Part übernehmen. Momentan spüre ich noch keine Wehmut. Aber ich mache ja auch noch alles mit, bin überall mit dabei, trainiere weiterhin mit den Jungs bis zur Sommerpause. Außerdem kommen jetzt noch die schönen Termine, die möchte ich mir nicht entgehen lassen. Vermutlich realisiere ich meinen Abschied erst, wenn die Jungs erst wieder richtig ins Training einsteigen. Aber ich bin nicht von heute auf morgen weg. Es wird keinen kompletten Abbruch geben, ich werde zu den Jungs Kontakt halten und auch in Zukunft einmal die Woche mittrainieren und mich fit halten. Und im Worst Case und wenn alle Stricke reißen, wäre ich der Letzte, der das Team hängen lässt.

Das klingt danach, als wären Sie nächste Saison eine Art Stand-by-Spieler.

Lammers: Ja, sagen wir mal, ich bin ein Mini-Mini-Mini-Stand-by-Spieler. Grundsätzlich habe ich nach dieser Saison aufgehört, aber wenn Not am Mann ist, kann ich wohl noch mal aushelfen. Aber noch mal: Ich bin ja nicht weg. Ich bleibe der ASG erhalten – in welcher Form auch immer.

Sie könnten sich also vorstellen, künftig einen Posten im Verein zu übernehmen?

Lammers: Ja, durchaus. Ich habe mit dem Vorstand vereinbart, dass wir uns Ende des Jahres darüber noch mal unterhalten. Ob Marketing, Sportlicher Leiter oder Jugendtrainer – ich kann mir vieles vorstellen. Der Verein hat mir viel gegeben, und ich habe dem Verein viel gegeben. Das kann auch in Zukunft so laufen.

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