Handball: U18-Europameisterschaft
Lukas Kister jubelt nach EM-Bronze: „Wir sind stolz auf unsere Leistung“

Ahlen -

Die Deutschen U18-Junioren haben bei der EM in Koprivnica die Bronze-Medaille geholt. Der Ex-Ahlener Lukas Kister und die DHB-Auswahl eiferten dabei ihren Vorbildern nach.

Montag, 22.08.2016, 16:08 Uhr

Eine Topleistung riefen Lukas Kister (Zweiter von links) und die DHB-Junioren im Spiel um Platz drei gegen Slowenien ab.
Eine Topleistung riefen Lukas Kister (Zweiter von links) und die DHB-Junioren im Spiel um Platz drei gegen Slowenien ab. Foto: Jozo Cabrja/HRS

Erst machten es die Großen vor, dann folgte der Nachwuchs: Nur wenige Augenblicke, nach dem die „Bad Boys“ bei den Olympischen Spielen in Rio Bronze gewonnen hatten, holte auch die Deutsche U18-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Kroatien die Bronze-Medaille.

Nach 75 packenden Minuten und zwei Verlängerungen hatte die Mannschaft von Jochen Beppler Slowenien endgültig mit 32:31 niedergerungen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 22:22, nach der ersten Verlängerung 26:26 gestanden.

Zwei Verlängerungen müssen her

„Nachdem wir leider sehr unglücklich im Halbfinale gegen Frankreich ausgeschieden sind und nicht mehr Gold gewinnen konnten, haben wir dann gegen Slowenien noch mal alles reingeworfen“, berichtete Lukas Kister . Der Ex-Ahlener, der beim HLZ Ahlen ausgebildet wurde, stand in einem nervenaufreibenden kleinen Finale auf der Platte und erlebte einen guten Beginn mit einer 5:4-Führung für die DHB-Auswahl. Dann aber machten die Osteuropäer Dampf, erzielten fünf Treffer in Folge, ehe Deutschland auf 9:12 zur Pause verkürzte.

Intensiv ging es auch nach dem Wechsel zur Sache, obwohl alle Spieler bereits das sechste Spiel in neun Tagen absolvierten. Nach 40 Minuten lag Deutschland noch immer hinten – 12:15. Als Slowenien schließlich auf 19:13 wegzog, schien die Partie entschieden. Doch die Deutschen kämpften unermüdlich weiter und ließen sich auch von einer Roten Karte für Marcel Timm (dritte Zeitstrafe) nicht entmutigen. Drei Minuten vor dem Ende hatten sie bis auf 20:22 verkürzt. Bis zur Sirene zogen sie auf 22:22 gleich.

Wie im Halbfinale gegen Frankreich, das mit 38:39 verloren ging, musste die Beppler-Sieben nur zur Extraschicht antreten. Nach weiteren zehn Minuten stand es 26:26. Die nächste Verlängerung musste her. Kurz nach Wiederbeginn musste auch Ferris Klotz wegen seiner dritten Zeitstrafe mit Rot auf die Tribüne. Doch Kister und Co. ließen sich nicht beirren und wendeten das Blatt schließlich mit 31:29 zu ihren Gunsten. „Wir hatten das Glück in der doppelten Verlängerung auf unserer Seite, nachdem wir uns von einem Sechs-Tore-Rückstand zurück gekämpft hatten. Wir sind auf jeden Fall auch mit Bronze sehr glücklich und stolz auf unsere Leistung“, bekannte Lukas Kister.

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