Tennis
Bei Westfalia Vorhelm entsteht etwas Großes

Vorhelm -

Bei Westfalia Vorhelm entsteht gerade etwas Großes. Binnen weniger Monate hat sich unter der Regie von Trainer Stefan Meißner ein starkes Herren-Team gebildet. Das hat sich nun ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Donnerstag, 15.09.2016, 10:09 Uhr

Haben bei Westfalia Vorhelm eine neue Heimat gefunden: (von links) Nesincan Celik, Julius Heuser, Sebastian Zeisel, Davor Zilic, Christian Kleine, Tobias Stroick, Louis Sonntag, José Belmonte Castellano und Trainer Stefan Meißner.
Haben bei Westfalia Vorhelm eine neue Heimat gefunden: (von links) Nesincan Celik, Julius Heuser, Sebastian Zeisel, Davor Zilic, Christian Kleine, Tobias Stroick, Louis Sonntag, José Belmonte Castellano und Trainer Stefan Meißner. Foto: Marc Kreisel

Wenn bei Westfalia Vorhelm jemand sportlich die Schlagzeilen schreibt, dann waren das in der Vergangenheit zumeist die Fußballer. Künftig aber könnte sich das ändern.

Denn die Tennis-Abteilung hat massiv aufgerüstet und stellt seit Anfang des Jahres ein starkes Herren-Team. Den Stein ins Rollen gebracht hatte bereits im November vergangenen Jahres Stefan Meißner. Er hatte nach „atmosphärischen Störungen“ mit dem Vorstand seinem bisherigen Verein, dem TC Blau-Weiß Ahlen , den Rücken gekehrt und war zur TuS gewechselt. „Ich bin dort nach zwölf Jahren als Spieler und Trainer zurückgetreten, weil ich keine Perspektive mehr gesehen habe“, erörtert Stefan Meißner die Beweggründe für seinen Abschied. Wenig später taten es ihm mit Davor Zilic, Louis Sonntag , Nesincan Celik, Rustam Seifulin, Tobias Stroick und Julius Heuser sechs Spieler gleich und wechselten ebenfalls zur Westfalia.

Sperrklausel verhindert höhere Einstufung

Die bekam dann auch noch Verstärkung durch den bundesligaerfahrenen Sebastian Zeisel (TC Oelde) sowie von Christian Kleine (Beckum) und dem Spanier José Castellano Belmonte, der zuletzt in Belgien gespielt hatte.

Binnen weniger Monate hatte Meißner in Vorhelm eine eindrucksvolle Belegschaft um sich versammelt. Wegen einer Sperrklausel in der Wettspielordnung des Westfälischen Tennis Verbands (WTV) musste das Team jedoch in der 2. Kreisklasse starten – und spielte da sämtliche Kontrahenten in Grund und Boden. „Das war keine sportliche Herausforderung für uns“, sagt Stefan Meißner. Ohne jeglichen Satzverlust spazierte seine Mannschaft durch die Liga. Das dürfte sich ab Mitte November ändern.

Für die bevorstehenden Wintersaison hat die Westfalia eine Einstufungsgenehmigung für die Bezirksliga erhalten, so dass sie endlich auch mal ein wenig gefordert wird.

Ruhr-Lippe-Liga als Ziel

Perspektivisch möchte das Team von Stefan Meißner in die Ruhr-Lippe-Liga vorstoßen. Der Antrag für den nächsten Sommer ist bereits gestellt. Nun hoffen sie in Vorhelm, dass ihrem Ersuchen stattgegeben wird. „Denn wir wollen schnellstmöglich da spielen, wo es Spaß macht“, sagt der 51-jährige Coach. Ein finanzieller Aspekt steht nicht hinter dem Projekt, versichert der DTB-A-Trainer. Er engagiere sich bei der Westfalia, „weil es hier viel Spaß macht und wir uns im Verein sehr gut aufgehoben fühlen“.

Die Westfalia selbst könnte von ihrem neuen Zugpferd profitieren, indem die Jugendarbeit mehr Zulauf erhält. Ihre Heimspiele tragen die Herren im Winter allerdings in der Hardegen-Halle in Ahlen aus.

Am vergangenen Sonntag stand eigentlich noch das letzte Match der Sommersaison auf dem Plan. Doch der TC Berghof sagte kurzerhand per E-Mail ab. Womöglich schien dem Gegner die Reise ins Hellbachdorf als zu aussichtslos.

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